Eine gesunde Ernährung kommt nicht ohne Obst und Gemüse aus. Aber obwohl dir diese Lebensmittel viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe liefern, können sie deinem Körper durch die große Menge an Pestiziden nachhaltig schaden.

Daher untersucht die US-amerikanische Non-Profit Organisation Enviromental Working Group (EWG) jedes Jahr diverse Obst- und Gemüsesorten hinsichtlich ihrer Pesitizidbelastung. Die Resultate der Arbeit beziehen sich zwar auf den US-amerikanischen Markt, sind jedoch in vielen Fällen auf Deutschland übertragbar.

Das Ergebnis der Untersuchung und die Möglichkeiten, um möglichst wenig Schadstoffe aufzunehmen, stellen wir dir hier vor.

Warum Pestizide so gefährlich sind

Pestizide sind Schadstoffe, die über die Essensaufnahme in den menschlichen Körper gelangen und Krankheiten verursachen können. Dabei stehen Pestizide wie Glyphosat im Verdacht auch Krebserkrankungen zu begünstigen sowie Hormonstörungen und Störungen der Gehirnfunktion.

Um deine Gesundheit zu schützen, solltest du die Lebensmittel mit den höchsten Pestizidbelastungen kennen.

rote saftige Erdbeeren in Pappschale
Erdbeeren sind zwar saftig und süß, aber haben auch die größte Pestizid-Belastung.(Photo: Inderlied/Kirchner-Media via www.imago-images.de)

Die Top 12 Lebensmittel mit der größten Pestizid-Belastung

Jedes Jahr bestimmt die EWG die Dirty Dozen, also die zwölf Lebensmittel, die am meisten Pestizide beinhalten.

  1. Erdbeeren
  2. Spinat
  3. Grünkohl
  4. Nektarinen
  5. Äpfel
  6. Weintrauben
  7. Pfirsiche
  8. Kirschen
  9. Birnen
  10. Tomaten
  11. Sellerie
  12. Kartoffeln

zwei Avocados auf einem hölzernenSchneidebrett
Avocados sind mit einem Wasserverbrauch von 1000 Litern pro Kilo alles andere als nachhaltig, aber sie überzeugen zumindest mit ihrem niedrigen Pestizidgehalt.(Photo: Bernd Jrgens via www.imago-images.de)

Die Top 12 Lebensmittel mit der geringsten Schadstoffbelastung

Neben den Dirty Dozen bestimmt die EWG auch die Clean Fifteen, also die Obst- und Gemüsesorten mit den geringsten Pestizidbelastungen. Neben den aufgezählten Lebensmitteln zählen auch Kohl (auf Platz 13), Honigmelone (auf Platz 14) und Kiwi (auf Platz 15).

  1. Avocados
  2. Zuckermais
  3. Ananas
  4. Zwiebeln
  5. Papayas
  6. gefrorene Speiseerbsen
  7. Aubergine
  8. Spargel
  9. Blumenkohl
  10. Cantaloup-Melone
  11. Brokkoli
  12. Pilze

ältere Verkäuferin steht auf dem Wochenmarkt und verkauft Obst & Gemüse
Auf dem Wochenmarkt gibt es günstige regionale und saisonale Obst- & Gemüsesorten.(Photo: Lucas Vallecillos / VWPics via www.imago-images.de)

So kannst du Pestizide vermeiden

Wenn du keine Lust auf Lebensmittel voller Pestizide hast, kannst du einiges beachten. Am einfachsten ist es Obst und Gemüse in Bio-Qualität zu kaufen. Ein Test der Stiftung Warentest zeigte, dass in 85 % der Lebensmittel aus ökologischen Anbau keine Pestizide enthalten sind. Bei konventionellen Obst- und Gemüsesorten ist das nur bei 21 % der Fall.

Falls das zu teuer ist, hilft es auch saisonal und regional einzukaufen. Das reduziert nicht nur die Umweltbelastung aufgrund weiter Transportwege und dem aufwändigen Anbau, sondern verhindert auch die stärkere Schadstoffbelastung durch die lockeren Pestizidregeln in Drittländern.

Darüber hinaus solltest du alle frischen Obst- und Gemüsesorten unter fließendem Wasser gründlich waschen und die Schale mit einem Tuch abreiben. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Lebensmittel für 15 Minuten in eine Schüssel mit Wasser und einem Esslöffel Natron legen. So werden mehr Pestizid-Rückstände entfernt.

strahlende Frau isst Salat
Iss dich glücklich! Aber nur mit Lebensmitteln ohne Pestiziden.(Photo: Ridofranz)

Gesunde Ernährung funktioniert nur ohne Pestizide 

Wenn du Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung legst, dann solltest du auf Lebensmittel mit einem hohem Gehalt an Pestiziden verzichten. Dafür kannst du auf die Liste der EWG schauen, regional und saisonal einkaufen und möglichst Bio-Alternativen kaufen.

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