Pamela Reif ist die bekannteste und gefeiertste deutsche Fitnessinfluencerin. Sie versorgt ihre Fans jeden einzelnen Tag über Social Media mit Fitness- und Ernährungscontent. Heute hat sie auf Instagram bereits 8,2 Millionen Follower:innen gesammelt. Zudem ist sie auf YouTube und auf verschiedenen chinesischen Social Media Plattformen ein echter Reichweiten-Star.

Nun steht die stets beliebte Pamela Reif aber in der Kritik. Foodwatch kürt nämlich jedes Jahr ein Produkt mit dem „Goldenen Windbeutel“, das sein Werbeversprechen nicht halten kann. Dieses Jahr gehört leider auch Pamela Reifs Proteinriegel dazu. Er steht auf der Liste der Kandidaten, die den „Goldenen Windbeutel“ erhalten könnten.

Was ist der Goldene Windbeutel?

Die gemeinnützige Organisation Foodwatch kürt jedes Jahr die „dreisteste Werbelüge des Jahres.“ Hierzu nehmen sie sich einige Produkte heraus, die im vergangenen Jahr auf den Markt kamen und untersuchen sie auf ein bestimmtes Kriterium.

Dieses Jahr untersuchte Foodwatch die Nahrungsmittel auf ihre angebliche Nachhaltigkeit.

Die gemeinnützige Organisation Foodwatch, die sich um die Verbraucherinteressen beim Thema Lebensmittel sorgt, erinnert jedes Jahr daran, wenn sie den »Goldenen Windbeutel« kürt: »Welches Produkt ist die dreisteste Werbelüge des Jahres?«, so lautet die Ausgangsfrage.

Nachhaltig? Pamela Reif verspricht da wohl etwas zu viel

Die Naturally Pam-Riegel bekommt man derzeit in der Drogerie und im Internet. Sie sind mit mehr als 2 € pro Stück nicht sonderlich günstig. Die Proteinriegel sollen besonders nachhaltig verpackt sein. So steht auf den Riegelpackungen „plastikfrei“ und „biologisch abbaubar“. Foodwatch zufolge stimmt das aber leider hinten und vorne nicht. Der Grund: Die Riegel-Verpackung besteht aus PLA (Polylactide). Das ist ein Kunststoff, also Plastik.

Es stimmt zwar, dass dieser Kunststoff aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird, doch es ist trotzdem Plastik. Das ist ein Problem, findet Foodwatch.

Biologisch abbaubar ist die Verpackung ebenfalls nicht. Denn er baut sich nur nach DIN EN 13432 ab. Übersetzt bedeutet das, dass er nicht auf einer normalen Kompostanlage abgebaut werden kann. Das Umweltbundesamt ist sich laut Spiegel ebenfalls einig darüber, dass die Verpackung von Pamela Reif keine Vorteile gegenüber anderen Plastikfolien biete.

Werbelüge: Mit Pamela Reifs Produkten ist man gar nicht nachhaltig

Foodwatch ist nicht amused über eine so große Diskrepanz zwischen dem Werbeversprechen und dem eigentlichen Produkt.

Das Unternehmen, das hinter der Verpackung von Pamela Reif steht, hat sich bereits zu den Vorwürfen geäußert. Geschäftsführer Jannik Stuhlmann sagt: »Uns ist klar, dass unsere Verpackungen nicht ideal sind, weil die Abfallwirtschaft noch nicht die nötigen Bedingungen bietet, damit unsere Verpackungsfolie richtig kompostiert werden kann. Wir hoffen sehr, dass das ein Zwischenschritt zu einer besseren Entsorgung ist.«

In der Zwischenzeit weist der Geschäftsführer darauf hin, dass man auf den Produktseiten einsehen kann, dass die Folie derzeit nur im Gelben Sack korrekt entsorgt werden kann.