Der Granatapfel gehört schon seit Jahren zu den Superfoods. Doch wie gesund ist der Granatapfel wirklich? In diesem Artikel erfährst du, was die rote Riesenbeere so gesund macht und was du beim Kauf der Frucht immer bedenken solltest.

Granatapfel gesund: Das steckt hinter dem Superfood

Während einige andere Superfoods erst in den vergangenen Jahren ihren Weg hier nach Deutschland gefunden haben, ist der Granatapfel hierzulande schon seit dem Mittelalter bekannt. Damals war er vor allem ein köstliches Luxusgut für die Oberschicht.

Über seine ursprüngliche Herkunft kann bis heute jedoch nur gemutmaßt werden. Vermutlich stammte der Granatapfel ursprünglich aus Mittel- oder Südostasien. Forscher:innen vermuten, dass er anschließend durch diverse Feldzüge auch nach Europa gelangte und anschließend auch nach Nord- und Lateinamerika. Heutzutage wird der Granatapfelbaum hauptsächlich in Indien, China, den USA, Spanien, Italien und in Lateinamerika angebaut.

Fun Fact: Granatäpfel zählen eigentlich zur Gattung der Beeren, werden aber aufgrund ihres Apfel-ähnlichen Aussehens als Granatäpfel bezeichnet.

Granatapfel
Vor allem die Kerne des Granatapfels sind super gesund. Credit: imago images/Westend61

Deshalb ist Granatapfel so gesund

Granatäpfel wurden früher vor allem auch wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile verzehrt. Heute bezeichnet man sie sogar als sogenannte Superfoods. Warum der Granatapfel so gesund ist und über welche Nährstoffe er verfügt, erfährst du hier:

1. Viele Antioxidantien

Granatapfel oder auch kalt gepresster Granatapfelsaft enthalten bis zu 20 verschiedenen Polyphenole. Das sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die dem Granatapfel seine Farbe und seinen Geschmack verleihen.

Diese Stoffe wirken antioxidativ. Das bedeutet, sie schützen die Zellen im Körper vor äußeren Einflüssen und können außerdem Entzündungen hemmen. Des Weiteren konnte man diesen Antioxidantien nachweisen, dass sie langfristig Alterungsprozesse im Körper verlangsamen und auch das Wachstum von Krebszellen hemmen können.

Und mit über 20 verschiedenen Polyphenolen enthält der Granatapfel so viele wie sonst kein anderes Obst.

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2. Vitamine

Der Granatapfel ist vor allem so gesund, weil er über eine Vielzahl von verschiedenen Vitaminen verfügt. Darunter sind die folgenden Vitamine:

  • Vitamin C
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Vitamin E
  • Folsäure
  • Beta-Carotin

Zwar ist der Vitamin C Gehalt noch lange nicht so hoch wie der einer Orange, aber dennoch bietet der Granatapfel ein gutes Rundumpaket an verschiedenen Vitaminen, die für den menschlichen Körper lebensnotwendig sind.

3. Mineralstoffe

Neben den ganzen Vitaminen enthält der Granatapfel zusätzlich auch noch einige Mineralstoffe. Dazu zählen unter anderem:

  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Zink

Aufgrund seiner vielen Mineralstoffe ist der Granatapfel nicht nur insgesamt sehr gesund, sondern soll auch noch Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken, entzündungshemmend wirken und außerdem den Cholesterinspiegel senken.

4. Kalorienarm

Neben den ganzen gesundheitlichen Vorteilen kann Granatapfel aber auch zu einer allgemeinen gesunden Ernährung beitragen. 100 Gramm Granatapfel haben eine Energiedichte von etwa 74 Kalorien. Somit ist die leckere Riesenbeere auch ideal als kalorienarmer Snack für zwischendurch geeignet.

Granatapfel schneiden
Einen Granatapfel zu schneiden stellt viele vor eine große Herausforderung. Erfahre hier, wie das funktioniert. Credit: imago images/Westend61

So schneidest du einen Granatapfel richtig

So lecker und gesund ein Granatapfel auch ist, die kleinen Kerne aus der Schale herauszubekommen ist manchmal doch eher lästig. Auch der Fruchtsaft der Kerne kann schnell abfärben und rote Flecken auf der Kleidung hinterlassen. Deshalb braucht es eine bestimmte Technik, um die Kerne aus der Schale des Granatapfels herauszulösen.

Nimm dazu einen reifen Granatapfel und rolle ihn mit etwas Druck mit deiner Handfläche über die Arbeitsplatte. Übe dabei nur nicht zu viel Druck aus, da die Kerne sonst platzen könnten. Als Nächstes entfernst du am oberen Ende des Granatapfels den Strunk und schneidest ihn von dort aus anschließend wie bei einer Orange strahlenförmig ein. Jetzt kannst du obere Hälfte aufbiegen und mit einem Löffel die Kerne herausklopfen.

Fazit: Granatapfel ist gesund. Aber ist er auch nachhaltig?

Der Granatapfel ist also nicht zuletzt aufgrund seiner zahlreichen Nährstoffe sehr gesund und sehr lecker noch dazu. Dennoch solltest du vor dem Kauf einer solchen Frucht immer auch den Aspekt der Nachhaltigkeit in Betracht ziehen.

Für die Menschen, die in den Gebieten leben, in denen der Granatapfel angebaut wird, braucht es keinen großen Transportaufwand. Für uns hier in Europa haben die Riesenbeeren allerdings einen längeren Transportweg. Im besten Fall kommen sie mit dem Lkw aus Italien oder Spanien, im schlimmsten Fall jedoch aus Indien oder Lateinamerika.

Außerdem verbraucht der Granatapfelbaum im Anbau Unmengen an Wasser, das der Bevölkerung in den Anbauregionen eventuell fehlt. Deswegen ist es umso wichtiger, beim Kauf eines Granatapfels auch auf die Herkunft und die Anbaubedingungen der Frucht zu achten.

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