Der Donut, oder auch Doughnut genannt, ist sowohl in den USA als auch hierzulande ein sehr beliebtes süßes Gebäck. Doch warum hat der Donut eigentlich ein Loch in der Mitte? In diesem Artikel zeigen wir dir, wie der Donut zu seiner besonderen Form und zu seinem Namen gekommen ist und verraten dir alles, was du sonst noch über den Ursprung des Donuts wissen solltest.

So kam der Donut zu seinem Namen

Den Donut gibt es schon seit mehreren Hundert Jahren, allerdings nicht so, wie wir ihn heute kennen. Ursprünglich stammt er aus den Niederlanden. Im 17. Jahrhundert kamen die Niederländer:innen auf die Idee, Klumpen aus Hefeteig in heißem Schweinefett zu backen. Diese Ballen nannten sie ganz stilvoll Oliekoek beziehungsweise Olieballen. Übersetzt bedeutet das so viel wie Ölkuchen.

Doch wie wurden aus diesen Ölkuchen jetzt Donuts? Dieser Prozess begann damit, dass niederländische Siedler:innen diese Spezialität im 19. Jahrhundert mit nach Nordamerika brachten. Hier gründeten sie die Kolonie Nieuw Amsterdam, welche im heutigen New York liegt.

In den USA angekommen, entwickelte sich mit der Zeit jedoch ein Problem beim Frittieren der Ölballen. Das Äußere der Teigkugel wurde jedes Mal schön goldbraun, das Innere blieb jedoch in den meisten Fällen flüssig oder zumindest weniger knusprig. Um das zu verhindern, platzierte man in der Mitte jeder Teigkugel eine Nuss.

So ließ dich der Teig, um die Nuss herum ideal frittieren und der Name des Doughnuts – also übersetzt Teignüsse – war geboren. Später wandelte man die Schreibweise der Einfachheit halber in Donut ab.

Frau Donut
Der Donut hatte früher gar kein Loch in der Mitte. Foto: imago images/Westend61

So entstand die einzigartige Form des Donuts

Damit war das Problem des weniger knusprigen Teigs in der Mitte des Donuts vorübergehend gelöst. Im Jahre 1842 kam der Matrose Hanson Crockett Gregory jedoch auf die Idee, anstatt der Nüsse ein großes Loch in die Mitte des Teigballens zu stechen. Er verwendete dafür das scharfe Ende einer Pfeffermühle aus Blech. Diese Idee eignete sich zwar hervorragend für die hauseigene Produktion von Donuts, jedoch noch lange nicht für die industrielle Produktion.

Allerdings sollte sich auch das bald ändern. Am 9. Juli 1872 meldete der Ingenieur John F. Blondel das Patent für seinen Donut-Lochstanzer an. Dabei handelte es sich um ein simples Gerät, bestehend aus einem Rohr, durch dessen Mitte ein Kolben verlief. Dieser Kolben konnte nun ein Loch in den Donut-Teig stanzen.

Das ausgestochene Stück wurde dann mithilfe einer Sprungfeder aus dem Gerät herausgestoßen. Somit war der Donut-Lochstanzer direkt für den nächsten Einsatz bereit. Die industrielle Produktion von Donuts mit einem Loch in der Mitte war fortan also nicht nur möglich, sondern auch komfortabel.

Hand Donuts
Mittlerweile gibt es unzählige verschiedene Donut-Variationen. Foto: imago images/Westend61

Fazit: Die Form ist bis heute das Markenzeichen des Donuts

Donuts sind bis heute noch ein echtes Kult-Food. Gerade in den USA sind Donuts schon seit den 1940er-Jahre äußerst populär. Aber auch hier in Deutschland erfreuen sich die Teigballen aus Hefe schon seit geraumer Zeit an einer großen Beliebtheit.

Mittlerweile gibt es Donuts sogar in den unterschiedlichsten Varianten. Ob mit bunten Farben, süßen Glasuren, cremigen Füllungen oder verziert mit den unterschiedlichsten Schokoriegeln und Früchten – die Donut-Vielfalt wird nicht kleiner. Doch eines haben sie alle gemeinsam: das unverwechselbare Loch in der Mitte. Dieses wird wohl auch bis auf Weiteres das Markenzeichen des Donuts bleiben.

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