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9 traditionelle deutsche Süßigkeiten, die du heute nicht mehr essen solltest

Deutsche Süßigkeiten sind für viele eine Belohnung nach einem langen Tag. Erfahre hier, welche richtige Zuckerbomben & extrem ungesund sind.

Die Liebe zu Süßem ist uns beinahe angeboren, schwammen wir doch schon als Embryos in süßlichem Fruchtwasser und tranken die süße Muttermilch. Jedoch ist eines klar: Zucker macht sehr schnell süchtig. Denn Zucker setzt beim Konsum Dopamin und Opioide frei und hat somit eine ähnliche Wirkung auf das Gehirn wie Alkohol, Nikotin oder andere Drogen. Wir präsentieren dir nun neun deutsche Süßigkeiten, die genau diesen Suchtfaktor hatten und die wir heutzutage deshalb nicht mehr ganz so cool finden.

Deutsche Süßigkeiten sind echte Zuckerbomben

Wenn ich an meine Kindergeburtstage denke, fällt mir auf, dass ich die meisten meiner früheren Lieblingssüßigkeiten schon Jahre nicht mehr gekauft habe und einfach nicht mehr essen. Bei den folgenden ‚Leckereien‘ sollte man außerdem vor allem darauf achten, dass sie einen hohen Zuckergehalt haben und vor allem Erwachsene bei Kindern vorsichtig sein müssen, was dazu führt, dass viele sie gar nicht mehr ins Haus kommen lassen.

Doch was ist aus den deutschen Traditionssüßigkeiten geworden und welche Geschichte umgibt sie? Wir haben uns sieben deutsche Süßigkeiten angeschaut und genauer unter die Lupe genommen.

1. Toffifee

Diese deutsche Süßigkeit erblickte 1973 das Licht der Welt und ist seitdem ein Klassiker. Toffifee startete als Energiesnack für berufstätige Frauen mit dem passenden Slogan „Schmeck dich in Schwung“. Heute werden die kleinen Zuckerbomben aus Schoko und Karamell von jeglichen Geschlechtern konsumiert.

Toffifee
Toffifee erfreut sich unter den deutschen Süßigkeiten noch immer großer Beliebtheit. Foto: NurPhoto / getty images

2. Fruchtzwerge

Pro Minute werden rund 700 Fruchtzwerge von deutschen Fans vernascht. Dabei ist rund die Hälfte des Verzehrs Erwachsenen zuzuschreiben. Der Inhalt ist eine Frischkäsezubereitung mit pürierten Früchten und Zucker, die der Kategorie Quark zugeordnet wird. In Deutschland gibt es sie seit 1981 und waren das einzige Milchprodukt, das sich an Kinder richtete und aufgrund der Konsistenz „kleckerfrei“ zu essen war.

3. Kinder Überraschungsei

Kinder-Überraschung gibt es in Deutschland seit 1974. Ganz zu Anfang fanden sich Inhalte darin, ähnlich denen aus den bekannten Kaugummiautomaten. Alsbald fand das Produktmanagement zu eigenen Produktlinien mit Unterstützung durch externe Spielzeugdesigner:innen.

In den warmen Sommermonaten machen die Überraschungseier eine Sommerpause. Schuld sind die sommerlichen Temperaturen, die dafür sorgen, dass die dünne Schoko-Schicht der Ü-Eier weich wird oder schlimmstenfalls schmilzt. Das möchten natürlich weder Ü-Ei-Fans noch Anbieter Ferrero und deswegen gibt es im Sommer eine Zeit, in der es keine Überraschungseier gibt.

4. Dickmanns

Schaum- oder Schokoküsse wurden zwar in Frankreich erfunden, haben sich aber ganz schnell in Deutschland etabliert. Vor allem auf Jahrmärkten gibt es sie in vielen unterschiedlichen Variationen und Geschmacksrichtungen, zum Beispiel mit Kokosflocken bestreut und Karamellgeschmack innen. Nachdem der ursprüngliche Name, wegen rassistischen Konnotationen im offiziellen Sprachgebrauch vermieden wurde, kennt man die Süßigkeit unter Schokoküsse oder Dickmanns.

deutsche Süßigkeiten
Wer kennt diese beliebte Süßigkeit noch von den Kindergeburtstagen? Foto: IMAGO / Schöning

5. Ahoi Brause

Abgeleitet ist der Name von dem Seemannsruf, was auch der kleine Matrose auf der Packung zeigt. Seit 1925 stellt die Firma Brausepulver her, das man mit Wasser mischen kann. Machen wahrscheinlich aber nur die wenigsten, denn am besten schmeckt das Pulver direkt aus der Tüte. Die Geschmacksrichtung „Waldmeister“ gibt es übrigens nur im deutschsprachigen Raum zu kaufen.

6. Werthers Karamellbonbons

Das Karamellbonbon, was viele vielleicht von den Großeltern manchmal zugesteckt bekommen haben, hat ebenfalls seinen Ursprung in Deutschland. Der Name bezieht sich auf die Kleinstadt Werther, wo August Oberwelland im Jahr 1903 die Werther’sche Zuckerwarenfabrik gründete. Bis heute ist Werther’s nach eigenen Angaben Storcks erfolgreichste Marke.

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Diese Bonbons geben einem immer Großelternvibes, unabhängig wo und wann man sie isst. Foto: IMAGO / Manfred Segerer

7. Esspapier/ Oblaten

Streng genommen sind Oblaten nicht wirklich deutsch, sondern ein Teil der Geschichte des Christentums. Hier wurden ab dem 8. Jahrhundert dünne, blattartige Scheiben aus der eigenen Klosterbäckerei als Hostien bei Messen verteilt. Daraus entstand schließlich das heutige Esspapier und die wohl bekannteste Form die „Karlsbader Oblaten“.

Die Bezeichnung „Karlsbader Oblaten“ wurde übrigens 2011 auf Antrag der Tschechischen Republik und gegen den Einspruch Deutschlands und Österreichs als geschützte geografische Angabe eingetragen. Nur Hersteller, die die deutsche Bezeichnung markenrechtlich schützen, können diesen Namen damit weiterhin auf ihre Packung drucken.

Süßigkeiten
Von der christlichen Erfindung zu Geld aus essbarem Papier. Die Geschichte des Esspapiers ist wahrscheinlich die älteste auf dieser Liste. Foto: IMAGO / HRSchulz

8. Kaugummi-Zigaretten

Eine Süßigkeit, bei der man sich schlicht an den Kopf fasst, sind Kaugummi-Zigaretten. Nicht nur, dass die Dinger nach nichts schmecken und purer Zucker sind, ist die Botschaft dahinter auch mehr als fraglich. Warum sollen Kinder so tun, als würden sie rauchen? Was ist das für eine Botschaft? Soll das cool sein? Heutzutage sieht man die Kaugummi-Zigaretten immer seltener in den Supermarkt-Regalen, was mit Sicherheit mit einer besseren Aufklärung und Sensibilität zu tun hat.

9. Dauerlutscher

Lollis oder Lutscher kennen wir sicher alle noch aus unserer Kindheit. Dabei handelt es sich im Prinzip um Bonbons am Stiel. Diese bestehen ausschließlich aus Zucker und sind somit Gift für Zähne und Magen. Besonders absurd wird die Süßigkeit, wenn man hört, dass sogar ein Prozess um den Lutscher geführt wurde. 2001 wurde vom Oberlandesgericht Köln festgelegt, „dass der Lutscher (Lolly) ohne Stiel kein Lutscher mehr ist.“ Ein Lolli ohne Stiel ist schließlich einfach nur ein Bonbon. Ja, über solche Dinge werden Prozesse geführt …

Der gute Ruf von deutschen Süßigkeiten

Deutschland hat eine große Süßigkeitenindustrie, angeführt von beispielsweise Unternehmen wie Haribo, Katjes, Bahlsen, Stollweck, Lindt und Ritter. Der Export ins Ausland boomt und deutsche Süßigkeiten sind außerordentlich beliebt und haben einen guten Ruf. Also wenn ihr Bekannten, Verwandten oder Freunden im Ausland etwas aus Deutschland mitbringen wollt, dann lohnt es sich einmal in die Süßigkeitenabteilungen des deutschen Einzelhandels zu stöbern.