Laufen hat eine Vielzahl positiver Effekte: Das Sterberisiko sinkt, insbesondere die Wahrscheinlichkeit, an einer kardiovaskulären Krankheit zu sterben. Zudem wird das Risiko, eine tödliche Krebserkrankung zu bekommen, minimiert. Stattdessen reduziert Marathonlaufen sogar Knieschäden und fördert die mentale Gesundheit. Doch wie lange sollte man laufen? Und kann Joggen auch schädlich sein?

Wie lange man laut Studie laufen sollte

Von wegen, je mehr, desto besser. Eine Langzeitstudie aus Dänemark kommt zu dem Schluss, dass Laufen nur dann gesund ist, wenn der Sport mäßig betrieben wird. Wie lange man laufen sollte? Die Forscher sagen: maximal eine bis 2,4 Stunden pro Woche. Mehr als drei Laufeinheiten sollten es außerdem nicht sein. Optimal ist eine Geschwindigkeit von 8 Kilometern pro Stunde.

Die Studie untersuchte zwölf Jahre lang die Proband:innen der „Copenhagen City Heart Study“. Diese beinhaltete die Daten von 1098 Jogger:innen und 413 unsportlichen Nicht-Jogger:innen. Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer:innen gesund. Die Ergebnisse wurden im „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht.

Warum mehr als 2,5 Stunden der Gesundheit schaden können

Wer über Jahrzehnte hinweg zu lange läuft, könnte dem Herz-Kreislauf-System massiv schädigen, so Studienleiter Peter Schnohr vom Frederiksberg-Hospital in Kopenhagen. So setzt zu langes und zu schnelles Jogging den Körper unter Druck, das Stresslevel steigt. Langfristig kann das zu Erkrankungen führen. Vor allem für Marathonläufer ein ernüchterndes Ergebnis.

Wer zu schnell und zu lange läuft, schadet seinem Körper. Foto: Getty Images / VioletaStoimenova

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Fazit: Warum die Studie kritisch bewertet werden sollte

Auch wenn das Ergebnis zunächst plausibel klingt – man sollte die Studie dennoch kritisch bewerten. So berücksichtigten die Forscher:innen beispielsweise nicht den individuellen Gesundheitszustand der Läufer:innen. Daten über Alter, Lebensgewohnheiten, Essverhalten oder Krankenstand fehlen. Was für den einen das perfekte Maß beim Laufen ist, ist für den anderen vielleicht schon zu viel. Am besten ist und bleibt es daher, auf den eigenen Körper zu hören.

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