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Fitness-Coaches erklären, warum sie von Planks abraten

Wenn du deine Körperhaltung verbessern möchtest, sind Planks leider nicht mehr die beste Möglichkeit. Warum du diese Übung nicht mehr machen sollst, liest du hier.

Plank Frau
Das passiert im Körper, wenn du jeden Tag eine Minute plankst. Foto: imago images/Westend61

Schon seit einigen Jahren findet man in zahlreichen Sportprogrammen und Workout-Videos vor allem immer eine Übung. Die Planks – oder auch Unterarmstütz genannt – sollen alle Muskeln am gesamten Körper beanspruchen und somit eine gute Grundübung für jede:n darstellen. Warum Fitness-Coaches jetzt von den Planks abraten und welche Übungen du stattdessen machen solltest, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Planks sind eine beliebte Core-Übung

Die Plank beziehungsweise der Unterarmstütz ist eine weitverbreitete Übung. Jahrelang durfte sie in keinem Workout fehlen. Bis heute sagt man der Übung nach, dass sie alle Muskeln am ganzen Körper trainiert und somit auch die Chance auf sichtbare Bauchmuskeln erhöht.

Auch die bei Rückenschmerzen soll die Plank Abhilfe schaffen. Die Übung trainiert schließlich auch die untere Rückenmuskulatur und stabilisiert sie. Wer Planks regelmäßig macht und in seine Workouts einbindet, soll demnach eine gute Haltung und keine Rückenschmerzen oder sonstige körperliche Beschwerden haben.

In diesem Fall sind Planks nicht die richtige Übung für dich

Dennoch raten einige Fitness-Coaches jetzt davon ab, die Planks weiter in Workouts einzubauen. Dabei argumentieren sie meist damit, dass die Plank einfach nicht die optimale Übung ist, um die Core-Muskulatur zu trainieren. Das zeigt auch der YouTuber und Fitness-Coach Coach Stef in einem seiner Videos.

YouTube video

Die Core-Muskulatur erstreckt sich über die gesamte Körpermitte. Zu ihr zählen beispielsweise die Bauchmuskulatur, die Muskulatur im Rücken- und Lendenbereich oder eben auch Hüftbeuger und -strecker. Die Aufgabe der Core-Muskulatur ist es, die Wirbelsäule zu stützen und sie zu stabilisieren. Je ausgeprägter die Muskeln in der Körpermitte sind, desto besser wird die Wirbelsäule stabilisiert.

Das sorgt im Endeffekt dafür, dass sich deine gesamte Körpermitte stabilisiert und sich somit deine Körperhaltung verbessert und du sogar Rückenschmerzen vorbeugen kannst. Ein regelmäßiges Core-Training zahlt sich also aus.

Plank Frau dynamisch
Wenn du die Planks mit dynamischen Bewegungen kombinierst, sind sie nach wie vor eine gute Übung. Foto: imago images/Westend61

Damit diese Core-Muskulatur allerdings gestärkt wird, ist es laut Coach Stef nicht ausreichend, diese einfach nur anzuspannen, wie es zum Beispiel bei den Planks der Fall ist. Er empfiehlt, anstelle einer solchen statischen Übung, lieber eine dynamische Übung, bei der man auch gegen spannen muss.

Man benötigt also mehr Bewegung oder eine Art Gegengewicht. Er empfiehlt beispielsweise Planks, bei denen man sich noch etwas bewegt. Das können zum Beispiel eine Variation des Unterarmstütz sein, der nicht nur starr gehalten wird, sondern bei dem man sich noch vor- und zurückbewegt oder die Hände immer abwechselnd in die Luft hebt.

Fazit: Planks sind nach wie vor eine gute Basic-Übung

Auch wenn die Planks sicherlich nicht die effektivste Übung für eine stabile Core-Muskulatur ist, so ist sie dennoch eine gute Übung, die ihren Sinn und Zweck vor allem im Reha-Bereich erfüllen. Auch als Ausgangsposition für weitere Übungen oder als aktive Pause bietet sich die Plank an.

Wichtig dabei ist nur, dass man sie eben korrekt ausführt und nicht zu sehr uns Hohlkreuz rutscht. Das könnte dem Rücken und der Muskulatur der Körpermitte nämlich wieder mehr schaden als nützen.

Ansonsten solltest du in dein Training neben der Plank auch noch andere Übungen einbauen, die deine Core-Muskulatur stärken. Denn nur so schützt und stärkst du deine Wirbelsäule, verbesserst deine Haltung und beugst außerdem Rückenschmerzen vor. Viel Erfolg!