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Fastenzeit: Mit diesen 3 Tipps schaffst du es, auf Alkohol zu verzichten

Die Fastenzeit bietet den idealen Anlass, um mal auf Alkohol zu verzichten. Finde hier drei Tipps, wie das gelingen kann.

Alkoholverzicht
Der Verzicht auf Alkohol war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe. Foto: Getty Images/ lucentius

Vom 2. März bis zum 14. April ist Fastenzeit. Während zahlreiche Menschen auf tierische Produkte oder auf Zucker in dieser Zeit verzichten, ruft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) vor allem zum Verzicht von Alkohol auf. Die Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ soll dabei unterstützen. Warum sich das Alkoholfasten lohnt und wie du es durchhalten kannst, erfährst du hier.

Das BzgA unterstützt beim Verzicht auf Alkohol während der Fastenzeit

Regelmäßiger Alkoholkonsum schadet der Gesundheit. Das ist zwar lange kein Geheimnis mehr, viele Menschen scheinen sich jedoch vor dieser Wahrheit zu sträuben. Sie trinken zu jeder sich bietenden Gelegenheit und oftmals zu viel.

Burkard Blienert, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, meint in der Pressemitteilung zum Alkoholfasten: „Alkoholkonsum ist in unserer Gesellschaft nach wie vor zu präsent und wird zu oft verharmlost. Wer nicht mittrinkt, gilt häufig noch als ‚Spaßverderber‘. Dieses Denken sollte sich künftig ändern und das nicht nur zur Fastenzeit.“

Auf der Aktions-Seite „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung heißt es: „Deshalb ist es wichtig, ab und zu die eigenen Trinkgewohnheiten zu hinterfragen: Trinke ich zu viel? Warum trinke ich? Schmeckt es mir überhaupt? Was macht der Alkohol mit mir?

Um diese Fragen individuell zu beantworten, hat das BzgA die Fastenaktion „Kannst du ohne?“ ins Leben gerufen. Der sechswöchige Alkoholverzicht während der Fastenzeit soll aus einer risikoreichen Gewohnheit einen sorgenlosen Konsum machen.

Wer am Alkoholfasten teilnimmt, soll merken, dass es Alkohol nicht bei jeder Gelegenheit braucht und wie gut der Verzicht dem Körper sowie der Psyche tut. Unterstützung und Tipps zur Selbstmotivation finden Teilnehmer:innen sowohl auf der Website als auch im Newsletter sowie in den sozialen Netzwerken. Neben Ratgebern kann man hier auch zahlreiche Rezepte alkoholfreier Cocktails nachlesen.

6 Gründe, während der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten

Alkohol wird oftmals verharmlost, als Genussmittel eingestuft und vor allem mit seinen positiven Wirkungen (stimmungsaufhellend, anregend, euphorisierend) in Verbindung gebracht. Der Kommissarische Direktor des BzgA, Prof. Dr Martin Dietrich, findet dafür klare Worte:

„Alkoholische Getränke sind nicht harmlos, sondern immer mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Alkohol ist ein Zellgift und kann alle Organe schädigen. Daher steigt durch Alkoholkonsum das Risiko für zahlreiche Erkrankungen, darunter Leber-, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Außerdem kann der regelmäßige Konsum von Alkohol schleichend und unbemerkt zu Alkoholmissbrauch und einer Abhängigkeit führen.“

Nach Dietrich bietet die Fastenzeit die ideale Möglichkeit, eigene Gewohnheiten kritisch zu prüfen und dem Körper Zeit, sich zu erholen. Auf der Internetseite zur Aktion finden sich zudem sechs gesundheitliche Gründe, die für einen Alkoholverzicht während der Fastenzeit sprechen:

1. Besserer Schlaf

Zwar lässt Alkohol schneller einschlafen, uns in der Nacht aber auch häufiger aufwachen. Das macht uns gereizter, unruhiger und unkonzentrierter. Mehr zum Mythos Alkohol und Schlaf findest du hier.

2. Gewichtsverlust

Alkohol hat nicht nur viele Kalorien, sondern begünstigt auch Heißhungerattacken, da er den Blutzuckerspiegel niedrig hält. Was man gegen Heißhunger tun kann, liest du hier.

3. Normalisierter Blutdruck

Trinken wir Alkohol, lassen wir unseren Blutdruck temporär ansteigen. Wer regelmäßig trinkt, sorgt für einen dauerhaften Anstieg. Auf Alkohol während der Fastenzeit zu verzichten, sorgt dafür, dass sich der Blutdruck wieder normalisieren kann.

4. Besseres Hautbild

Alkohol entzieht der Haut Wasser und lässt sie dadurch schneller altern. Wer auf Alkohol verzichtet, sorgt dafür, dass der Teint strahlt und Augenringe sowie Hautunreinheiten verschwinden.

5. Gesündere Leber

Die Leber ist für den Abbau von Giftstoffen verantwortlich. Das heißt, sie baut auch Alkohol ab. Verzichten wir auf Alkohol, kann sie sich wichtigeren Aufgaben zuwenden und regenerieren, bevor sie irreparabel geschädigt wird. Wie viel Alkohol ausreicht, um die Leber zu schädigen, liest du hier.

6. Mehr Energie

Alkohol wirkt im ersten Moment euphorisierend und stößt Dopamin aus, dieser Effekt schlägt jedoch bald um und lässt uns und müde und niedergeschlagen fühlen. Wer auf Alkohol verzichtet, erspart sich dieses Auf und Ab. Der Hormonhaushalt normalisiert sich und gute Laune stellt sich bald schon ohne ein Glas Wein ein.

Wie schafft man es, auf Alkohol zu verzichten?

So einleuchtend die oberen sechs Gründe auch wirken mögen: Oft sind sie nicht Motivation genug. Versuchungen lauern an jeder Ecke. Niemand möchte gerne der:die Spaßverderber:in sein und manche Menschen üben sich in kräftiger Überzeugungsarbeit mit Sätzen wie: „Komm, nur ein Glas!“ Jetzt heißt es, standhaft bleiben – der eigenen Gesundheit zuliebe! Wie das gelingen soll? Wir hätten da drei Ideen:

Alternativgetränke überlegen

Für viele Menschen ist es völlig normal, sich einen Wein, ein Bier oder ein Sekt bei jedem noch so kleinen Anlass einzugießen. Es ist für sie zur Gewohnheit geworden. Gewohnheiten kann man jedoch durchbrechen.

Versuche es stattdessen mit außergewöhnlichen Getränken, die du dir ebenfalls in ein Sektglas eingießt. Oder mit alkoholfreiem Wein und Bier. Oder mit einem von zig Mocktails, welche du auch auf der Seite von „Alkohol? Kenn dein Limit.“ findest. Ich persönlich empfehle Lavendel- oder Rhabarberbrausen.

Führe Kalender

Nichts fühlt sich besser an, als sich ein Ziel zu setzen und es zu erreichen. Verstehe jeden Tag, den du auf Alkohol verzichtest, als Gewinn. Und diesen kleinen Gewinn solltest du feiern. Nein, nicht mit einem Getränk, sondern mit einem roten X in deinem Kalender. Bald schon wird sich eine rote Kette bilden und du wirst stolz auf dich sein, da du deinem Ziel immer näherkommst.

Tipp: Verzage nicht, wenn du während der Fastenzeit doch mal einen Ausrutscher erlebst. Das BzgA meint, dass man sich verzeihen sollte, wenn man in Gesellschaft doch mal ein Bier getrunken hat. Das ist lange noch kein Anlass, das komplette Vorhaben zu kippen.

Lerne Nein zu sagen

Es wird zahlreiche Menschen geben, die auf deinen Verzicht negativ reagieren. Sie werden dich womöglich als Spielverderber:in abstempeln oder dich für den Rest des Abends abschreiben. Das sollte dich jedoch nicht von deinem Vorhaben abbringen. Lerne deutlich Nein zu sagen und verfalle dabei nicht in Rechtfertigungsdruck. Du bist niemandem etwas schuldig, nur weil du gesund leben möchtest.

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