Im Darm finden sehr viele Prozesse statt. Er ist voll mit Bakterien, sowohl guten als auch schlechten. Damit wir nicht an Verdauungsproblemen leiden, müssen wir auf die Gesundheit unseres Darms achten. Die Ärztin Michaela Axt-Gadermann erklärt in ihrem Buch „Schlank mit Darm“, wie wir unseren Darm entgiften und uns wieder rundum wohlfühlen können.

So kannst du deinen Darm entgiften

Ihre Tipps, um den Darm zu entgiften, findest du hier. Bereit, alle zu lesen? Dann lass uns loslegen und und anschließend noch einmal genauer anschauen, wie die perfekte Darm-Ernährung aussieht.

1. Iss nicht immer das Gleiche

Bei dir landet jeden Tag das Gleiche auf dem Teller? Das könnte aus Sicht der Ärztin ein Fehler sein! Zumindest, wenn du deinen Darm entgiften willst. Denn in unserem Darm tummeln sich extrem viele unterschiedliche Bakterien, die wir auch mit einer abwechslungsreichen Ernährung füttern sollten.

gesunder darm anzeichen
Gesunder Darm: Anzeichen verraten, wie gut es deinem Organ geht. Foto: Lucia Romero/ Shutterstock

2. Setze auf die richtigen Nährstoffe

Es sind insbesondere die beiden Bakterien Bifido und Akkermansia, die unser Risiko für Entzündungen im Darm senken und damit dazu beitragen, dass wir uns fit und gesund fühlen. Doch weißt du, was sie brauchen? Besonders viele Ballaststoffe, Eiweiße und weniger Kohlenhydrate.

3. Iss zwei Äpfel pro Tag & zwar mit Schale

„An apple a day keeps the doctor away“ – diesen berühmten Spruch kennen wohl die meisten von uns. Und an ihm ist etwas Wahres dran. Für eine Darm-Entgiftung rät Axt-Gadermann nämlich, täglich einen Apfel mit Schale zu essen. Warum? Weil sich die guten Bifido-Bakterien nach 14 Tagen Apfelessen deutlich erhöhen.

Übrigens: Hier liest du mehr darüber, was passiert, wenn du jeden Tag einen Apfel isst.

Ein Apfel am Tag
Ein Apfel am Tag kann deinem Körper gut tun. Foto: Pornpak Khunatorn/ istock / Pornpak Khunatorn/ istock

4. Hör auf, Fruktose zu essen

Du willst deinen Darm entgiften? Dann solltest du deinen Fruktose-Konsum etwas reduzieren. Aber Vorsicht: Damit meinen wir nicht, weniger vom gesunden Obst zu essen, sondern weniger von künstlich hergestellten Süßigkeiten und Fertiggerichten, denen oftmals Fruktose zugesetzt wird.

5. Setze auf Prä- und Probiotika

Prä- und Probiotika sind wahre Gamechanger! So sind Präbiotika unverdaubare Nahrungsmittelbestandteile, die ein saures Milieu fördern, in dem sich Darmbakterien besonders wohlfühlen. Sie stecken vor allem in Gemüse, wie Artischocken, Chicorée, Zwiebeln, Schwarzwurzeln, Löwenzahn und Knoblauch. Probiotika hingegen sind Lebensmittel mit lebenden Bakterien, die unseren Darm stärken. Sie stecken vor allem in Joghurt, milchvergorenen Lebensmitteln, wie etwa Sauerkraut und Gurken oder Kefir.

Rote Bete
Rote Bete und Sauerkraut regen die Verdauung an. Foto: Unsplash /

Gebe dir und deinem Körper genug Ballaststoffe

Ballaststoffe brauchst du nicht nur im Zusammenhang mit ungesättigten Fettsäuren, komplexen Kohlenhydraten und Proteinen, um lange satt zu sein, sondern auch zur Unterstützung des Darmsystems. Sie sind gut für die Darmflora und unterstützen die natürliche Funktion. Viele Menschen nehmen nicht genug Ballaststoffe zu sich. In Deutschland liegt der tägliche Durchschnitt bei 22 Gramm, obwohl er bei 40 Gramm liegen sollte. Diese Lebensmittel haben viele Ballaststoffe:

  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Samen
  • Pilze
  • Obst/Gemüse

Diese Lebensmittel unterstützen die Entgiftung des Darms

Lebensmittel für einen gesunden Darm sind vor allem:

  • Resistente Stärke, die entsteht, wenn du Lebensmittel, wie Reis, Kartoffeln und Nudeln erhitzt, abwartest und sie schließlich kalt verputzt.
  • Filterkaffee, weil der positiv auf die Darmschleimhaut wirkt und für ein saures Milieu sorgt.
  • Fermentierte Lebensmittel wie Kimchi, die schlechte Darmbakterien verdrängen und die Guten fördern.

Diese Lebensmittel schaden deiner Darmflora

Doch es gibt natürlich auch viele Lebensmittel, Inhaltsstoffe und Medikamente, die unserer Darmflora schaden. Dazu gehören:

  • Zucker
  • Verarbeitete Lebensmittel
  • Antibiotika (Was dich nicht daran hindern sollte, sie zu nehmen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Jedoch solltest du sie nicht zu lange nehmen.)
  • Raffinierte Fette
  • Alkohol

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