Breite ausgefranste Nagelhaut steht jeder guten Maniküre im Weg und wird von vielen daher aus ästhetischen Gründen entfernt. Dabei erfüllt sie die wichtige Schutzfunktion, keine Keime in unser Nagelbett eindringen zu lassen. 

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass man regelmäßig seine Nagelhaut entfernt und pflegt, um den Nägeln ein natürliches Wachstum zu ermöglich. Denn eine besonders ausgeprägte und verklebte Nagelhaut kann den Nagel am Wachsen hindern. 

Doch Vorsicht: Die Prozedur an der empfindlichen Nagelhaut hält zahlreiche Fehlerquellen bereit. Wir zeigen dir, wie du in drei schonenden Schritten gesunde Finger und Nägel auch ohne professionelle Maniküre bekommst!

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Die Prozedur hält einige Gefahren bereit! Wir zeigen dir, was du tunlichst vermeiden solltest!(Photo: shutterstock/ progressman)

Nagelhaut entfernen – eine tricky Sache 

Du fragst dich, was daran so schwer sein soll, etwas Haut vom Nagel wegzunehmen? Das größte Problem stellt eine rabiate Vorgehensweise dar. Wer zu viel Nagelhaut wegnimmt, riskiert, dass die Haut an dieser Stelle umso mehr nachwächst. Gleiches lässt sich im Übrigen bei der Hornhautentfernung beobachten, die ebenso vorsichtig betrieben werden sollte.

Das Wichtigste ist demnach, nur das Nötigste zu entfernen und möglichst schonend vorzugehen. Nur so lassen sich schmerzende Risse und Entzündungen vermeiden

Nagelhaut entfernen: How its not done!

  1. Fehler Nummer eins bei der Nagelhautentfernung ist die Verwendung einer herkömmlichen Nagelschere. Die Gefahr, dass zu viel Haut weggenommen wird, sich Entzündungen bilden und die Haut noch mehr ausfranst, ist enorm.
  2. Fehler Nummer zwei besteht in der Verwendung professioneller Gerätschaften wie Fräser, die auch bei der Maniküre zum Einsatz kommen. Diese sind in den Händen von Laien allerdings noch mal gefährlicher für die Nagelgesundheit: Der Fräser kann die Nagelhaut einreißen und das gesunde Nachwachsen des Nagels nachhaltig beeinträchtigen
  3. Fehler Nummer drei besteht in der schlechten Angewohnheit, seine Nagelhaut abzukauen. Das sorgt insbesondere dafür, dass die Nagelhaut verwächst. Hilfe bieten spezielle Lacke, die in der Apotheke erworben werden können und die auch gegen das Fingernagelkauen helfen.

    Stop ’n‘ Grow 🛒 ist einer dieser Lacke. Er schmeckt widerlich, ist aber absolut unbedenklich.

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Die Pflege mit Creme oder Öl, wie beispielsweise Kokosöl, steht an oberster Stelle bei der Nagelhautentfernung.(Photo: shutterstock/ anastasiafotoss)

Nagelhaut entfernen: How its done!

Kein Kauen, keine Schere und kein Fräser, aber wie sollst du denn nun deine Nagelhaut entfernen? Wir zeigen dir, wie es in drei easy Schritten klappt. Dafür brauchst du lediglich einen Nagelhautentferner oder ein Nagelöl, die bekommst du in jeder Drogerie. 

Anfänger können zusätzlich auf Rosenstäbchen setzen und Fortgeschrittene können auf eine Hautzange setzen, um die Nagelhaut vorsichtig zurückzuschieben oder zurückzuschneiden. 

Schritt 1: Die Vorbereitung

Wie bei der Hornhautentfernung wäre es fatal, ohne Vorbereitungen in die Prozedur einzusteigen. An erster Stelle, wenn du deine Nagelhaut entfernen möchtest, steht daher immer ein warmes Hand- oder Fußbad – je nachdem, welche Nägel du behandeln möchtest. Dieses sorgt dafür, dass die Nagelhaut weich wird und erleichtert die Entfernung.

Nach dem Fußbad sorgen Öl oder der Nagelhautentferner dafür, dass die Haut noch weicher wird. Trage das Produkt deiner Wahl dafür einfach auf und lasse es einwirken.

Übrigens: Statt auf Nagelpflegestifte kannst du auch auf Kokos-Öl, Jojoba-Öl oder das Beautywundermittel Oliven-Öl setzen. 

Schritt 2: Das Eingemachte

Nun geht es ans Eingemachte! Im zweiten Schritt wird der Nagelhaut der Garaus gemacht. Die Haut ist nun perfekt vorbereitet und kann sanft mit einem Rosenholzstäbchen zurückgeschoben werden. Wem das nicht reicht, der setzt nun schonend die Nagelhautzange an, die es in jeder Drogerie zu kaufen gibt. Die filigrane Schere schützt vor Verletzungen und kann überschüssige Haut sanft entfernen.

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Cremen, Cremen, Cremen heißt die Devise immer dann, wenn es um schöne Haut geht.(Photo: shutterstock/ evrymmnt)

Schritt 3: Die Pflege

Wer seine Nagelhaut entfernt, wird um die anschließende Pflege nicht herumkommen. Denn nur, wer seine Haut ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, hält sie glatt und geschmeidig. Wer sich täglich seine Handcreme einmassiert, wird zudem weniger mit hartnäckiger Nagelhaut zu kämpfen haben.

Nach der Nagelhautentfernung bietet es sich besonders an, den Übergang vom Nagel zum Finger mit Öl zu verwöhnen. Massiere das Öl hierfür am besten vor dem Schlafengehen ein. Wer seine Bettwäsche nicht versauen möchte, kann zusätzlich auf Baumwollhandschuhe setzen

Probleme mit entzündeter Nagelhaut? Cremes mit Kamille oder Mandel-Öl spenden nicht nur Feuchtigkeit, sondern beruhigen die gereizte Haut zudem. 

Besser eine ruhige Hand, um Nagelhaut zu entfernen 

Wer seine Nagelhaut selbst entfernen möchte, sollte viel Geduld mitbringen, um Entzündungen und Verhornungen zu vermeiden. Mit der richtigen Vorbereitung, den richtigen Utensilien und einer ausgiebigen Pflege kann die Prozedur allerdings auch wunderbar von zu Hause aus gelingen. 

Mehr zum Thema: Lies hier, wie du deine Nägel pflegst und wie du deine Nägel richtig lackierst, sodass sie wie frisch vom Profi aussehen! Fehlt dir die nötige Inspiration? Das sind die Nageltrends 2020!