Du hast manchmal Periodenschmerzen, allerdings ohne deine Periode zu haben? Auch wenn der Gedanke an die Periode bei derartigen Schmerzen meist als Erstes in den Sinn kommt, können ganz andere Gründe dahinterstecken. Diese Anzeichen deines Körpers solltest du auf keinen Fall ignorieren. wmn erklärt dir, was tatsächlich dahintersteckt. 

Periodenschmerzen ohne Periode: Die Ursachen

Kennst du das auch? Manchmal krampft sich der Unterleib zusammen und es fühlt sich an, als hättest du deine Periode. Allerdings müssen periodenartige Schmerzen nicht immer die tatsächliche Periode als Ursache haben. Laut Expert:innen gibt es fünf weitere medizinische Gegebenheiten, deren Symptome periodenartige Schmerzen sein können. Diese stellen wir dir im Folgenden vor. 

Frau mit rotem Pulli hält Blumen
Auch durch Stress können Krämpfe entstehen. Foto: Pexels / Anna Shvets

1. Endometriose  

Laut Definition ist eine Endometriose eine der häufigsten Unterleibs-Erkrankungen bei Frauen. Die Ursache ist die Ansiedlung von Gewebe außerhalb der Gebärmutter, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt. 

Expert:innen sagen, dass starke Periodenschmerzen ein Symptom von Endometriose sind. Allerdings können bei einer Endometriose die Schmerzen den ganzen Zyklus über aufkommen. Tatsächlich gibt es aktuell noch keine Heilung einer Endometriose und die Diagnose erfolgt nicht immer sofort. 

2. Reizdarmsyndrom 

Das Reizdarmsyndrom betrifft den Verdauungstrakt. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ob ein Reizdarm entsteht. Zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektionen oder psychische Ursachen. Dabei können periodenartige Schmerzen auftreten sowie ein Blähbauch und Magenprobleme. Meistens werden beim Reizdarmsyndrom die Muskeln im Magen dabei übermäßig angeregt, was zu Krämpfen führen kann. 

3. Pelvic Inflammatory Disease (PID) 

Darunter versteht man entzündliche Erkrankungen des oberen Genitalbereiches bei weiblichen Personen. Eine Ursache dafür können sexuell übertragbare Krankheiten sein. Die Symptome können außerdem ähnlich zu denen einer Blasenentzündung sein. Deshalb ist es wichtig, sich bei regelmäßigen Periodenschmerzen ohne Periode auf eventuell sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen. Im Falle einer Pelvic Inflammatory Disease sollten sich auch Sexualpartner:innen behandeln lassen. 

4. Eine Schwangerschaft  

Kommt eventuell eine Schwangerschaft in Frage? Denn periodenartige Schmerzen sind ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft.  

Sobald der Körper einer Person beginnt, Schwangerschaftshormone zu produzieren, hört die Periode auf. Bei manchen Menschen kann es jedoch auch während der Schwangerschaft zu leichten Blutungen und Krämpfen kommen, wenn die Periode eigentlich fällig wäre.

Dr. Patricia Zabala (Institut Marques)

Krampfartige Symptome sind normalerweise in einer Schwangerschaft unbedenklich, sollten allerdings weitere Symptome hinzukommen, solltest du dies mit deinem Arzt oder deiner Ärztin abklären. 

5. Du bist gestresst  

Stress kann bekanntlich sämtliche körperliche Symptome hervorrufen. Laut Expert:innen kann Stress den Teil unseres Gehirns beeinflussen, der dafür verantwortlich ist, Hormone zu produzieren. Das kann dazu führen, dass sich unser Menstruationszyklus verändert und zum Beispiel deine Krämpfe schlimmer werden. Expert:innen raten daher bei Stress vorzeitig einzugreifen und achtsam zu sein.  

So könntest du zum Beispiel einen Spaziergang machen oder Atemübungen praktizieren, um deinen Stress loszuwerden. Auch Meditationseinheiten lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren, um etwas mehr Entspannung zu bekommen. 

Frau liegt auf Sofa
Wenn du dir unsicher bist, woher deine Schmerzen kommen, lass es ärztlich abklären. Foto: Pexels / Margarita

Fazit: Periodenschmerzen ohne Periode können verschiedene Ursachen haben 

Von ganz normalem Alltagsstress bis hin zu verschiedenen Erkrankungen: Periodenartige Schmerzen können aus verschiedenen Gründen auftreten. Wichtig ist, dass du auf deinen Körper und auf dein Gefühl achtest und bei wiederkehrenden Schmerzen ärztliche Beratung hinzuziehst, um die Ursachen abzuklären sowie eine Behandlung anzustreben. 

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