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Namen ändern bei der Hochzeit: Ist das noch zeitgemäß?

75 Prozent aller Frauen übernehmen nach der Hochzeit den Namen ihres Mannes. Ist eine Namensänderung noch zeitgemäß oder solltest du deinen Namen behalten?

Verliebtes und fröhliches Pärchen am Strand
Auch heute noch geben viele Frauen ihren Nachnamen bei der Hochzeit ab. Wir sagen dir, warum du diese Entscheidung vielleicht noch einmal überdenken solltest.(Foto: FW) Source: Pexels

Früher war bei der Hochzeit die Namensänderung der Frau keine Frage: Bis 1976 musste jede Frau den Namen ihres Mannes übernehmen. Heutzutage ist das anders, du kannst zwischen verschiedenen Varianten wählen: Entweder du nimmst den Namen deines Mannes an, ihr einigt euch auf einen Doppelnamen, dein Partner übernimmt deinen Namen oder jeder von euch behält seinen eigenen Nachnamen. Doch was spricht dagegen, den Namen des Mannes zu wählen?

Keine Namensänderung bei der Hochzeit - das spricht dafür

Es gibt verschiedene Gründe, warum du bei der Hochzeit deinen Nachnamen behalten solltest – unabhängig davon, ob dein Partner deinen Namen übernimmt, oder seinen Namen behält.

  • Hast du dir in deinem Beruf und in deiner Branche bereits einen Namen gemacht, kann es durchaus sinnvoll sein, ihn zu behalten. Viele prominente Frauen aus Sport und Unterhaltung machen es vor. Der Name wird zum Markenzeichen. 
  • Vielleicht möchtest du deinen Familiennamen weitergeben. Manchmal stirbt der er nämlich aus, wenn du Einzelkind bist und den Namen deines Mannes annimmst.
  • Häufig ist der Nachname auch ein Teil deiner Identität. Diese Identität möchtest du nicht aufgeben, nur weil du heiratest. Wenn deine Eltern nach deiner Geburt geheiratet haben, würde der Nachname nach der Namensänderung nach deiner Hochzeit komplett aus den Unterlagen verschwinden.
  • Auch das Thema Gleichberechtigung spielt eine Rolle. Wieso sollte dein Mann nicht deinen Namen übernehmen? Ob die Namenswahl wirklich die Gleichberechtigung beeinflusst, musst jede Frau für sich entscheiden. 
Mr. und Mrs. Aufsteller auf einem Holztisch
Ein gemeinsamer Nachname ist ein Indikator für Zugehörigkeit, aber muss es immer der Name des Mannes sein?(Photo: Pexels)

Warum eine Namensänderung bei der Hochzeit trotzdem eine gute Lösung ist

Lass dich nicht verunsichern: Wenn du gerne den Namen deines Mannes übernehmen willst, dann bist du deshalb nicht gleich altmodisch oder weniger emanzipiert. Es gibt auch gute Gründe, die dafürsprechen, deinen Namen zu ändern.

  • Gehst du den Bund der Ehe ein, ist das ein Bekenntnis zu deinem Partner. 
  • Eine eigene Familie sollte einen gemeinsamen Namen haben. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob du den Namen deines Mannes annimmst oder umgekehrt. Ein Doppelname kann ein Kompromiss sein.
  • Ganz pragmatisch: Gefällt dir der Name deines Ehepartners einfach besser, dann solltest du über eine Namensänderung nachdenken. 
  • Behält jeder seinen eigenen Nachnamen, steht bei der Geburt eures ersten Kindes die nächste Entscheidung an. Dann müsst ihr euch festlegen, welchen Nachnamen eure Kinder zukünftig tragen. 


Fazit: Besprich die Namensänderung mit deinem Partner

Führt die Frage nach der Namensänderung bei der Hochzeit zum Streit mit deinem Partner, steht eure Ehe von Anfang an unter einem schlechten Stern. Aus diesem Grund solltest du dich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen und die Frage mit deinem Partner diskutieren. Vielleicht ist es deinem Partner egal, welchen Nachnamen er zukünftig trägt. Liegt dir viel daran, könnt ihr beide unter deinem Namen verheiratet sein. Wenn du das Gefühl hast, eine Vernunftverziehung einzugehen, könnte dich dieser Artikel interessieren.

Autor: Nicole Hery-Moßmann