Es scheint einen neuen Impftrend in Mode zu kommen: Impfen Light. Da die Welt nicht schnell genug wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus herstellen kann, müssen die Regierungen das Zeug nun auf einen längeren Zeitraum strecken. 

Corona-Mutation & nicht genug Impfstoff

In Russland hat Wladimir Putin die Idee bereits für gut befunden, seinen Impfstoff Sputnik V Light in ärmere Länder zu verkaufen, wobei es jeweils vorerst nur eine Impfung geben soll, obwohl die eigentlich vorgegebene Dosis zwei Spritzer sind. 

Auch in Großbritannien scheint diese Idee immer mehr Anklang zu finden. Hier wütet nämlich gerade eine Mutation des Virus, die die Menschen auf der Insel und das Gesundheitssystem komplett überlastet. Die Krankenhäuser sind voll mit Coronapatienten, so die Tagesthemen gestern Abend um 23:30 Uhr. 

Diese Nebenwirkungen sind bereits von den Corona-Impfungen bereits bekannt.

Impfen Light: Kann das helfen?

Es gibt einfach nicht genug Impfstoff für alle. So entscheidet man sich schlicht und einfach dafür, die zweite Spritze erst dann zu geben, wenn mehr Impfstoff verfügbar ist. Erst einmal gehe es darum, so viele Menschen wie möglich zu impfen. Aber ob das eine gute Idee ist? Schließlich ist der Impfstoff ja auch diese Art der Impfung ausgelegt. Alles andere ist unerprobt und riskant. 

John Robertson von der Universität in Nottingham sieht darin vor allem die Gefahr, dass sich das Virus auf diese Weise noch verschlimmern könnte, so sagte er gestern in den Tagesthemen (23:30). Patienten könnten nach “halben” Impfung eine Mutation ausbilden, die resistent gegen den Impfstoff ist. Wenn sich eine solche Mutation verbreiten würde, wäre all die Arbeit des letzten Jahres zunichte und man müsste sich auf die Suche nach einem neuen Impfstoff machen. Robertson sagt selbst, dass das Risiko, eine solche Mutation zu bilden, niedrig sein mag. Aber wenn es dazu käme, wären die Auswirkungen katastrophal.

Die Corona-Mutationen führen dazu, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen müssen. 

In Deutschland ist die Organisation der Impfungen sehr schwierig. Ein 93-Jähriger kann beispielsweise nicht geimpft werden, weil die Post nicht kam.

Warum du keinen Alkohol trinken solltest, wenn du dich gerade hast impfen lassen.