Die Corona-Mutationen tragen die sperrigen Namen B.1.1.7 und 501.V2 – und könnten unser Leben noch für lange Zeit beeinflussen.

Denn, wie verschiedene Studien belegen, ist die britische Mutation B.1.1.7 mindestens 50 Prozent ansteckender als die bisherige Variante. Und auch das südafrikanische Pendant 501.V2 überträgt sich rasant. Warum genau diese neuen Entwicklungen eine höhere Impfquote nötig machen, erklären wir dir hier.

Corona-Mutationen erfüllen WissenschaftlerInnen mit Sorge

Generell ist es ganz normal, dass sich Viren im Laufe der Zeit genetisch verändern. Seit Beginn der Pandemie wurden sogar über 12.000 verschiedene Varianten des Coronavirus gezählt. Doch B.1.1.7 und 501.V2 verbreiten sich laut bisherigen Erkenntnissen der WissenschaftlerInnen so schnell, dass Grund zur Sorge besteht.

Zwar sind die neuen Varianten wohl nicht gefährlicher, doch wenn sich mehr Menschen in deutlich kürzerer Zeit dem Coronavirus infizieren, wird es auch zu mehr schweren Krankheitsverläufen, Todesfällen und überfüllten Krankenhäusern kommen.

Noch mehr Impfungen nötig, aber …

Das bedeutet: Da das Virus ansteckender ist, müssen sich auch mehr Menschen impfen lassen, um die nötige Herdenimmunität zu erreichen. Bisher ist man davon ausgegangen, dass eine Impfquote von 70 Prozent genügt, um die Herdenimmuntät zu erreichen. Nun muss sie noch höher sein. Das macht auch Biontech-Chef Ugur Sahin deutlich: „Wenn das Virus die Menschen noch effizienter ansteckt, braucht man unter Umständen eine höhere Impfrate, um sicherzugehen, dass das normale Leben ohne Lockdowns und Unterbrechungen fortgesetzt werden kann“, sagte er gegenüber dem Fernsehsender ntv.

Im Video: Kanzlerin Merkel erklärt, was passiert, wenn sich die Mehrheit nicht impfen lässt.

Die gute Nachricht: Nach bisherigen Erkenntnissen scheinen die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie von Moderna auch gegen die Corona-Muatationen zu wirken. Und auch die neuesten Umfrage-Ergebnisse von ARD-DeutschlandTrend geben Anlass zur Hoffnung. So hat sich die Impfbereitschaft, um 17 Prozentpunkte erhöht. 54 Prozent gaben an, „auf jeden Fall“ eine Impfung zu wollen. 21 Prozent erklärten, sich „wahrscheinlich“ die Vakzine verabreichen zu lassen.

Doch wir haben ein großes Problem: Es gibt einfach nicht genug Impfstoff. Frühestens im Sommer soll laut Gesundheitsminister Spahn jedem ein Impfangebot gemacht werden können. Und dazu kommt: Noch ist nicht klar, ob der Corona-Impfstoff auch vor einer asymptomatischen Übertragung schützt. Dann könnte es Corona für immer geben, erklärt ein Virologe.

Übrigens: Alkohol und eine Corona-Impfung ist keine gute Kombination. Experten warnen jetzt davor, vor und nach der Injektion etwas zu trinken. Wir erklären, warum. Und: Wann entfaltet die Corona-Impfung tatsächlich ihre komplette Wirkung? Darüber gibt es unterschiedliche Aussagen. Ein Experte klärt auf.