Kanye West beweist uns und der Welt beinahe jeden Tag aufs Neue, dass sein Größenwahn keine Grenzen kennt. Der 33-jährige Rapper, Designer, Produzent und Lebenskünstler hatte sich vor zwei Wochen dazu entschieden, Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika abzulösen. Die Welt hielt für kurze Zeit den Atem an.

Die erste Wahlverstanstaltung läuft etwas aus dem Ruder

Kanye ist Entertainer durch und durch. Wir hätten davon ausgehen müssen, dass seine Wahlveranstaltungen pures Entertainment werden. Die erste wurde am Wochenende in South Carolina abgehalten und hielt einige Überraschungen in petto. 

Der 43-jährige brach zwichenzeitlich in Tränen aus. Teilweise aus Rührung, teilweise aus Schuld. Er sagte beispielsweise, dass seine eigene Mutter ihm das Leben gerettet habe. Aber er selbst beinahe seine Tochter getötet habe. Er habe bei seiner Tochter nämlich anfänglich auf eine Abtreibung gepocht.

Und so gingen die Spekulationen los.

Die Inhalte von Kanyes Wahlkampf

Drei Wochen lang haben die Fans darauf gewartet, dass Kanye seiner großen Ankündigugn Taten folgen lässt. Jetzt hat er endlich seine erste Wahlveranstaltung abgehalten und seine Themen auf die Agenda gebracht. Auf Wikipedia wird seine Wahlkampagne mit all seinen politischen Themen bereitsgestellt. Er behandelt hier unter anderem diese Themen:

  • Abtreibungsgesetze
  • Black Lives Matter
  • Gerechtigkeit im Strafgesetz (Zusaztartikel 13)
  • Nachhaltigkeit & Umwelt
  • Bildung
  • Waffengesetze und bessere Kontrolle
  • Sozialleistungen (vor allem für Schwarze)

Bis vor kurzer Zeit war Kanye noch Unterstützer der Trump-Regierung. Er ließ sich oft genug mit dem rechtspopulistischen Präsidenten der Vereinigten Staaten ablichten. Nun hat er sich jedoch von Trump abgelewandt und kämpft auf seine eigene Weise für Black Lives Matter.

Kanye als Präsident: 6 Argumente für ihn

Kanye West ist zugegebenermaßen nicht der erste, an den man denkt, wenn es um zuverlässige Politikerarbeit geht. Aufschneider, Genie, Marketingguru und Stilikone. Sowas würde vielleicht eher zu seiner Persönlichkeit passen. 

Doch warum eigentlich nicht? Bis zur Wahl am 03. November ist noch massig Zeit. Bis dahin kann Kanye sich noch zig-mal umentscheiden. Wir zeigen 6 gute Gründe, warum er das Zeug dazu hat.

1. Kanye West hat keine Ahnung von Politik.

Stimmt wohl. Der junge Kanye hatte in seiner Karriere noch nicht viel mit Politik zu tun. Sein professionelles Leben drehte sich bis jetzt zum großen Teil um Rap, Style und Selbstvermarktung.

Frischer Wind im Weißen Haus? Kann sein, dass der mit Kanye West auf dem eisernen Thron der Vereinigten Staaten zu wehen beginnt. Die USA ist noch immer das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dass ein Immobilienhai wie Donald Trump auf den Chefsessel darf, zeigt das nur zu deutlich.

Und wer erinnert sich noch an die Präsidentschaftskandidatur von Joe Exotic, dem Tiger King? Auch wenn er die Wahl nicht gewann, sagt es doch einiges über das Land aus, wie weit er gekommen ist. 

Donald Trump & Kanye West
Donald Trump unterstützt Kanye.(Photo: imago images/Starface/MediaPunch)

2. Kanye West ist viel zu aufbrausend, um Politiker zu werden.

Sicher kennt jeder noch Kanyes legendären und allseits gefürchteten Ausraster bei den MTV Video Music Awards im Jahr 2015, wo er sich lautstark und auf unfassbar unsympathische Weise gegen Taylor Swift als Gewinnerin und für Beyonce aussprach. Eine Peinlichkeit? Vielleicht. Ein wichtiger Schritt in Richtung Politik? Sicherlich.

Aufbrausendes Verhalten wird bei Politikern oft als ‘passionierte Meinungsvertretung’ verstanden. Somit hat Kanye, wenn er sich in politischen Themen ähnlich weit aus dem Fenster lehnt, vielleicht gute Chancen.

Kanye West
Wenn Kanye West etwas kann, dann sich selbst in Szene setzen.(Photo: imago images/Greatstock)

3. Kanye West ist der King of Selbstvermarktung.

Wenn ein amerikanischer Präsident eines haben muss, dann ist es ein überbordendes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit andere Menschen von seinen Skills zu überzeugen. Donald Trump hatte vor seiner Präsidentschaftskandidatur auch nicht viel mit Politik zu tun. Und siehe da: Seine Bemühungen auf Facebook und Twitter brachten ihm dennoch den Sieg ein. 

4. Kanye West ist ein Twitter-Gott.

Wer heutzutage in die Wall of Fame der Amerikanischen Präsidenten aufgenommen werden möchte, der kommt an Twitter nicht vorbei. Und das macht Kanye schon sehr gut. Derzeit kann er 29,5 Millionen Follower sein Eigen nennen. Seine Frau Kim Kardashians hat ganze 65,5 Millionen Follower. Solange die beiden sich unterstützen, sind das fast 100 Millionen Follower!

Selbst Donald Trump, derzeit wohl der bekannteste Twitterer, kann sich nur auf seine 30,7 Millionen Follower verlassen. Seine Frau Melania kann das Steuer mit ihren mickrigen 1,2 Millionen auch nicht mehr herumreißen.

Kim Kardashian mit Kind
Kim Kardashian wäre als First Lady die stylischste Wahl, die es gibt.(Photo: imago images/Reporters)

5. Kanye West hat die coolste Familie ever.

Wer ins Weiße Haus eintritt, der braucht eine spannende und etwas verschrobene Geschichte. Na gut, die Saubermänner (und -frauen) des Obama-Clans passten da nicht sonderlich gut rein. Die Trumps hingegen sind eine Familie, wie sie im Handbuch der Kuriositäten zu finden wäre: 

Donald, der kürbisgelbe Aufschneider, Melania, das Püppchen, das für ihren Ehemann ihren Namen ändern ließ. Donald fiel es nämlich zu schwer, den Namen Melanja auszusprechen. Ivanka Trump und Jared Kushner sehen aus wie Abziehbilder aus dem Film Die Frauen von Stepford. Schaurig schön.

Die West-Familie würde sich im Weißen Haus nicht nur pudelwohl fühlen, sondern sie würden die 132 Räume des Anwesens auch gekonnt mit Leben füllen. Die First Lady, Kim Kardashian, könnte sogar mit Keeping up with the Presidents eine neue Ära der amerikanischen Fernsehgeschichte einleiten.

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Kanye West und Donald Trump sind schon jetzt gute Kumpels.

6. Vitamin B wird Kanye West auch helfen.

Kanye und Donald sind schon jetzt gute Kollegen. Im Oktober 2018 war Kanye bereits im Oval Office zugegen und hat mit Trump ganz casual über Politik und Wahlkämpfe gequatscht.

Seitdem er seinen eigenen Namen in den Topf der Präsidentschaftskandidaten geschmissen hat, äußerten sich auch andere bekannte Gesichter. Der Tesla-Chef Elon Musk beispielsweise denkt, dass Kanye vor allem bei jungen schwarzen Wählern einen Stein im Brett hätte.

Kanye West als Präsident? Erstmal abwarten.

Die Stimmung in den USA ist derzeit noch immer sehr vergiftet. Die Rassismusdebatte, die nach dem Tod von George Floyd angestoßen wurde, ist noch lange nicht ausgestanden. In diesen Serien wird dir das Thema Rassismus nähergebracht.

Auch in anderen Ländern geht es heiß her. Russlands Präsident Vladimir Putin hat gerade eine Verfassungsänderung durchgeboxt, die ihn auf Lebenszeit in seinem Amt bleiben lässt.