Das National Occupational Standards (NOS) legt die britischen Leistungsstandards fest, die von den Menschen bei ihrer Arbeit erwartet werden, sowie die Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie für eine effektive Leistung benötigen. Für Friseur:innen in England hat das NOS nun beschlossen, dass die Behandlung von Afro Haaren zur Grundausbildung gehören muss, da es in der Vergangenheit nur wenige Angebote für Menschen mit Afro Haaren gab.

Diversity bei Friseurausbildung

Das wird sich nun Dank der NOS für Friseur:innen ändern:  „Wir müssen die Bedürfnisse der vielfältigen, britischen Gemeinschaft erfüllen.“ England soll nur der erste Schritt sein, so möchte die NOS auch andere Organisationen und damit andere Länder dazu bewegen, ihre neuen Standards auch in ihre Lehrpläne mit einfließen zu lassen.

Bereits vor zwei Jahren drängte der Britisch Beauty Council und die Haar– und Schönheitsindustrie, Änderungen bezüglich der Diversity vorzunehmen.

So sagte die CEO von British Beauty Council Helena Grzesk, im Juli zur britischen Zeitung Metro: „Zehntausende von Friseur:innen haben keine Qualifikationen, wenn es um das Schneiden und Stylen von Afro Haaren geht. Unser Ziel ist es, dass sich jeder in der Schönheitsindustrie gesehen, gehört und geschätzt fühlt.“

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Viele Friseur:innen haben keine Qualifikationne mit Afro Haaren. Foto: imago images/Westend61 /

Großer Schritt für England

Die Änderung der NOS-Standards ist für England ein großer Schritt, denn nun müssen auch Arbeitgeber:innen die vielfältige Gemeinschaft in England nicht nur widerspiegeln, sondern auch sicherstellen, dass alle Angebote frei verfügbar sind und das unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht oder Identität. Es wäre schön auch in Zukunft andere Länder zu sehen, die sich England anschließen.