McDonald’s hat vor wenigen Tagen seinen 50ten deutschen Geburtstag gefeiert. Am 06. Dezember eröffnete die erste deutsche McDonald’s-Filiale in München. Heute gibt es alleine in Deutschland beinahe 1.500 McDonald’s-Filialen. In den USA gab es bereits im Jahr 1848 die erste McDonald’s-Filiale. Heute gibt es dort mehr als 13.600 Filialen.

Insgesamt macht die Mega-Kette gut 21 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr weltweit. Wir wollen auf die Anfänge von McDonald’s zurückschauen. Die ersten Gehversuche eines Hamburgers waren nämlich noch ganz anders als heute.

McDonald’s damals vs. heute

Die erste McDonald’s-Filiale wurde im Jahr 1948 in San Bernardino, Kalifornien eröffnet. Das Angebot war hier noch sehr viel kleiner als heute. Es gab nur ein Menu, das aus drei Dingen bestand: Ein Burger, eine Portion Pommes und eine Cola. Das Menu gab es nur zum Mitnehmen und man bekam es in einer kleinen Papiertüte, die bis heute noch legendär ist.

Das Menü gab es für 15 Pennies zu kaufen. Beworben wurde es mit „McDonald’s Famous Hamburgers – Buy them by the bag.“

15 Pennies für ein ganzes Burger-Menu klingt wahnsinnig günstig. Heute kostet ein Menü bei McDonald’s 8,79 Euro (McMenü® 6 Chicken McNuggets®) bis (12,09 Euro McMenü® Signature Bacon & Spiegelei Beef). Die heutigen Menüs sind aber wohl kaum mit dem aus dem Jahre 1948 vergleichbar, denn sie sind viel größer.

Ich will dennoch versuchen, das ehemalige Hamburger-Menu (15 Pennies) mit einem heutigen Royale TS-Menu zu vergleichen (9,29 Euro). In den USA sind die Burger-Menüs übrgigens auch heute noch sehr viel günstiger als bei uns in Deutschland. Das günstigste Menü, das Double Cheeseburger-Meal, kostet hier 4,71 Dollar.

Der McDonald’s-Burger sieht jetzt ganz anders aus. Credit: IMAGO / Hans Lucas

Das ursprüngliche Hamburger-Meal von McDonald’s bestand aus einem Hamburger, einer Portion Pommes und einer Cola. Das Royale TS-Menu besteht aus einem Royale TS, einer großen Cola und einer großen Pommes.

  • kleine Pommes: 234 kcal
  • große Pommes: 486 kcal
  • kleine Cola (0,25 Liter): 105 kcal
  • große Cola (0,5 Liter): 210 kcal
  • Hamburger: 260 kcal
  • Royale TS: 566 kcal

Das ursprüngliche Menü hatte also gut 599 kcal. Die heutige Version beinhaltet 1.262 kcal. Die Kalorienanzahl eines McDonald’s-Menus hat sich also fast verdoppelt.

Wie sieht das mit dem Preis aus?

In den letzten Jahrzehnten hat es eine harte Inflation in den USA und auch in Deutschland gegeben. Im Jahr 1948 hat ein Burger-Menu noch 15 Pennies gekostet. Heute kostet es in den USA 4,71 Dollar. Das klingt als hätte McDonald’s die Preise sehr angezogen. Doch stimmt das überhaupt? Rechnet man die Inflation mit ein, die in den letzten 73 Jahren über das Land kam, sieht das schon ein bisschen anders aus.

Die Inflation des Dollar hebt den McDonald’s Preis

Ein Dollar in den 1948er Jahren ist heute äquivalent zu 11,53 Dollar. Das ist eine Inflation von 10,53 Euro. Laut Inflation Calculator hatte der Dollar jedes Jahr eine Inflationsrate von 3,41 %. Insgesamt gab es in 73 Jahren also eine Inflation von 1.053,31%.

Das bedeutet, dass die Preise heute gut 11,53 Mal teurer sind also noch vor 73 Jahren. Oder andersherum gesagt: Mit einem Dollar kann man nur gut 8,67 % von dem kaufen, was man damals kaufen konnte.

Hat McDonalds die Preise gerechtfertigt angezogen?

Bei McDonald’s wurden die Preise also massiv angezogen, aber liegt das nur an der Inflation im Land? Inflationsbereinigt müsste ein Burger von McDonalds 11,53 Mal teurer sein als im Jahr 1948.

15 Pennis x 11,53 = 1,72 Dollar

Ein Burger-Menü dürfte heute inflationsbereinigt rein rechnerisch also gut 1,72 Dollar kosten. Er ist aber mit mindestens 4,72 Dollar mehr also doppelt so teuer.

Damals vs. heute: McDonald’s hat sich ziemlich verändert

Wie jeder Konzern ist McDonald’s gewachsen und hat neue Tricks herausgefunden, um seine Produkte an die Frau und den Mann zu bringen. Heute bekommen wir in einem McDonald’s Menu viel mehr. Die Kalorienanzahl hat sich in einem Menü mehr als verdoppelt. Das hat sich jedoch auf den Preis ausgeschlagen. Selbst inflationsbereinigt kostet ein Burger-Menu in den USA noch doppelt so viel wie damals.

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