Der Wecker klingelt früh, viel zu früh und da dämmert es uns: Montag … schon wieder. Und das heißt: Arbeiten … schon wieder. Umfragen zufolge geht nur jede:r Zweite gerne zur Arbeit. Grund dieser massenhaften Unzufriedenheit unter den Arbeitnehmer:innen ist nicht selten die Führungsperson, aber auch die mangelnde Wertschätzung auf der Arbeit. Dabei braucht es gar nicht viel, um eine empathische und wertschätzende Atmosphäre im Job zu schaffen! Wir zeigen dir fünf Tricks, die dein Arbeitsleben nachhaltig verbessern und dich Montag schneller aus dem Bett kommen lassen…

Wein & Weiber ist der Podcast zum wmn-Magazin. In dieser Folge sprechen Mona & Lisa über ihre liebsten Business-Hacks.

Wertschätzung auf der Arbeit kommt bei vielen zu kurz

Im Jahr 2019 führte das Meinungsforschungsinstitut Forsa zusammen mit der Managementberatung Porsche Consulting eine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Die Ergebnisse sind vernichtend: Unter den 1001 Interviews gab jede:r Zweite an, nicht gerne zur Arbeit zu gehen. Zumeist wurde der Chef oder die Chefin als Grund für die Unzufriedenheit genannt, die ihren Mitarbeiter:innen zu wenig Aufmerksamkeit, Empathie und Wertschätzung auf der Arbeit entgegenbringen.

Übrigens: Die Kritik trifft männliche Chefs eher als weibliche Führungspositionen. So werfen beispielsweise 30 % der Befragten ihren männlichen Chefs vor, diese würden zu selten loben. Dagegen wird nur 26 % der weiblichen Vorgesetzten dieser Vorwurf gemacht. Auch meinen die Befragten, dass nur 25 % der Chefinnen Informationen vorenthalten, wohingegen das auf 29 % der Chefs zutrifft.

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Angestellte bemängeln vor allem, dass ihr Chef oder ihre Chefin zu wenig Zeit in das Team investieren. Credit: IMAGO / Addictive Stock

Dr. Wolfgang Freibichler ist Partner bei Porsche Consulting und nennt Lösungsansätze, um das Ungleichgewicht von Führungspersonen und ihren Mitarbeitenden wieder herzustellen: „Vorgesetzte müssen ihr Steuerungsverhalten ändern und sich voll auf ihr Team konzentrieren, statt ihre Zeit hauptsächlich in Konferenzen und Gremien zu verbringen. Zugleich sollten sie für ihre Mitarbeiter maximalen Freiraum für die Gestaltung ihrer Aufgaben schaffen. Und ganz wesentlich sind die menschlichen Aspekte – Nähe, Verständnis, Einfühlungsvermögen und Rückendeckung.“ 

Empathie und Wertschätzung auf der Arbeit: So klappts

Auch die TikTokerin @shadezahrai weiß, wie wichtig Empathie und Wertschätzung auf der Arbeit sind. Auf ihrem TikTok-Account teilt die Karriere-Coachin regelmäßig hilfreiche Businesstipps und zeigt vor allem Frauen, wie man im Job erfolgreich wird. Unter anderem hat sie uns bereits erklärt, wie man im Job das Nein-Sagen lernen kann, wie man Konzentrationsprobleme bewältigt und wie man Stress reduzieren kann.

In ihrem neuesten Video zeigt sie fünf einfache Tricks, wie man Empathie und Wertschätzung auf der Arbeit etabliert:

In diesem Video findest du Shadés Tipps für mehr Empathie auf der Arbeit.

1. Höre aktiv zu, wenn andere reden

Aktives Zuhören ist eine Kunst – aber keine, die man nicht erlernen kann. Shadé empfiehlt, dass man seine Kolleg:innen oder Angestellten immer ansehen sollte, wenn sie sprechen. Außerdem solle man ab und an das Gesagte paraphrasieren, also in eigenen Worten wiedergeben, was gesagt wurde. Das gibt Mitarbeitenden das Gefühl gehört, verstanden und wertgeschätzt zu werden.

2. Nutze die Namen deiner Kolleg:innen

Wenn du sprichst, nutze in aller Regelmäßigkeit die Namen deiner Kolleg:innen oder Angestellten. So fühlen sie die Zugehörigkeit am Gespräch, hören aktiver zu und fühlen sich wertgeschätzt.

3. Versetze dich in die Lage anderer

Um anderen das Gefühl zu geben ein wichtiger Teil des Teams zu sein, sind auch Sätze wie: „Ich verstehe, warum du bei dieser Sache so passioniert bist“ sinnvoll. Das zeigt, dass du willig bist, dich in andere hineinzuversetzen. Diesen Tipps solltest du auch dann und insbesondere dann beherzigen, wenn du anderer Meinung als deiner Kolleg:innen bist.

4. Frage nach, wenn dir Stimmungsveränderungen auffallen

Am einen Tag ist deine Kollegin super drauf und am nächsten bläst sie Trübsal? Stimmungsveränderungen können privat motiviert sein, aber auch die Arbeit kann schuld sein. Wer sich regelmäßig nach dem Wohlergehen anderer erkundigt, geht sicher, dass nicht der Job Anlass zum Frust ist und beweist zugleich ein großes Maß an Empathie.

5. Schätze die Bemühungen & Erfolge anderer

Viele Arbeitsplätze sind Orte des Neids und der Missgunst. Denn einige verstehen den Erfolg des oder der anderen als eigenen Misserfolg. Dabei sollte es auf der Arbeit nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um den Erfolg des Unternehmens und ein gesundes Miteinander gehen. Statt Neid sollte also anerkannt werden, wenn jemand viel Arbeit in ein Projekt gesteckt hat und Erfolge sollten gemeinsam gefeiert werden. Lob ist das A und O für eine empathische und wertschätzende Arbeitsatmosphäre.

Wertschätzung auf der Arbeit macht zufrieden & führt zu Erfolg

Ein Arbeitsplatz, an dem jede:r gehört wird und regelmäßig (positives), konstruktives Feedback und Lob erhält, lässt morgens gerne aufstehen. Und mal ganz davon abgesehen, dass Wertschätzung auf der Arbeit glücklicher stimmt, führt das auch zu mehr Erfolg für das Unternehmen. Denn ein:e glückliche:r Mitarbeiter:in ist in der Regel auch motivierter!

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