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Darum wirst du im Job nie gelobt, aber ständig kritisiert

Du wirst im Job häufiger kritisiert als gelobt? Dann lies hier, was Gründe dafür sein können und wie du den Spieß umdrehst.

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Die meisten Menschen werden bei der Arbeit häufiger kritisiert als gelobt. Foto: imago images/Westend61

Gerade im Berufsleben werden die meisten Menschen häufiger kritisiert als gelobt. Die besten Leistungen werden oft als selbstverständlich anerkannt, aber jeder noch so kleine Fehler wird direkt kritisiert. Das sorgt für Unzufriedenheit und einer immer kleiner werdenden Arbeitsmotivation. Warum wir unsere Mitmenschen häufiger kritisieren, als dass wir sie loben und wie du dem in Zukunft entgegenwirken kannst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

So gelingt es dir, häufiger zu loben als zu kritisieren

In der Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren ein Trend entwickelt: Das Verhalten, was wir als „normal“ ansehen, hat sich nämlich stark gewandelt. Immer häufiger passiert es, dass wir überdurchschnittliche oder besonders gute Leistungen als normal betrachten und darauf nicht weiter eingehen. Das Lob fällt dabei meist viel zu kurz aus oder fällt sogar ganz weg.

Auf der anderen Seite müssen wir uns immer mehr Kritik anhören, denn jeder kleinste Fehler wird streng kritisiert. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass sich viele Arbeitnehmer:innen ungerecht behandelt fühlen, keine Kritik mehr abkönnen und ihre Arbeitsmotivation erheblich sinkt.

Du kannst zwar niemanden dazu zwingen, dich für deine gute Arbeit zu loben, aber du kannst mit gutem Beispiel vorangehen und deine Kolleg:innen häufiger loben, als sie zu kritisieren. Wie du das am besten machst, zeigen wir dir hier:

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Deine Kolleg:innen werden es sehr zu schätzen wissen, wenn du sie häufiger lobst. Foto: imago images/Westend61

1. Lobe spontan und ehrlich

Wenn du der Meinung bist, dass ein:e Kolleg:in oder ein:e Mitarbeiter:in von dir eine Aufgabe besonders gut erledigt hat oder etwas anderes gemacht hat, womit du vielleicht gar nicht gerechnet hättest, solltest du ihr oder ihm das auch sagen.

Warte mit deinem Lob jedoch nicht zu lange. Am besten ist es, wenn du deine Freude direkt zum Ausdruck bringst und deinen Kollegen beziehungsweise deine Kollegin direkt lobst und ihr/ ihm somit zeigst, dass er/ sie gute Arbeit geleistet hat. Dabei musst du nicht übertreiben, ein ehrliches Lob solltest jedoch angebracht sein.

2. Bleib persönlich und präzise

Ein „das haben Sie gut gemacht“ passt zwar in fast jeder Situation, ist jedoch nicht so persönlich, als würdest du sagen: „Toll, wie Sie Aufgabe XY erledigt haben. Das bringt uns in Bezug auf XY einen großen Schritt voran.“

Gestalte dein Lob daher nicht so allgemein, sondern lieber etwas persönlicher und bleibe dabei präzise. Erkläre deinen Mitarbeiter:innen daher immer noch, warum und auf welche Weise ihre Aufgabe so erfolgreich oder so wichtig war. Das bleibt im Gedächtnis und die Mitarbeiter:innen fühlen sich wertgeschätzt.

3. Heb dir das „aber“ für später auf

Ein ehrlich gemeintes Lob solltest du niemals mit einem „aber“ verbinden. Das wirkt nämlich so, als würdest du die Person lediglich loben, um deine Kritik zu verpacken. Wenn du trotz der guten Arbeit deines Kollegen beziehungsweise deiner Kollegin dennoch etwas Kritik ausüben musst, warte damit wenige Stunden und sprich die Kritik erst dann an.

So kann der/ die Kolleg:in das Lob noch in vollen Zügen genießen und du kommst trotzdem noch dazu, deine Kritik auszuüben.

Fazit: Zu viel Kritik hilft auch niemandem

Kritik an seinen Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen auszuüben ist äußerst wichtig. Nur so können sie an ihren Aufgaben wachsen und wissen, was sie in Zukunft besser machen können.

Zu viel Kritik hat aber noch niemandem geholfen. Daher ist es wichtig, dass du – egal ob als Kolleg:in oder Führungskraft – neben der Kritik auch ein gesundes Maß an Lob aussprichst. Nur so bleiben deine Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen motiviert und verbessern sich gleichzeitig in dem, was sie tun.