Du glaubst, du bist ein kommunikativer Lerntyp, weißt aber nicht so richtig, wie du in diesem Fall am besten lernen kannst? In diesem Artikel erfährst du, ob du ein kommunikativer Lerntyp bist und wie dieser Lerntyp am besten lernt.

Diese vier Lerntypen gibt es

Mit Sicherheit hast du schon einmal von den verschiedenen Lerntypen gehört. Diese vier werden dabei am häufigsten genannt:

  • Da gibt es einmal den auditiven Lerntypen, der sich Dinge am besten einprägen kann, wenn er sie hört.
  • Dann gibt es noch den visuellen Lerntypen, der sich Sachen besser merken kann, wenn er die Dinge vor sich sieht.
  • Ein weiterer Lerntyp ist der haptische Lerntyp. Dieser Lerntyp muss praktische Erfahrungen machen, um sich bestimmtes Wissen anzueignen.
  • Der letzte Lerntyp ist kommunikative Lerntyp, der sich mit anderen verständigen muss, um gewisse Sachverhalte zu verstehen.

Weiterlesen: Du bist dir nicht sicher, zu welchem dieser vier Lerntypen du gehörst? Dann mache hier den Test und finde heraus, welcher Lerntyp du bist.

Lerngruppe online
Alleine lernen ist nichts für kommunikative Lerntypen. Die bessere Alternative ist eine Lerngruppe. In Zeiten von Corona geht das natürlich auch online. Credit: imago images/Jochen Tack

Das ist der kommunikative Lerntyp

Wie du siehst, gibt es also viele verschiedene Lerntypen. Dieser Artikel soll sich allerdings um den kommunikativen Lerntypen drehen. Was das so grob ist, weißt du ja bereits. Aber wie genau ist der kommunikative Lerntyp definiert?

Bist du ein kommunikativer Lerntyp, kannst du das Wissen, das man dir zum Beispiel in der Schule oder in der Uni beibringt, sowohl visuell als auch auditiv aufnehmen. Allerdings wird es dir vermutlich schwerfallen, bestimmte Informationen und Zusammenhänge zu verstehen und auch richtig zu verknüpfen, wenn du nicht mit jemandem darüber reden kannst.

Um das Wissen also richtig in deinem Gehirn abspeichern zu können, musst du mit deinen Kommiliton:innen oder Freund:innen zwangsläufig ins Gespräch kommen. Auch Diskussionen während eines Seminars helfen dem kommunikativen Lerntypen gewisse Sachverhalte zu verstehen.

So lernt der kommunikative Lerntyp am besten

Anders als die anderen Lerntypen benötigt der Lernprozess eines kommunikativen Lerntypens viel Vorbereitungszeit, um mit dem Stoff hinterherzukommen. Damit dir das gelingt, sind hier vier Tipps für kommunikative Lerntypen:

1. Seminare

Der erste Tipp ist wahrscheinlich auch erstmal der machbarste: Besuche (wenn möglich) viele Seminare und beteilige dich häufig. Das kann am Anfang ein bisschen Überwindung kosten, jedoch zahlt es sich am Ende wirklich aus.

In vielen Seminaren ist es ohnehin super wichtig, sich regelmäßig am Geschehen zu beteiligen und gerade in Diskussionen kannst du dein neu erlerntes Wissen direkt einmal unter Beweis stellen. So prägst du dir den Stoff langfristig ein und erzielst am Ende des Semesters auch noch eine gute Note in diesem Kurs.

2. Lerngruppen

Eine weitere gute Methode für kommunikative Lerntypen ist das Sprechen in Lerngruppen. Starte also frühzeitig und organisiere gemeinsam mit deinen Kommiliton:innen eine Lerngruppe. Im Idealfall sind in dieser Lerngruppe auch andere kommunikative Lerntypen.

In dieser Lerngruppe kannst du dich jetzt gemeinsam mit anderen über die in deinen Kursen besprochenen Inhalte auseinandersetzten und diese gegebenenfalls auch noch einmal etwas vertiefen. Du bist mit Sicherheit nicht die/der Einzige, die/der sich Dinge so viel besser merken kann.

Tipp: Um bestimmte Zusammenhänge zu verstehen, könntet ihr in euerer Lerngruppe auch selbst kleine Diskussionen, Interviews oder auch ein Quiz durchführen. So kann jede:r etwas zum Gespräch beitragen und alle kommunikativen Lerntypen werden ideal auf die nächste Klausur vorbereitet.

3. Lass dich abfragen

Wenn du allerdings mal keine Lust auf die Uni und deine Kommiliton:innen hast, lass dich doch einfach mal von deinen Freund:innen oder einem Familienmitglied abfragen. Oft hilft es, die Inhalte deines Studiums einfach mal jemandem zu erklären, der eigentlich so gar keine Ahnung hat, was du da gerade erzählst. So vereinfachst du gewisse Dinge automatisch und dein Gegenüber stellt vielleicht andere Rückfragen, die du oder deine Mitstudent:innen gar nicht bedacht haben.

Lernen mit Hund
Das Führen von Selbstgesprächen ist nichts für dich? Dann sprich doch lieber mit deinem Hund. Credit: SeventyFour/ Getty Images via Canva.com

4. Führe Selbstgespräche

Das klingt vielleicht komisch, ist jedoch die beste Methode, Dinge zu vertiefen, wenn du gerade niemanden mit deinem neu erlernten Wissen zulabern kannst: Sprich doch mal mit dir selbst! Auch auf diese Weise bist du dazu gezwungen, den Stoff zusammenzufassen und ihn verständlich zu erklären. Im ersten Moment kostet diese Methode bestimmt ein bisschen Überwindung, aber im Nachhinein wird sie sich auszahlen.

Tipp: Selbstgespräche zu führen ist dir einfach zu komisch? Dann sprich doch lieber mit deinem Hund oder einem kleinen Geschwisterkind. Die stellen wenigstens auch keine gemeinen Rückfragen und sind ganz bestimmt tolle Zuhörer:innen.

Fazit: Jeder kommunikative Lerntyp lernt anders!

Auch wenn du sicher weißt, dass du ein kommunikativer Lerntyp bist, bedeutet das nicht, dass alle der oben genannten Methoden auch für dich funktionieren. Auch als kommunikativer Lerntyp kann es natürlich sein, dass du dir zum Beispiel Bilder viel besser einprägen kannst. Probiere daher auf jeden Fall ein paar Lernmethoden aus und finde so heraus, welche Lernmethode zu dir passt.

Die Zuordnung zu einem bestimmten Lerntypen kann deinen Lernprozess zwar vereinfachen, jedoch kommt es im Endeffekt nur darauf an, mit welcher Methode du selbst am besten zurechtkommst. Wenn du das herausgefunden hast, spielt dein Lerntyp keine Rolle mehr.

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