Job

Jobwechsel – 10 Gründe, deinen Job zu kündigen

Der Weg zur Arbeit fällt dir schwer & der Blick zur Uhr wird zur Gewohnheit? Erfahre hier, ob ein Jobwechsel die Antwort auf deine Unzufriedenheit ist.

Frau an Tablet
Wann lohnt sich ein Jobwechsel und ist der Wechsel ein Garant für mehr Zufriedenheit? (Credit: Unsplash)

Wir verbringen jeden Tag acht bis neun Stunden auf der Arbeit – Überstunden nicht mit eingerechnet. Im Durchschnitt werden wir am Ende unseres Lebens ein Drittel unserer Zeit auf der Arbeit verbracht haben. Stößt dir der Gedanke an deinen Job jetzt übel auf? Vielleicht ist es dann an deiner Zeit für einen Jobwechsel.

Fakt ist: Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, immerhin richten wir unser Privatleben danach aus und erheben unseren Job oft zu einem wichtigen Teil unserer Persönlichkeit. Das Leben ist zu kurz für einen Job, der uns nicht glücklich macht. Solltest du momentan unglücklich in deinem Job sein, dann kannst du auf Strategien für mehr Zufriedenheit zurückgreifen. Doch wenn diese Strategien nicht mehr greifen und das Unwohlsein Überhand gewinnt, ist es vielleicht an der Zeit für einen Jobwechsel.

10 Gründe, den Job zu wechseln

Wer meint, Arbeit sei Arbeit – wie es so schön aus der neuen Greenwashing Amazon Werbung klingt – der hatte vielleicht noch nicht genügend Vergleiche auf dem Arbeitsmarkt. Heute ist es völlig normal und sogar gewünscht, dass man nicht nur bei einem einzigen Arbeitgeber tätig war. 

Wer in seinem glatten Lebenslauf nur eine berufliche Station listet, verfällt schnell unter den Verdacht wenig flexibel zu sein und es sich zu gemütlich zu machen. Die Faustregel lautet, dass man sich alle drei Jahre nach neuen Herausforderungen umsehen sollte.

Natürlich sollte die Entscheidung, den Job zu wechseln nicht dieser einfachen Faustregel oder einem schnellen Impuls folgen. Ein Jobwechsel sollte durchdacht sein und gute Gründe haben. Welche Gründe sprechen also für einen Jobwechsel?

Frau in Büro
Ein Jobwechsel sollte nicht aus einer Laune heraus geschehen. Vorher solltest du deiner Unzufriedenheit auf dem Grund gehen.

1. Du siehst keine Zukunft in deinem Beruf

Wo siehst du dich in fünf Jahren? Diese tiefsinnige Frage zieht nicht nur beim ersten Date, sondern sollte dich auch privat beschäftigen – vor allem im Jobkontext. Weißt du jetzt schon, dass sich beruflich nicht viel ändern wird in den nächsten fünf Jahren? Beförderungen bleiben bei dir aus, weil es keine bessere Position gibt oder du immer wieder übergangen wirst? Bleibe nicht unter deinen Möglichkeiten. Wenn dein jetziger Arbeitgeber dein Potenzial nicht zu schätzen weiß, suche dir einfach einen neuen.

2. Die Bezahlung ist unter aller Sau

Du hattest schon viel zu lange keine Gehaltserhöhung mehr, obwohl du wie immer alles gegeben hast? In Gehaltsverhandlungen wirst du mit vagen Aussagen abgespeist? Du solltest in jedem Fall einfordern, was dir zusteht. Immerhin verdienen Frauen laut dem Wage Index noch immer weniger als Männer. Dein neuer Arbeitgeber wird hoffentlich deinen Wert erkennen.

3. Der Purpose fehlt

Du gehörst der Generation Y oder Z an und das Gehalt ist dir gar nicht so wichtig? Dann doch aber sicher der Sinn deiner Arbeit. Frag dich einfach öfter mal: Was mache ich hier eigentlich? Sobald du keinen tieferen Sinn hinter deiner Tätigkeit siehst, ist es vielleicht an der Zeit, den Job zu wechseln.

4. Deine Firma schwächelt

Wie geht’s deiner Firma eigentlich so? Werden vielleicht immer mehr Benefits gestrichen? Kommt dein Gehalt noch pünktlich? Werden befristete Verträge noch verlängert? Wenn nicht, solltest du vielleicht beruflich umdenken. Auch ein fragwürdiger Unternehmenskurs, der deinen eigenen Prinzipien widerspricht, könnte der zündende Funke für deinen Unternehmenswechsel sein.

Frau am PC
Du ziehst die Arbeit im Home Office vor, weil deine Kollegin dir gehörig auf die Nerven gehen? Vielleicht ist es an der Zeit, deinen Job zu wechseln.

5. Deine Kollegen sind so 'geht so'

Du fühlst dich nicht angemessen im Team integriert, deine Vorschläge werden ignoriert oder du wirst im Worst Case sogar schikaniert? Auch sich häufende unangemessene Sprüche vom Chef, die unter die Gürtellinie gehen, sind dein persönlicher Startschuss für den Jobwechsel. Denn auf Dauer kann ein solches Arbeitsklima dich krank machen. Immerhin verbringst du mit deinen Kollegen mehr Zeit als mit deiner Familie.

6. Fehlende Wertschätzung

Hat dein Chef oder deine Chefin Zweifel an deinen Fähigkeiten, obwohl du viel leistest? Fällt die Kritik immer seltener konstruktiv aus? Dann ist es klar an der Zeit, dass du deinen Job wechselst und dir einen Arbeitgeber suchst, der deine Arbeit genügend wertschätzt und dir voll vertraut.

Frau gestresst
Werden stressige Phasen auf der Arbeit zur sicheren Abfahrt zum Burn-out, ist es an der Zeit, einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen.

7. Der Druck & die Arbeitslast sind viel zu hoch

Du hängst jedem Tag deinem Zeitplan hinterher, kommst kaum dazu, eine Pause einzulegen und fühlst dich am Ende des Tages völlig fertig? Im Job wird es immer stressige Phasen geben. Halten diese allerdings an und entwickeln psychosomatische Beschwerden wie Schlaflosigkeit oder einen erhöhten Blutdruck, schreit das nach Veränderungen. 

8. Deine Arbeitslast & Förderung sind viel zu niedrig

Doch auch das Gegenteil kann krank machen – auch Unterforderung führt anhaltend dazu, dass du dich unwohl fühlst. Denn nur ein Job, der dir ständig neue Ziele setzt und der dich fördert, wird dich langfristig glücklich stimmen. Langeweile hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Egal, ob du also auf die Uhr schaust, weil du nicht hinterherkommst oder weil du nichts zu tun hast – beides ist ein Indiz für einen anstehenden Jobwechsel.

9. Du musst dich aus dem Bett zwingen

Du quälst dich jeden Morgen aus dem Bett? Machst nur, was nötig ist? Jeder Sonntag und jeder letzte Urlaubstag stürzen dich in eine depressive Verstimmung? Leidet auch dein Privatleben unter deinem Job und den Yogaraum oder das Innenleben einer Bar hast du zuletzt auf dem Fernseher gesehen? Solltest du nur noch Frust für deinen Job empfinden und immer häufiger Krankschreibungen einreichen, ist es mit Sicherheit an der Zeit, für einen neuen Job.

Ladyboss
Der beste Grund seinen Job zu wechseln ist wohl die Selbstständigkeit.

10. Du willst & kannst es selbst besser machen

Zuletzt zeigen wir dir auch einen positiven Grund dafür, deinen Job zu wechseln – und zwar in Richtung Selbstständigkeit. Du hast eine eigene Geschäftsidee und möchtest endlich deine eigene Chefin sein? Dann auf, auf: Finde die richtige Co-FounderIn zum Gründen und gehe selbstbewusst diesen aufregenden Weg Richtung selbstständige Zukunft!

Keine Kurzschlussentscheidungen – ein Jobwechsel sollte wohlüberlegt sein

Jetzt bloß nicht übermütig werden: Nur weil einige der Gründe auf dich zutreffen, musst du nicht sofort deinen Job wechseln. Denn nicht immer ist der Job daran schuld, wie du dich fühlst. Daher solltest du differenziert überlegen, in welchem Lebensbereich der Schuh drückt. Einen Jobwechsel solltest du wirklich erst bei extremer Unzufriedenheit in Betracht ziehen und nicht aus einer Laune heraus erwägen.

Ein unüberlegter Jobwechsel wird nichts an deiner Unzufriedenheit ändern. Du musst dich mit dir und deinen Wünschen auseinandersetzen, denn nur so wirst du bei der nächsten Jobsuche wissen, worauf du ab sofort achten solltest. Nutze diese Erkenntnisse in deinen Bewerbungsgesprächen und stelle gezielt Fragen nach der Arbeitsatmosphäre und den Bereichen, die dir besonders wichtig sind. Wer dann seinen neuen Traumjob gefunden hat, kann mit diesen Tipps den ersten Arbeitstag besonders erfolgreich durchstehen