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Ticketsteuer soll steigen: Passagierflüge könnten 2024 noch teurer werden

Fliegen könnte 2024 deutlich teurer werden. Der Grund: Die Bundesregierung plant, die Steuer auf Flugtickets für Passagierflüge anzuheben. Alle Details.

Eine Person hält ein Flugticket in der Hand.
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Aufgepasst beim nächsten Flug: Was darf ins Handgepäck?

Viele fliegen immer noch mit dem Flugzeug in den Urlaub. Doch was darf man eigentlich im Handgepäck mitnehmen? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Fürs Reisen müssen wir schon seit Längerem ganz schön tief ins Portemonnaie greifen. Wer im nächsten Jahr mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen möchte, muss offensichtlich nicht mehr Geld hinblättern. Denn die Bundesregierung möchte die Ticketsteuer auf Passagierflüge erhöhen. Was genau geplant ist, erfährst du hier.

Fliegen wird 2024 teurer: Ticketsteuer auf Passagierflüge soll steigen

Wer künftig mit dem Flugzeug verreisen möchte, muss noch mehr Geld hinblättern. Der Grund: Die Bundesregierung möchte die Ticketsteuer auf Passagierflüge anheben, wie die Bild-Zeitung berichtet. So teilte der Sprecher der Bundesregierung mit, dass eine Anpassung der Luftverkehrsabgabe im Rahmen der Einigung zum Bundeshaushalt 2024 vorgenommen werde.

Somit wird die potenzielle Einführung einer nationalen Kerosinsteuer nicht mehr in Betracht gezogen. Kerosin, das im gewerblichen Luftverkehr verwendet wird, bleibt von der Energiesteuer befreit. Ein Papier des Wirtschaftsministeriums hatte zuvor verlauten lassen: „Es war vorgesehen, unter anderem Kerosin im inländischen Luftverkehr zukünftig zu besteuern.“

Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaf kritisierte die Einführung einer nationalen Kerosinsteuer 

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hatte deutliche Kritik an der potenziellen Einführung einer nationalen Kerosinsteuer geäußert. Bereits jetzt seien die staatlichen Standortkosten in Deutschland im Vergleich zu Europa am höchsten.

Eine isolierte Besteuerung von Kerosin innerhalb Deutschlands würde die Kosten für den Zubringerverkehr zu deutschen Drehkreuzen erhöhen und dazu führen, dass Verbindungen in Richtung Europa und internationales Ausland bevorzugt werden, so der Verband.

Bundesregierung hofft auf Mehreinnahmen von 580 Millionen Euro 

Gemäß der aktuellen Mitteilung des Sprechers der Bundesregierung wird die Luftverkehrsabgabe nun jährlich angepasst, um zusätzliche Einnahmen zu generieren, die dem Vorteil der steuerlichen Befreiung von Kerosin im nationalen Luftverkehr entsprechen. „Ab 2024 wird dies zu einem jährlichen Anstieg der Einnahmen um bis zu 580 Millionen Euro führen.“

Die 2011 von der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung eingeführte Ticketsteuer zur Haushaltskonsolidierung erbrachte bisher Einnahmen von ungefähr einer Milliarde Euro pro Jahr. Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, gestaffelte Zuschläge basierend auf der Flugstrecke zu entrichten.

Quelle: Bild-Zeitung und Spiegel