Viele Menschen schreiben nur ungern: Dabei ist es egal, ob es um das Verfassen einer E-Mail, das Schreiben eines Briefes oder das einer simplen Textnachricht geht. Grund dafür ist jedoch nicht, dass sie Grammatik und Rechtschreibung nicht können, sondern dass die meisten einfach nicht wissen, wie sie angemessen schreiben. Deshalb verraten wir dir, wie du mithilfe des sogenannten R-A-Ü-Effekts richtig professionell wirkst und so alle von dir und deinen Fähigkeiten überzeugst. Anzuwenden beim Verfassen von Mails, bei Briefen und alles, was dazugehört.

Was ist der R-A-Ü-Effekt?

Der R-A-Ü-Effekt steht für drei verschiedene Schreibfähigkeiten, die in der Kombination der Schlüssel für die professionelle Kommunikation sind. Laut dem Magazin Organisation & Zeitmanagement steht der R-A-Ü-Effekt dabei für:

  • R für „richtig schreiben“
  • A für „attraktiv schreiben“
  • Ü für „überzeugend schreiben“

Das Geheimnis liegt jedoch nicht in den einzelnen Fähigkeiten selbst, sondern vielmehr in der Kombination von allen dreien. Wendest du alle drei Fähigkeiten miteinander kombiniert an, so erwirbst du gleichzeitig auch die Fähigkeit, dich präzise, wortgewandt und strukturiert auszudrücken und dabei ernst genommen zu werden.

Den R-A-Ü-Effekt kannst du fast immer anwenden. Je nachdem, wo du arbeitest, eignet sich sie Methode vor allem, um auf der Arbeit ernst genommen und geschätzt zu werden. Aber auch in deinem Privatleben kannst du die Methode nutzen, um professionell und zuverlässig zu wirken.

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Mithilfe des R-A-Ü-Effekts gelingt es dir endlich, die perfekte E-Mail zu verfassen. Foto: IMAGO/Westend61

E-Mail verfassen: Mit dem R-A-Ü-Effekt wird sie unwiderstehlich

Wie genau funktioniert jetzt der R-A-Ü-Effekt? Im Prinzip ist es gar nicht so schwer. Du musst dich lediglich darauf einlassen, die einzelnen Schreibfähigkeiten zu erlernen und diese im Anschluss zu kombinieren und dauerhaft anzuwenden. Wie du das am besten machst, verraten wir dir hier:

1. So kannst du „richtig schreiben“

Der erste Punkt des R-A-Ü-Effekts bezieht sich, wie bereits erwähnt, auf das korrekte Schreiben von E-Mails, Briefen und Co. Korrekt beziehungsweise richtig schreiben bedeutet in diesem Sinne, dass du dich an die Form und Rechtschreibung hältst.

Denn wer nimmt schon eine E-Mail ernst, die zahlreiche Rechtschreib- und Kommafehler enthält? Falls du also noch etwas Übung brauchst, solltest du unbedingt an deiner Rechtschreibung, Grammatik und Kommasetzung üben. Je mehr du schreibst, desto besser wird das in der Regel.

Wenn du dir völlig unsicher bist, kannst du deine Texte und E-Mails auch erst einmal von einem Rechtschreibprogramm prüfen lassen. Diese erkennen jedoch längst nicht alle Fehler.

Tipp der Redaktion: Das Language Tool kann man als Erweiterung für den Browser kostenlos installieren. Es ist zuverlässig und korrigiert die meisten Fehlerr.

2. So gelingt dir das „attraktive Schreiben“

Wenn deine Texte keine sprachlichen Fehler mehr enthalten, kannst du dich an den zweiten Punkt – das attraktive Schreiben – wagen. Je attraktiver eine E-Mail verfasst wurde, desto lieber wird sie von deinen Kolleg:innen auch gelesen – dabei ist der Inhalt nahezu egal.

Achte daher zuerst immer auf den Stil und die Form deines Textformats. In einer E-Mail sollten beispielsweise eine Anrede und eine Grußformel zum Schluss niemals fehlen. Des Weiteren solltest du darauf achten, deinen Text zu strukturieren und ihn mit Absätzen zu gliedern. Auch Füllwörter sind unattraktiv und bieten keinen neuen Inhalt. Meide sie deshalb.

Tipp der Redaktion: Hast du schon einmal darüber nachgedacht, ein paar Zwischenüberschriften in deine Mails einzubauen? Diese helfen den Lesenden dabei, deinen Text zu verstehen und immer wieder ein Eingang zu finden und weiterlesen zu wollen.

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Wenn du richtig, attraktiv und überzeugend schreiben kannst, ist dir der nächste Job schon so gut wie sicher. Foto: IMAGO/Westend61

3. So schreibst du „überzeugend“

Wirkt dein Text von außen einmal attraktiv, muss er jetzt auch beim genauen Lesen noch überzeugen. Formuliere daher unbedingt konkrete Sätze. Das bedeutet, dass du so wenig Floskeln wie möglich verwenden solltest und stattdessen lieber deine individuelle Note in die Mail miteinfließen lässt.

Anstatt zu schreiben „Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung“, kannst du besser einen eigenen Satz formulieren. Du könntest beispielsweise schreiben: „Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bitte einfach bei mir.“ Das wirkt viel persönlicher.

Achte auch darauf, dass du bei möglichst allem direkt auf den Punkt kommst, anstatt viel drumherum zu schreiben. Es kann dir zudem helfen, öfters mal die Länge deiner Sätze zu variieren. Dennoch solltest du möglich keine komplizierten und total verschachtelten Sätze einbauen. So gelingt es dir im Nu, alle von dir zu überzeugen.

Fazit: E-Mails verfassen war noch nie so einfach & professionell

Das Verfassen von E-Mails sollte dir dank der R-A-Ü-Methode ab jetzt deutlich einfacher fallen. Zwar bedarf die Methode sicherlich noch etwas Übung und Motivation, dennoch wirst du schon in kurzer Zeit wesentliche Erfolge bemerken. So ist es auf Dauer gar nicht so schwer, die Motivation hochzuhalten.

Übrigens eignet sich die R-A-Ü-Methode neben E-Mails auch hervorragend für das Verfassen von Bewerbungen. Bei dieser Wortgewandtheit hast du also schon fast eine Job-Garantie. Und auch wenn du schon deinen Traumjob gefunden hast, wirst du ab jetzt in deinem Unternehmen noch mehr geschätzt als ohnehin schon.

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