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Dieses Land möchte die Wehrpflicht für Frauen einführen

In den meisten Ländern gilt die Wehrpflicht nur für Männer. Ein europäisches Land möchte dies nun ändern und auch Frauen zum Militärdienst verpflichten.

Eine Frau in einer Militäruniform steht am Anfang einer Reihe.
© Creative-Touch - stock.adobe.com

Laut Studie: In diesem Job mangelt es an Frauen!

Manche Jobs sind richtig Männerdomänen. DIESER Job gehört auch dazu. Dabei machen ihn laut einer Studie Frauen mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser.

Seit 2011 müssen Deutschlands Männer keinen Wehrdienst oder einen zivilen Ersatzdienst absolvieren. Denn unter Karl-Theodor zu Gutenberg wurde diese nämlich ausgesetzt. Doch in anderen europäischen Ländern ist die Wehrpflicht weiterhin aktiv. Eines unserer Nachbarländer hat nun angekündigt, die Wehrpflicht auch für Frauen einzuführen. Alle Details.

Dänemark will Wehrpflicht auch für Frauen einführen

Dänemark plant, als drittes skandinavisches Land nach Norwegen und Schweden, die Einführung einer Wehrpflicht für Frauen. Die Regierung in Kopenhagen argumentiert angesichts der Sicherheitslage in Europa für eine Erhöhung der Zahl der Wehrdienstleistenden.

Darüber hinaus strebt Regierungschefin Mette Frederiksen eine „volle Gleichberechtigung der Geschlechter“ an. Dies würde bedeuten, dass Frauen und Männer gleichermaßen zum Dienst im EU- und NATO-Land eingezogen werden. Zusätzlich soll die Wehrpflicht von bisher vier auf elf Monate verlängert werden.

Aktuell stellen Frauen rund 25 Prozent der Grundwehrdienstleistenden. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen plant, das Gesetz bis 2025 zu ändern, um die Gleichberechtigung umzusetzen, und es soll 2026 in Kraft treten. Damit wird der Weg für eine umfassende Integration von Frauen in den Wehrdienst in Dänemark geebnet.

Militärgewerkschaft CS kritisiert vorgehen

Die dänische Militärgewerkschaft CS kritisiert das Vorgehen, da sie befürchtet, dass aufgrund des Mangels an Ausbilder:innen in den Streitkräften die Aufnahme von 5.000 Wehrpflichtigen für jeweils elf Monate problematisch werden könnte.

„Manchmal verstehe ich nicht ganz, was die Politiker sagen“, sagte Jesper K. Hansen, der Gewerkschaftsvorsitzende, gegenüber dem dänischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk DR. Der Vorschlag mag zwar dazu gedacht sein, Führung zu zeigen, doch er sei „kurzfristig überhaupt nicht realistisch“. Es erfordere „ein völlig anderes Set-up als das, was wir heute haben“.

Quellen: Zeit Online und DerStandard

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