Alle Anderen finden Entschleunigung und hast während der Coronakrise den schlimmsten Stress überhaupt? Dann scheinst du ganz offensichtlich ein paar Dinge falsch zu machen. Wir zeigen dir, welche das sind und wie du dich besser zu strukturieren lernst. Entschleunigung zu erreichen, ist nämlich gar nicht so einfach.

Entschleunigung: Was soll das überhaupt sein?

In Zeiten des Coronavirus muss jeder zwangsläufig entschleunigen. Das sagen zumindest viele. Klar, wir hängen viel Zuhause ab, machen Homeoffice, lesen die neuesten Schreckensnachrichten und Todesmeldungen. Abends ziehen wir uns eine halbe Tüte Kesselchips rein, (bleiben wir realistisch: eine ganze Tüte,) um dann mit Zukunftssorgenfalten im Gesicht auf der Couch einzudösen. 

Das soll Entschleunigung sein? Nein, das ist purer Stress. Aber da wir ihn in der Jogginghose erleben, können wir ihn nicht richtig einordnen. 

Wirkliche Entschleunigung erlebst du erst dann, wenn du deinem Gehirn genug Zeit gibst, um sich zu erholen. Dazu gehört nicht, beim Netflix-Abend auszurechnen, wie lange du mit deinem Kurzarbeitergehalt über die Runden kommst.

Frau nachdenklich
Dein Kopf ist dein größter Feind bei der Entschleunigung.

3 Fehler der Entschleunigung

Auch wenn die Außenwelt gerade lahmgelegt ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es dir auch im Inneren so geht. Um wahre Entschleunigung zu erfahren, sind folgende Verhaltensweisen absolute No-Gos.

3. “Wieso bin ich nicht so wie die Anderen?”

Derzeit kann man sich auf den meisten Social Media-Accounts ansehen, wie gut die Anderen mit der Isolation zurecht kommen. Da sitzen die Homeoffice-Outfits perfekt, da wird gesportelt und gekocht und sowieso ist man dort produktiv und ein guter Mensch.

Du fragst dich, warum das bei dir nicht so ist? Du hast gerade einfach keine Motivation, nach einem ganzen Tag in Isolation noch ein Instagram-Live-Workout mit Pamela Reif zu streamen? Das ist vollkommen in Ordnung. Viele fühlen sich so wie du und da ist nichts Schlimmes dran.

2. “Im Homeoffice brauche ich keinen 8-Stunden-Tag.”

Jeder hat im Homeoffice eine andere Routine als im echten Büroalltag und das ist in Ordnung. Du musst nicht genau den gleichen Tagesablauf haben wie normalerweise, aber er sollte sich auch nicht zu sehr unterscheiden. 

Selbst im Homeoffice ist es wichtig, dir deine Zeit einzuteilen und dir selbst für das Ende einer Aufgabe eine Deadline zu setzen. Wenn du dir immer sagst “Aaach, das mache ich heute Abend fertig.” dann kommst du aus dem Arbeiten gar nicht mehr heraus. Lasse Arbeit und Privatleben nicht zu sehr verschwimmen.

3. “Corona ist das Schlimmste, das uns je passieren konnte.”

Wir wissen nun, dass die Coronakrise unser Leben nachhaltig und wahrscheinlich für immer verändern wird. Wir wissen aber auch, dass die allermeisten Menschen nicht daran sterben werden und wir uns mit der Situation so gut es eben geht arrangieren müssen. Den Kopf in den Sand zu stecken und eine Art fatalistischen Welthass aufzubauen – damit ist niemandem geholfen.

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Auch mal alles nicht ganz so negativ sehen: Das hilft.(Photo: istock/GaudiLab)

Fazit: Positiv bleiben, dann klappt die Entschleunigung

Natürlich werden die nächsten Wochen und Monate schwer. Aber sich ständig nur mit dem Negativen zu befassen, ist nicht zu Lösung. Konzentriere dich zur Abwechslung darauf, was gut läuft. Beispielsweise gibt es in Deutschland die Kurzarbeit, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber unbestreitbare Vorteile hat.

Wenn es alles nichts hilft: Die 3 ultimativen Tipps für Online-Bewerbungen gibt es hier.

Diese 9 Vorteile bringt uns die Coronakrise.