Nicht immer ist das Schwangersein die reinste Freude. Oft leiden werdende Mütter unter jede Menge Begleiterscheinungen oder sind äußeren Einflüssen ausgesetzt. Lies hier die ungeschönten Erfahrungsberichte.

Das mit dem Schwangersein ist an sich schon ziemlich ungerecht. Die einen sind direkt in anderen Umständen, ohne es geplant zu haben, andere nehmen sogar Hormone, um endlich ein Kind zu bekommen. Wenn der Teststreifen dann aber endlich zwei Balken anzeigt, ist das ganze Negative am Schwangersein aber zum Glück endlich vorbei und die unbändige Freude überwiegt. Oder etwa nicht?

Sechs Frauen nehmen in Sachen Schwangersein kein Blatt vor den Mund

Tatsächlich ist eine Schwangerschaft nicht für alle Frauen ein Zustand, den sie besonders lange aushalten können. Denn nicht jede Schwangere hat den so oft beschriebenen Baby-Glow und fühlt sich “so wohl wie noch nie” in ihrer Haut.

Oft plagen die Frauen Sodbrennen, Rückenschmerzen und Dauermüdigkeit. Doch das ist nicht alles. Manchmal können auch Einflüsse dazu führen, das Schwangersein nicht ausschließlich schön zu finden. Wir haben sechs Frauen befragt, was sie an ihren anderen Umständen nicht mochten …

Hannah, 27: „Meine Ärztin hat mir unnötig Angst gemacht.“

„… dass mir von Außen so viel Angst gemacht wurde. Ich bin leider bei einer Ärztin gelandet, die mir permanent ein schlechtes Gewissen einreden wollte, wenn ich nicht diese und jene Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehme. Dann wäre ich laut ihrer Meinung selbst Schuld, wenn das Kind Allergien oder andere Krankheiten bekäme.

Ich war so unbefangen an das Schwangersein herangegangen, doch dieses Erlebnis hat mir die Vorfreude ein wenig genommen. Ich hab dann die Ärztin gewechselt und konnte den Rest der Schwangerschaft genießen und habe ein kerngesundes Baby geboren – ganz ohne unnötige Tabletten.“

Anja, 32: „Kein rohes Fleisch essen zu dürfen war hart!“

„… dass ich so sehr aufs Essen achten musste – und das, wo ich Essen doch so liebe. Gerade auf Salami, Schinken & Co. hatte ich mega Lust, durfte aber wegen der Toxoplasmose-Gefahr kein rohes Fleisch zu mir nehmen.

Nach der Geburt war mein sehnlichster Wunsch ne Salami-Stulle. Hätte ich mir vor der Schwangerschaft auch nicht träumen lassen.“

Maskne, Frau Spiegel, Haut
In der Schwangerschaft kann sich das Hautbild verbessern und verschlechtern. Credit: Pexels/Andrea Piacquadio

Carla, 36: „Ich sah wieder so aus wie in der Pubertät.“

“… dass mein Körper wegen der Hormone komplett durchgedreht ist. Meine App erzählte mir irgendwas von “Vollem Haar und praller Haut”, aber mein Spiegelbild zeigte mir das komplette Gegenteil.

Ich sah wieder aus wie in der Pubertät und fühlte mich überhaupt nicht wie ich selbst. Von wegen “noch nie so weiblich gefühlt”, wie es oft heißt! Zum Glück ging dieses Gefühl mit der Geburt wieder weg.

Melli, 42: „Ich war ständig müde!“

“… dass ich am Anfang so krass müde war. Ich konnte mich wirklich kaum auf den Beinen halten, bin ständig weggenickt. Dazu kam, dass es ja in den ersten drei Monaten keiner wissen sollte und ich aber schon einen sehr auffällig großen Bauch hatte. Das war definitiv das Schlimmste am Schwangersein.

An viel mehr kann ich mich glücklicherweise nicht erinnern. Die Schwangerschaftsdemenz lässt grüßen!

Jutta, 51: „Nicht mehr auf dem Bauch schlafen zu können.“

“…dass ich nicht mehr auf dem Bauch schlafen konnte. Ich habe mir nichts sehnlicher gewünscht als eine Lochmatratze, um meinen dicken Babybauch da durchstecken zu können.

Ich habe es immer wieder versucht mich auf den Bauch zu rollen, aber mir ist dann immer direkt die Luft weggeblieben.”

Conny, 54: „Mein Mann wollte kein Kind!“

“…dass mein Mann kein Kind wollte. Ich habe es trotzdem bekommen und heute bin ich sehr glücklich darüber.

Doch während der Schwangerschaft hat mir die Unterstützung und die gemeinsame Freude aus das erste gemeinsame Kind gefehlt.”

Fazit: Es ist okay, das Schwangersein schlimm zu finden

Wie du siehst, gibt es jede Menge Gründe, das Schwangersein auch mal nicht zu mögen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Frauen, die so empfinden, schlechte Mütter sind oder ihr Baby weniger lieben. Und es bedeutet noch weniger, dass sie nicht dankbar dafür sind, schwanger zu sein.

Es heißt einfach nur, dass sie das Schwangersein nicht lieben. Und das ist vollkommen okay. Genauso wie nicht stillen zu wollen.

Oder denkst du erstmal drüber nach, ob du überhaupt Kinder willst? Ist es noch zu früh für einen Kinderwunsch? Wir geben dir jeweils 16 Gründe für und gegen die Familienplanung. Und hier erfährst du, welche Schwangerschaftsanzeichen es gibt.