Bin ich „einfach nur“ verliebt oder habe ich soeben meinen Soulmate getroffen? Die Definitionen einer Seelenverwandtschaft sind sehr unterschiedlich und individuell, jeder Mensch macht dies an anderen Parametern fest. Hier schauen wir uns noch einmal an, welche Besonderheiten und Unterschiede, Seelenverwandtschaft, Verliebtsein und Beziehungen ausmachen. Denn egal ob Seelenverwandtschaft oder verliebt, einige Dinge sind gleich!

Aspekte einer Beziehung, die sich auf die Art der Liebe auswirken? 

Für viele ist in einer Liebesbeziehung jeglicher Art ein Wort ganz bedeutend: Bedingungslosigkeit. Jemanden bedingungslos zu lieben, bedeutet alles gemeinsam zu tragen, Fehler zu verzeihen und für ein harmonisches Leben miteinander und die Beziehung zu sorgen.

Aber was macht uns eigentlich verliebt? Vor allem die körperliche Anziehung hat darauf einen großen Einfluss. Beide Parteien verspüren den Wunsch, sich nahezukommen. Wenn wir verliebt sind, schweben wir auf Wolke 7 und kennen die Person meist noch nicht sehr lange. Wir wollen ganz viel in der Nähe der Person sein, fühlen uns bei ihr wohl und können an nahezu nichts anderes mehr denken. Auch die typischen Schmetterlinge im Bauch können auftreten.

Verliebt sein, kann allerdings auch nach einer Zeit vergehen, wenn die Beziehung nicht am Leben gehalten wird. Denn eine Partnerschaft basiert auf einer freiwilligen Liebe. Dabei geht es auch hauptsächlich um Dinge, die mit Gefühlen weniger zu tun haben als mit dem ganzen Drumherum. Stichworte sind hier zum Beispiel: die Aufteilung des gemeinsamen Haushaltes, finanzielle Beiträge oder Respekt und Wertschätzung. Diese Aspekte sind essenziell, um eine Beziehung aufrechtzuerhalten, egal ob Seelenverwandtschaft oder verliebt. 

Zwei Frauen, eine hält der anderen ein Auge zu
Sich blind vertrauen zu können ist für einige Paare essentiell. Foto: IMAGO Images / Westend61

Natürlich haben wir alle Erwartungen an eine Partnerschaft. Beide Parteien wollen, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Das kann zu Komplikationen führen, falls von den Seiten zu unterschiedliche Bedürfnisse vorhanden sind und niemand dazu bereit ist, bedingungslos zu geben.

Das bedingungslose Geben ist ein Aspekt, der darauf hinweist, keine Erwartungen an die Liebe zu stellen und somit ein Indikator für eine Seelenliebe. Denn eine Seelenliebe ist im Gegensatz zum Verliebtsein eine tiefere Verbindung, die schon seit längerem besteht. Ihr vertraut euch blind und wisst genau, was in der anderen Person gerade vorgeht. Aber klingt das nicht schon zu perfekt?

Ist das Romantisieren einer Seelenliebe gleich schlecht? 

Ansprüche und eine Seelenverwandtschaft passen nicht zusammen. Denn das Füreinander-Da-Sein, beruht nicht darauf, dafür zu leben, die andere Person glücklich zu machen. Was eine Seelenliebe ausmacht, ist ein tiefes Verstehen, das Rücksichtnehmen und Wissen, wie der andere tickt und was er oder sie braucht.

Diese Sicherheit, den Partner oder die Partnerin gerade ohne Worte zu verstehen, lässt vorangegangene Ängste verschwinden und die Liebe und Beziehung tiefer werden. Eine Basis ist also vorhanden. Eine große Gefahr gibt es jedoch: das Idealisieren und Romantisieren der Beziehung sowie des Partners oder der Partnerin.

Das wird genau in den Situationen schwierig, in denen Unterschiede deutlich werden und die Bedürfnisse der beiden Parteien zu weit auseinander gehen. Viele Paare wollen sich aufgrund der tiefen Verbindung nicht wegen Meinungsverschiedenheiten trennen

Die Illusion, direkt eine Seelenverwandtschaft zu finden und sich auf Anhieb wie Eins zu fühlen, kann für die Beziehung schwierig werden. Dass es nie zu Streitigkeiten kommen wird, ist nahezu unmöglich. Eine Trennung wäre für viele jedoch ein Zeichen dafür, dass man sich in der anderen Person getäuscht hat. Für eine gewisse Zeit kann eine vermeintliche Seelenverwandtschaft glücklich machen, auf lange Sicht ist eine Romantisierung aber nicht zielführend. 

Pärchen liegt in einer Hütte auf dem Bett
Ist Harmonie und Gleichgesinntheit gleich Seelenverwandtschaft? Foto: IMAGO Images / Westend61

Fazit: Seelenverwandtschaft oder “nur” verliebt? 

Egal ob verliebt sein, Liebe oder Seelenverwandtschaft, eine Beziehung kann mit etwas Arbeit in jedem Fall funktionieren und ist nicht nur von der Art der Gefühle abhängig. Die äußeren Umstände, bedingungslose Liebe und ein gemeinsames Arbeiten an der Beziehung sind konstant nötig, um die Liebe aufrechtzuerhalten. Somit, ist es schon fast egal, ob du in deinem Partner oder in deiner Partnerin jemand Seelenverwandtes siehst oder gerade einfach ein Gefühl von Verliebtheit empfindest, solange die Beziehung für euch beide funktioniert!

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