Durch den steigenden Druck am Arbeitsplatz sind immer mehr Menschen Burnout-gefährdet. Doch nicht nur ein stressiger Job kann dazu führen, dass man sich ausgebrannt fühlt. Wir erklären, was das Burnout-Syndrom mit der Liebe zutun hat und welche Anzeichen für ein Beziehungs-Burnout sprechen.

Was ist ein Beziehungs-Burnout?

Unter dem Beziehungs-Burnout versteht man eine Partnerschaft, die sich aufgrund verschiedener Faktoren negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Wie bei einem beruflichen Burnout steckt die Betroffene Person all die Kraft und Liebe in die Beziehung und bekommt im Gegenzug nur wenig zurück.

Urplötzlich ist dein Partner oder deine Partnerin wie ausgewechselt? Unfreundlichkeit, Ignoranz und Unaufmerksamkeit gehören inzwischen zur Tagesordnung und das Versprechen, sich zu ändern, kannst du auch nicht mehr hören. Ehe du dich versiehst, steckst du in einer Spirale fest und weißt nicht mehr weiter.

Frau Bett burnout
Die Symptome des Broken-Heart-Syndroms ähneln eins zu eins denen eines Herzinfarkts. Credit: Shutterstock/Stock-Asso /

Übrigens: Wie du am besten mit einer toxischen Beziehung umgehst, liest du hier.

3 Anzeichen für ein Beziehungs-Burnout

Die Zurückweisung durch den Partner oder die Partnerin macht sich nicht nur durch Erschöpfung und Gereiztheit bemerkbar, auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen können die Folge des Beziehungs-Burnout sein. 

Welche Anzeichen noch für ein Beziehungs-Burnout sprechen:

1. Trägheit

Ein romantisches Picknick planen, ein Städtetrip nach Rom buchen und nebenbei noch ein Drei-Gänge-Menü kochen, alles um deine:n Partner:in zu zeigen, wie glücklich du bist. Im Gegenzug bekommst du nur Vorwürfe und unnötige Diskussionen zu hören? Die Folge: Du ziehst dich immer mehr zurück, deine Energiereserven sind aufgebraucht und du fühlst dich nur noch schlapp und ausgelaugt.

2. Angst vor Zeit zu zweit

Früher konntet ihr die Finger nicht voneinander lassen und heute graut es dir, nach der Arbeit nach Hause zu kommen? Die täglichen Auseinandersetzungen haben Spuren hinterlassen. Du verbindest deine:n Partner:in mittlerweile mehr mit Stress als mit Romantik.

3. Sexfrust

Bei so viel Stress ist es nicht verwunderlich, dass du keine Lust auf Sex hast. Dafür ist unter anderem das Stresshormon Cortisol verantwortlich. Cortisol wirkt sich nicht nur auf den Appetit aus, sondern auch auf eine verringerte Libido. Bei Stress hast du somit nicht nur keine Lust auf Sex, sondern findest deine:n Partner:in auch weniger attraktiv. So will dir dein Körper auf die intimste Art und Weise mitteilen, dass du in deiner Beziehung alles andere als glücklich bist.

Bedeutet ein Beziehungs-Burnout immer das Ende?

Ein Beziehungs-Burnout muss jedoch nicht zwingend eine Trennung mit sich ziehen. Wenn beide wirklich an der Beziehung arbeiten wollen, ist es möglich, diese schwierige Phase zu bewältigen. Dabei spielt Kommunikation die wichtigste Rolle, denn nur wenn ihr ehrlich miteinander sprecht, wisst ihr, was der jeweils andere von euch erwartet.

Auch eine Paarberatung kann euch, falls ihr das wünscht, unterstützend unter die Arme greifen und mit euch gemeinsam den Ursachen des Beziehungs-Burnouts auf den Grund gehen. Durch eine neutrale Person eskalieren Schuldzuweisungen und Diskussionen meist nicht so schnell und man kann sich gezielt auf Lösungsansätze konzentrieren.

Fazit: Den Beziehungs-Burnout frühzeitig erkennen

Beim Beziehungs-Burnout ist es wichtig, die Warnsignale nicht zu ignorieren, sondern aktiv zu handeln. Vertraue dich deinem Partner, einem Familienmitglied oder einem:r Freund:in an und rede offen über deine Gefühle und Ängste. 

Übrigens: Wie sich Burnout entwickelt und wieviele Phasen es gibt, liest du hier.