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Optische Illusion im Zug – Deswegen wird sie in jedem ICE installiert

In jedem ICE der Deutschen Bahn ist eine optische Illusion installiert. Sie kann den Reisenden sogar bei ihrer Zugfahrt helfen.

Gerade zu Weihnachten fahren viele Menschen wieder Zug. Foto: IMAGO / Martin Wagner

Gerade zur Weihnachtszeit fahren viele Menschen mit dem ICE wieder zurück in die Heimat, um sich dort mit Plätzchen und Spekulatius vollzustopfen und mit den Eltern über die Bedeutung der Weihnachtsgans zu disputieren. Ich bin einer dieser Menschen, die kurz vor dem Heiligen Abend die Züge mit Geschenktüten und Reisetaschen verstopfen.

Solltest du dich in den nächsten Tagen in einem Zug befinden, dann achte auf diese optische Täuschung. Man findet sie in beinahe jedem deutschen ICE.

Die Zugtoiletten im ICE & optische Täuschung

Die Toiletten in deutschen Zügen sind nicht gerade für ihre Schönheit, ihre Sauberkeit oder ihre tolle Innenausstattung bekannt. Oft kommt man als Mitfahrende:r in eine Zugtoilette hinein und wird schon von einem ekelhaften Ammoniak-Gestank begrüßt. Die Toiletten sind oft dreckig und das Papier liegt auf dem Boden herum.

Übrigens sollte man der Bahn keinen Vorwurf daraus machen, dass die Zugtoiletten oft dreckig und stinkig sind. Die bei der Bahn angestellten Putzhilfen machen die Innenräume der Züge jede Nacht sauber. Dabei werden Toiletten, Fenster, Tische und Griffe abgewischt – Gerade in Corona-Zeiten ist das besonders wichtig. Die Toiletten werden auch tagsüber immer mal wieder gereinigt.

Wenn wir uns also über die Sauberkeit der Bahn beschweren wollen, dann sollten wir vor allem uns selbst an die Nase fassen. Denn wer macht die Wagons und die Toiletten immer wieder aufs Neue dreckig? Die Reisenden.

Die Bahn bemüht sich, damit wir es schön haben

Die Deutsche Bahn hat die Toiletten vor allem praktisch eingerichtet. Es gibt eine Toilette, ein Waschbecken und Mülleimer. In den meisten Toiletten ist es wichtig, dass wir unser Toilettenpapier nicht in die Schüssel werfen, sondern in den Mülleimer.

Stimmt es eigentlich, dass man im Bahnhof nicht auf die Toilette darf?

Die meisten Menschen der älteren Generationen kennen es noch, dass man im Bahnhof nicht auf die Toilette gehen darf. Früher wurden die Abfälle nämlich beim Abspülen einfach auf die Gleise gekippt. Das ist heute zum Glück nicht mehr so. Die Toiletten in Zügen sind nämlich heute geschlossene Systeme.

Diese optische Täuschung soll zu unserem Wohlbefinden beitragen

Die Deutsche Bahn verbessert sich und ihre Toiletten. Heute sind es geschlossene Systeme und keine Exkremente landen auf den Gleisen. Noch eine wichtige Änderung ist hinzugekommen.

Die ICE-Toiletten werden mit einer optischen Illusion ausgestattet: Die Fenster werden mit weißer Folie beklebt. Darauf befinden sich Bilder von Vasen und Blumen.

In einem ICE gibt es insgesamt 11 Toiletteen. Foto: IMAGO / Eckhard Stengel

Auf den ersten Blick wirken diese Blumenornamente sogar echt. Erst beim zweiten Hinschauen kann man genau sehen, dass sie nur aufgeklebte Bilder sind. Doch was bringen diese Blumenbilder? Sie haben mehrere positive Einflüsse auf die Mitfahrenden:

  • Die Toilette wirkt größer, da die Fenster die Illusion geben, dass sich hinter den Blumen noch mehr Raum befindet.
  • Die Toilette wirkt heller. Durch die weiße Folie wirkt die Toilette selbst ohne Sonnenschein recht hell.
  • Man merkt das Ruckeln des Zuges nicht so sehr. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Menschen durch das statische Bild das Gefühl bekommen, der Zug stehe still. Gerade für Menschen, denen bei einer ruckeligen Fahrt übel wird, ist das ein wahrer Vorteil.
So sehen die Toiletten im ICE aus. Foto: IMAGO / Eckhard Stengel

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