Bereits während dem Flug in das Urlaubsland greifen viele Menschen zu einem Getränk, welches sie an Land nur sehr selten zu sich nehmen: der gute alte Tomatensaft. So haben bereits Forscher:innen am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen nachgewiesen, warum Tomatensaft in der Luft besser schmeckt. An Land wird dieser geschmacklich nämlich oft als lasch beschrieben.

Der Grund weshalb viele Passagier:innen öfters zum Tomatensaft greifen, liegt an der Flughöhe. Bei rund 10.000 Metern Höhe verändern sich durch den Luftdruck und der geringeren Luftfeuchtigkeit die Geschmacksnerven. Die Folge: Der Tomatensaft schmeckt mit einer guten Prise Salz einfach besonders gut. Während du beim roten Saft nicht unbedingt deinem Geldbeutel schadest, sieht das beim Wein im Urlaub schon wieder anders aus. Wieso du garantiert einen Fehlkauf machst, wenn du das alkoholische Getränk mit nach Hause bringst.

Wein im Urlaub: Darum schmeckt er besser

Es gibt doch fast nichts Schöneres, als entspannt im Urlaub anzukommen und den Alltagsstress der letzten Wochen hinter sich zu lassen. Und wie könnte das am besten funktionieren als mit einem Restaurantbesuch mit einem schönen Blick über das Meer und einem eisgekühlten Wein in der Hand?

Frau Wein
Wein schmeckt im Urlaub meist immer besser. Credit: IMAGO / Westend61

Wer dieses Szenario schon einmal selbst erlebt hat, weiß das der erste Schluck meist eine wahre Geschmacksexplosion ist. So lecker, dass man nicht hinweg kommt, den Kellner oder die Kellnerin darum zu bitten, einem eine Flasche des Weins einzupacken, um diesen auch zu Hause in der Heimat zu genießen. Zuhause angekommen, wird der leckere Wein gleich mit ein paar Freund:innen ausprobiert, die Geschmacksexplosion bleibt jedoch aus.

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Darum schmeckt der Wein in der Heimat nicht mehr

Für dieses Phänomen gibt es laut Professor Dr. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster eine ganz simple Erklärung. So erklärte er den Westfälischen Nachrichten, dass die veränderten Temperaturen, Lichtverhältnisse sowie die Luftfeuchtigkeit und der psychologische Effekt der gehobenen Ferienstimmung zu neuen Geschmackserlebnissen führen. Das führt dazu, dass “die Akzeptanz steigt, über einen leichten Fehler im Wein, etwa Korkgeschmack hinwegzusehen”, so der Professor Ritter.

Wein im Urlaub: Licht spielt eine große Rolle 

Eine Studie fand heraus, dass Lichteffekte das Wohlbefinden enorm beeinflussen. So empfanden Studienteilnehmer:innen einen Wein leckerer, wenn sie rotem oder blauem Licht ausgesetzt waren. Dieses Licht sollte dabei ein Abendessen an der atlantischen Küste nachempfunden sein. Da wir dieses Licht im heimischen Wohnzimmer nicht haben, schmeckt der Wein nach dem Urlaub meist nicht mehr so gut. 

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