Carmushka
Unsere weekly heroine diese Woche ist Carmen Kroll aka. carmushka.

Our weekly heroine: Carmen Kroll aka. carmushka im Interview

Carmen Kroll aka. carmushka ist mehr als ein schönes Instagram-Gesicht. Was sie zu unserer weekly heroine macht & im Interview verrät, liest du hier!

Jede Woche präsentieren wir euch großartige Frauen in unserer Rubrik weekly heroine. Nicht nur sollen unsere weiblichen Heldinnen ein starkes Vorbild sein, sondern zugleich eine solche Zugkraft besitzen, dass man sich gerne eine Scheibe von ihnen abschneiden würde. Sie sollen andere Frauen empowern.

Diese Woche stellen wir euch eine Frau vor, die dieses Potenzial wie kaum eine andere auf ihrem Gebiet in sich trägt: Carmen Kroll, vielen besser bekannt unter ihrem Instragram-Namen carmushka, ist eine echte Powerfrau und eine tägliche Inspiration für die beinahe 900.000 Leute (Stand: 02.03.2020), die an ihrem Leben via Instagram teilhaben. 

wmn konnte mit ihr ein schriftliches Interview ergattern. Hier verrät sie unter anderem, wie sie ihren stressigen Alltag als eine der erfolgreichsten deutschen Content Creatorinnen durchsteht und erklärt, warum sie so offen über ihre vermeintlichen Schwächen spricht.

Carmen Kroll
Carmen Mercedes Kroll hat verstanden, dass genug für alle da ist.(Photo: © Carmen Kroll)

Carmen Kroll, kurz & knackig

  • Carmen Mercedes Kroll ist 27 Jahre alt und verbrachte ihre Kindheit im polnischen Katowice, bis sie später nach Düsseldorf zog. Heute lebt sie mit ihrem Mann Niclas und ihren zwei Katzen in der Medienhauptstadt Köln.
  • Als Kind wollte sie immer Kinderärztin werden, während ihres Germanistikstudiums zog sie es allerdings immer mehr in Richtung Mode-Journalismus.
  • Diesen Traum erfüllt sie sich seither, denn sie ist eine der bekanntesten deutschen Content Creatorinnen, mit einem starken Fokus auf Fashion.
  • Damit nicht genug, ist sie die Co-Founderin des Fashionlabels OH APRIL. Den Claim der Marke In Girls we Trust lebt Carmen voll aus.
  • Außerdem ist sie davon überzeugt, dass Glück sich vermehrt, wenn man es teilt. Aus diesem Grund teilt sie auch ihr Know How: Seit letztem Jahr lässt sie regelmäßig das carmushka summer- und winter house stattfinden, in dem sie anderen Content Creatorinnen unter die Arme greift
  • Carmen liebt ihre Community und nutzt ihre Reichweite sinnvoll: Im Winter des letzten Jahres hat sie mit Hilfe ihrer Follower einen Schulbau in Malawi finanziert. Die Spenden dafür hatte sie in unglaublichen zwei Stunden beisammen. 

Im Interview verrät uns carmushka, wie sie dem Tag mehr als 24h verleiht und wie sie mit vermeintlichen Schwächen umgeht.

Carmen Kroll im Interview

Dass sie Sprache liebt, wird auf den ersten Blick ersichtlich, wenn man sich die liebevollen Texte auf ihrem Blog oder aber unter ihren Instragram-Beiträgen zu Gemüte führt. Nicht weniger sprachliches Feingespür legt sie bei den Antworten auf die schriftlichen Fragen der wmn-Redaktion zutage. (Anm. d. R.: Die Hervorhebungen sind durch wmn erfolgt.)

wmn: Du bist (fast) jeden Tag auf Instagram zu sehen, nebenher führst du einen Blog, bist Model, wirst für Veranstaltungen gebucht und bist Co-founder deines Labels 'ohapril'. Manche haben in ihrem ganzen Leben nicht so viele verschiedene Jobs, wie du sie auf einmal hast. Wie stressig empfindest du dein Leben? Wie schaffst du es, dich zu koordinieren? 

Carmen:  Auf meinem Blog gebe ich viele Tipps zu genau diesem Thema, denn Produktivität und funktionierendes Zeitmanagement sind keine Frage von Talent. Ich bin ein großer Fan von To-do-Listen. Nicht nur, weil sie mir ein gutes Gefühl  geben, wenn ich Punkte abhaken kann, sondern, weil sie mir wirklich dabei helfen, nie den Überblick zu verlieren und zu priorisieren. 

Ich nutze oftmals einfach meine Notizen-App auf dem Handy und kategorisiere morgens als allererstes meine  ‚Must Dos‘, also Dinge, die wirklich erledigt werden müssen, in drei verschiedene Dringlichkeitsstufen: Prio 1, 2 und 3. Dabei achte ich darauf, was realistisch und machbar ist, um mich nicht zu übernehmen

Denn das Thema Mental Health sollte dabei nie aus dem Blick geraten. Wer sein Leben als stressig empfindet, sollte etwas ändern, denn auf Dauer ist das nicht gesund. 

wmn: Fühlst du dich jeden Tag stark und selbstbewusst? Was tust du, wenn Selbstzweifel an dir nagen?

Carmen: Es gab eine Zeit, in der ich sehr unsicher war, weil ich mich ständig mit anderen verglichen habe. Die gute Nachricht: Selbstbewusstsein kann man lernen und sich selbst zu lieben ebenfalls. Ich habe damit angefangen meine Qualitäten und Stärken, die mich ausmachen, schätzen zu lernen. 

Ich begann, Tag für Tag dankbar dafür zu sein, wer ich bin und wie ich bin und habe meine Einzigartigkeit als meine große Stärke erkannt. Genauso habe ich erkannt, dass es viel wichtiger ist, an sich selbst zu glauben, statt an sich zu zweifeln. 

Und wenn ich mich doch mal an einem Tag nicht gut fühle, habe ich die beste Community der Welt, die mich sofort aufbaut: Ich habe einen Screenshot-Ordner auf meinem Handy mit den schönsten Nachrichten, die ich bekommen habe. Ein Blick in diesen Ordner genügt. 

Unter dem Hashtag #dontpaniccarmushka sollen sich User vernetzen, die ebenfalls an einer Panik- und Angststörung leiden, um diese gemeinsam hinter sich zu lassen.

wmn: Du machst kein Geheimnis darum, dass du an einer Panik- und Angststörung leidest. Mittlerweile gibt es sogar den Hashtag #dontpaniccarmushka, der deine Follower vernetzen soll. Warum hast du dich dazu entschlossen, diesen Schritt zu gehen? 

Carmen: Ich denke, Panikattacken kommen von Ängsten, denen man sich stellen muss. Und so wollte ich mich dem Thema in voller Gänze stellen, indem ich es offen anspreche. Außerdem war es mir wichtig, zu einer Enttabuisierung beizutragen und anderen Betroffenen zu helfen.

wmn: Siehst du dich selbst als Vorbild für Frauen? Könntest du jungen Frauen eine Botschaft mitgeben, die sie niemals vergessen sollten, welche wäre das? 

Carmen: Ich möchte gar kein Vorbild sein, sondern einfach nur andere inspirieren und motivieren, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten und zu leben. Eines meiner Lieblings-Lebensmottos ist dabei „Girls support girls“

Wenn wir uns alle zusammentun und uns gegenseitig unterstützen, dann macht uns das nämlich nicht schwächer, sondern allesamt stärker. Also freut euch für andere und seid hilfsbereit und selbstlos. Wer etwas hat, kann etwas geben – und wird auch mit Sicherheit etwas zurückbekommen.

Carmen zusammen mit ihrer Geschäftspartnerin Julia Zwingenberg, die zusammen das Label OH APRIL mit Leben & Leidenschaft befüllen.

Was wir von Carmen Kroll lernen können

Carmen ist unsere dieswöchige Heldin: Sie vermittelt uns, dass jede Frau es schaffen kann, hat sie nur das richtige Mindset und die richtige Unterstützung. Sie hat verstanden, wie wichtig es ist, zu Netzwerken und sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem gibt sie uns regelmäßig wertvolle Tipps mit auf den Weg, wie eine bessere (Selbst-)Organisation gelingt, sodass der Tag am Ende gefühlt mehr als 24 Stunden hat.

Dabei lässt sie allerdings nie aus dem Blick, dass es nicht nur karrieretechnisch vorangehen soll. Vor allem den Themen persönliche Entwicklung und Charakterstärkung misst sie große Bedeutung zu. Bei all den Dingen, an denen wir wachsen können, verliert sie auch Themen wie Mental Health nicht aus dem Blick. 

So hat sie sich wie schon unsere weekly heroine Ronja von Rönne auch dazu entschieden, ihre Panik- und Angststörung öffentlich zu machen und gewinnt so an noch mehr Größe. Wir lassen uns auch in Zukunft gerne weiter von dir inspirieren und motivieren, liebe Carmen! 

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