Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Ich entschuldige mich jetzt schon für diese Floskel, aber die Info, dass Frottee aktuell im Trend sei, hat mich doch etwas ratlos zurückgelassen. Aber schauen wir uns das angebliche Trend-Teil Frottee-Kleid erst einmal genauer an.

Frottee-Kleider liegen im Trend. Aber warum eigentlich?

Theoretisch ist an Frottee ja erst einmal nichts auszusetzen. Wir kennen das flauschige Material bisher hauptsächlich von Bademänteln und Handtüchern. Aber schaut man sich aktuell in den Läden und Online-Shops um, stellt man fest: Frottee ist gerade der heiße Scheiß! Ob Top, Pulli, Rock – sogar Frottee-Kleider kann man kaufen. Aber lohnt das auch? Gehen wir die Sache doch mal pragmatisch an. Hier sind die Vor- und Nachteile des Frottee-Trends.

Nein, auch der Frottee-Trend ist keine Erfindung der Moderne, sondern war schon 1954 en vogue. Foto: Underwood Archives/Getty Images

Fest & flauschig: Das sind die Vorteile eines Frottee-Kleides

Tatsächlich liegen die Vorteile eines Frottee-Kleides gerade für See- bzw. Freibadgängerinnen klar auf der Hand. Es kann das Handtuch ersetzen. Beziehungsweise dein Kleid ist das Handtuch. Ein paar Minuten in der Sonne und schon sind Kleid und du wieder trocken. Aber trotzdem bitte nicht den Sonnenschutz vergessen, sonst droht frühzeitige Hautalterung durch Sonne und da hilft auch ein Frottee-Kleid nicht.

Aber nicht nur das Seewasser wird von dem Handtuch-Stoff aufgesaugt, sondern auch Schweiß. Das macht ein Frottee-Kleid gerade im Sommer für Vielschwitzerinnen attraktiv. Wenn dir das noch nicht reicht, gibt es hier ein paar nützliche Tipps, wie du weniger schwitzt. Neben dem Schwitzen hält ein Frottee-Kleid aber auch andere Strapazen gut aus, da Frottee ein sehr festes und beanspruchbares Material ist. Plus: Es ist vergleichsweise knitterfrei. Damit kann der Transport im Koffer deinem Frottee-Kleid für den Sommerurlaub nicht viel anhaben.

Na ja, die Nachteile eines Frottee-Kleides lassen sich streng gesehen auf jeden anderen Modetrend übertragen: Es ist eine Geschmackssache. Ich persönlich mag dünne und fließende Stoffe im Sommer lieber. Außerdem umschmeicheln Viskose, Seide und Co. den Körper deutlich mehr als der steife Frottee-Stoff. Aber ich gebe zu, das Schnelltrocken-Argument am See hat mich überzeugt. Auch wenn man etwas aufpassen muss, dass man in seinem Frottee-Kleid am Ende nicht aussieht wie ein Kleinkind, das im Sand buddelt.

Dieses kleine Mädchen wusste schon 1960, dass die Frottee-Mode zurückkommen wird. Foto: Keystone-France/Gamma-Keystone via Getty Images

Fazit zum Thema Frotee-Kleid: Ein klares Jein

Optisch ist für mich der Trend zum Frottee-Kleid noch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Vorteile im Sommer aber sind unbestreitbar und diese sind es wert, einmal ausgetestet zu werden. Ob sich der Trend durchsetzen wird, wage ich aber zu bezweifeln. Spätestens im Herbst sitzen wir ja auch nicht mehr am See. Und die Regenjacke wird die Frottee-Mode kaum ersetzen können.

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