Zückt die Ahnentafeln, schärft euren Verstand und haltet die Fernbedienung bereit, um in wichtigen Szenen stoppen zu können: Die Netflix Serie DARK ist am 27. Juni in die dritte und letzte Runde gestartet. Wir haben die 3. DARK-Staffel in einem Zug gebinged und verraten euch spoilerfrei, ob wir kopfschüttelnd oder voller Einsicht und Begeisterung zurückgeblieben sind.

DARK: Ein internationaler Erfolg

Wer an die deutsche Film- und Serienlandschaft denkt, dem kommen Bilder von Schweigers und Schweighöfers filtergeschönten Schnulzen oder an Tatort-Sonntage mit seinen Eltern. Doch das könnte sich nun ändern. Mit der Serie DARK feiern die Macher Baran bo Odar (Regie) und Jantje Friese (Drehbuch) internationale Erfolge

Fans der düsteren Zeitreiseserie, die gekonnt Apokalypse und 80er- Jahre Charme mischt, finden sich mittlerweile auf der ganzen Welt. In der New York Times rieselt es Lob und nun wurde DARK zur besten Netflix Serie ausgezeichnet, sodass selbst Stranger Things sich hinten anstellen muss. 

Die anfängliche Kritik, dass gerade jene Serien sich zu sehr ähneln würden, konnte unlängst abgeschüttelt werden. Den Grund dafür sehen die meisten Rezensenten in dem ungeheuren Erzählgeschick der Serie DARK.

Martha
Neben Jonas bekommt nun auch die weibliche Protagonistin eine bedeutende Rolle zugesprochen.(Photo: Netflix Mediencenter)

DARK 3. Staffel: Kann das was?

Auch in der dritten Staffel von DARK ist die fiktive Kleinstadt Winden, die von einem Atomkraftwerk versorgt wird, Dreh- und Angelpunkt der Serie. Übrigens finden sich hier Spuren des Regisseurs, dessen Vater selbst jahrelang in einem Atomkraftwerk gearbeitet hat.

Natürlich wird uns Winden auch in der dritten Staffel nicht eindimensional präsentiert. Weder zeitlich, noch räumlich. Dass neben den aufwendigen zeitlichen Verstrickungen nun auch noch weitere Welten ins Spiel kommen, hat bereits das Ende der zweiten Staffel verraten. Genaugenommen hat es uns Martha verraten, die gar nicht Martha ist, wie sie uns zu verstehen gibt. 

Wem hier nicht der Kopf rauchte und der Magen grummelte, wie eine einzige Staffel diese Verwirrung jetzt auflösen soll, muss eindeutig vorab Einsicht in die Drehbücher gehabt haben. Auch während der der dritten Staffel nimmt das Gefühl nicht ab, die Verwirrung bleibt groß

Folge für Folge wird der Zuschauer tiefer in das DARK Universum hineingezogen. Ausdrucksvolle Szenenbilder, jedes für sich bedeutungsschwanger und die mehr als passende musikalische Untermalung tun ihr Übriges, um den Zuschauer an den Bildschirm zu fesseln. Doch der Gedanke pocht bei jedem neuen Intro: Wie soll das sein Ende finden?

Martha & Jonas
Martha & Jonas: Welche Rolle spielen sie bei der Auflösung?(Photo: Netflix Mediencenter)

Martha & Jonas: Die Lösung der DARK Gleichung?

Wir wollen nur so viel verraten: DARK findet sein Ende. Und ein würdiges noch dazu. Im Mittelpunkt des Ganzen: Martha und Jonas, die schon längst nicht mehr die verliebten Teenies der Windener Hochschule sind. Vom Inzest mal abgesehen. Nein, die beiden spielen eine größere Rolle. 

DARK ist kein Comfort Binge für nebenher. Das hochkomplexe filmische Erzählen der Serie muss gewürdigt werden. Und wer der Serie die Aufmerksamkeit gibt, die sie verdient wird nicht nur mit einem schlüssigen Finale von DARK Staffel 3 belohnt, sondern hat auch Anteil an einem Aufschwung der deutschen Film- und Fernsehwelt, die sich traut, tiefer zu gehen und den Zuschauern mehr zumutet, als die immer gleichen, platten Liebes- oder Krimigeschichten. DARK hat neue Maßstäbe geschaffen, die es ab sofort zu übertreffen gilt. 

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