Fühlst du dich heute morgen wie gerädert und hast tiefe Ringe unter den Augen? Lagst du gestern stundenlang wach und hast dich um dich selbst gedreht? Das mag am Pinken Mond gelegen haben, der gestern in Deutschland am Himmelszelt stand.

Vollmond: Was ist der Pinke Mond überhaut?

Der Pinke Mond ist Vollmond und Supermond zugleich. Er ist so hell und so strahlend wie kein anderer Mond im Jahr 2021 – ein faszinierendes Spektakel. Auch wenn der Mond nur wenig pink, sondern vielmehr weiß war.

Hast du den Pinken Mond verpasst? Das ist kein Grund zur Verzweiflung. Es wird dieses Jahr noch einige andere bunte Monde geben. Hier haben wir zusammengefasst, was es sonst noch so am Himmelzelt dieses Jahr gibt.

Warum schlafen wir so schlecht bei Vollmond?

Forscher:innen des Zentrums für Chronobiologie der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (Schweiz) erklären im Fachblatt Current Biology, dass es tatsächlich Gründe dafür gibt, dass wir Menschen bei Vollmond schlechter in den Schlaf finden. In einer Studie wurde nach eigenen Angaben endlich ein wissenschaftlicher Beweis gefunden: Der Mond beeinflusst den Schlaf und es liegt an den Hormonen.

Die Hormone und der Mond

Die Forscher:innen hatten schon zuvor zu untersuchen versucht, wie die Mondphasen sich auf den Schlaf auswirken. Aber nie waren sie zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen: Egal, ob sie die Schuld bei Hirnaktivität, Augenbewegungen oder Hormonveränderungen suchten. Doch in dieser Studie mit 33 Personen war es endlich soweit.

Proband:innen brauchten bei Vollmond gut 5 Minuten länger, um in den Schlaf zu finden. Insgesamt bekamen sie gut 20 Minuten weniger Schlaf pro Vollmondnacht.

Ihre neue Auswertung ergab nun, dass die Versuchspersonen bei Vollmond im Schnitt fünf Minuten länger gebraucht hatten, um einzuschlafen. Sie hatten zudem pro Nacht insgesamt 20 Minuten weniger geschlafen und die Qualität ihres Schlafs selbst auch schlechter beurteilt.

Das lag an diesen folgenden Mondfaktoren

  • Hirnaktivität: Die Länge des Tiefschlafs nahm ab.
  • Hormone: Der Melatonin-Spiegel sank. Dieses Hormon ist an der Steuerung von Schlaf- und Wachphasen beteiligt.
  • Stimmung & geistige Leistung: Durch die beiden oberen Faktoren könne auch dieser letzte Faktor beeinflusst werden.

Die Forschenden sahen das als Durchbruch an, die Schlafstruktur des Menschen in einer Vollmondphase endlich besser verstehen zu lernen.