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Schnurren? Daran erkennst du, dass eine Katze gestresst ist

Wie alle Tiere können auch Katzen Stress empfinden. Wir zeigen dir, woran du merkst, dass dein Stubentiger gestresst ist und wie du ihm helfen kannst.

Katze gestresst
Es gibt verschiedene Situationen, bei deinen deine Katze unter Stress steht. Foto: Maryna Terletska / Getty Images

Du rennst kopflos durch die Gegend und deine Katze starrt dich dabei an? Das kann bedeuten, dass dein Stress auf deinen Stubentiger übergegangen ist. Negativer Stress kann, wie bei uns Menschen, bei Katzen viele Ursachen haben. Da diese meist nicht sofort ersichtlich sind, haben wir dir ein paar Gründe zusammengestellt, die daran Schuld sein können, dass deine Katze unter Stress leidet und wie du ihr in diesem Zusammenhang helfen kannst.

Patricia Neumann
Patricia ist stolze Katzenmama. Foto: Patricia Neumann

Unsere Autorin Patricia ist passionierte Katzenmama und somit unsere Katzenexpertin. Alle Tipps, die du hier findest, wurden vorher von ihr und ihrem Kater Lio ausprobiert.

Stress-Auslöser bei Katzen

Katzen sind sehr empfindliche Tiere. Daher gibt es auch viele Auslöser für Stress, die sie stören können. Keine Sorge: Viele dieser Gründe kann man mithilfe von Geduld und Liebe beheben.

Leseempfehlung: Du willst lieber wissen, welche Anzeichen es für Stress bei Hunden gibt? Dann schau bei unserem anderen Artikel vorbei und hole dir Tipps, wie du deinem Vierbeiner helfen kannst.

1. Neue Spielgefährten im Haus

Eine zweite Katze ist generell keine schlechte Idee, besonders für deine Samtpfote. Jedoch ist das nicht so einfach, wenn deine Katze es gewohnt ist, alleine zu sein. Da können zwischen dem Neuankömmling und deiner älteren Katze schon mal die Fetzen fliegen. Auch Hunde sind für Katzen, die nicht mit Hunden groß geworden sind, ein großer Stressfaktor.

2. Neue Umgebung

Wenn dein Samtpfötchen umzieht, ist das eine Umstellung, genauso wie bei uns. Dabei geht es nicht nur um dauerhafte Umzüge, sondern auch um kurze Umgebungsänderungen. Wenn deine Katze also während du im Urlaub warst, in einer Pension oder in einem anderen Zuhause war, kann es zu Stress kommen.

3. Eine andere Katze im Revier

Wenn deine Nachbar:in eine neue Katze hat, solltest du besonders achtsam sein. Katzen hassen es, wenn eine andere Katze ihr Revier stört. Das erkennt sie durch gesetzte „Duftmarken“ in Form von Urin. Oft kratzen die Samtpfoten dann auch an Türen und Ecken.

Katze Stress Dominanz
Ein Dominanzverhalten ist unter Katzen normal. Dabei gehen sie auch in das andere Revier, was stressen kann. Foto: sambarfoto via Canva

4. Neue Personen

Sowohl kleiner Familienzuwachs als auch ein neuer Partner oder eine neue Partnerin sind Stresssituationen, auf die sich deine Katze erst einstellen muss. Einige Katzen mögen auch bestimmte Personengruppen wie zum Beispiel Kinder nicht. Achte am besten, bevor du dir die Samtpfote ins Haus holst, darauf und frage die vorherigen Besitzer:innen danach.

5. Deine Katze ist zu oft alleine

Katzen sind entgegen dem Klischee keine Tiere, die gerne einzeln gehalten werden. Das sagt auch der Tierschutzbund. Wenn also eine junge Katze den ganzen Tag alleine zu Hause gehalten wird, kann das für Stress sorgen.

6. Zu wenig Aufmerksamkeit

Wenn du deiner Katze zu wenig Aufmerksamkeit schenkst, kann das bei deiner Katze für Stress sorgen. Deine kleine Samtpfote muss sich bewegen und eine Menge spielen. Hole also jeden Tag für ein paar Minuten den Jäger oder die Jägerin aus deiner Katze heraus!

7. Ungewohnte Geräusche

Katze versteckt sich
Ein Anzeichen dafür, dass deine Katze gestresst ist, könnte sein, dass sie sich versteckt. Foto: IMAGO Images / Westend61

Eine andere Klingel oder die Böller zum Silvester: Katzen hassen laute und neue Geräusche. Versuche von Anfang an, deine Katze an möglichst viele Geräusche zu gewöhnen. So versteckt sie sich nicht sofort, wenn sie neue Geräusche hört.

Anzeichen für Stress bei deiner Katze

Katzen zeigen deutlich, wenn sie unter Stress stehen. Man muss nur die Anzeichen kennen. Dafür solltest du besonders auf die Körpersprache deiner Katze achten. Das sind Anzeichen, die du im Auge haben solltest:

  • Verstecken: Wenn deine Katze sich ständig hinter Möbeln versteckt, ist das kein gutes Zeichen.
  • Übermäßiges Putzen: Katzen putzen sich maximal fünf Stunden pro Tag.
  • Fauchen und Miauen: Gerade, wenn deine Katze oft faucht und miaut.
  • Allgemein aggressives Verhalten: Dazu gehört zum Beispiel auch kratzen.
  • Unsauberkeit: Wenn deine Katze sich nicht sauber macht oder nicht mehr aufs Katzenklo geht, ist das ein Warnzeichen.
  • Keine Lust zu spielen: Natürlich haben Katzen nicht immer Lust zu spielen, aber eine Stunde pro Tag sollte es mindestens sein.

Tipps zur Entspannung: So kannst du deiner Katze helfen

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, eine Katze zu beruhigen. Diese Dinge kannst du versuchen, wenn deine Katze unter Stress steht:

  • Eine möglichst artgerechte Haltung ist so oder so wichtig. Informiere dich und versuche deine Wohnung möglichst passend zu gestalten. Schaffe hierfür auch Kratz- oder Kletterflächen an der Wand.
  • Schenke deiner Katze Aufmerksamkeit. Uns zwar so, wie sie es braucht. Spiele also mit deiner Katze mit Angeln oder Spielmäusen oder streichel sie regelmäßig.
  • Deine Sprache macht viel bei der Kommunikation mit deiner Katze aus. Spreche ruhig mit ihr. Du kannst auch Babysprache benutzten, da die Sequenz höher ist, hören Katzen darauf besser.
  • Ganz viel Geduld! Wenn du mit deiner Katze ungezogen bist, ist es ganz normal, dass deine Katze ein wenig Zeit zum Eingewöhnen braucht.

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