Die Nächte verbringen die meisten Deutschen gerade schwitzend und keuchend in ihren Betten. Leider liegt das aber nicht daran, dass wir heiße Techtelmechtel haben, sondern an der brütenden Hitze, die von außen in die Schlafzimmer Deutschlands strömt. Das Bett kühl zu halten, scheint beinahe unmöglich? Dann kennst du noch nicht unsere 11 Tipps, mit denen man das Bett immer angenehm kühl hält und wir endlich wieder durchschlafen können.

Wein & Weiber ist der Podcast vom wmn-Magazin. In dieser Folge sprechen Mona und Lisa über den Sommer und seine gesundheitlichen Auswirkungen.

Warum schwitzen wir in der Nacht?

Bevor wir uns an die Tipps und Tricks für ein kühles Bett machen, sollten wir uns erst einmal der Wurzel des Problems zuwenden. Denn warum schwitzen wir in der Nacht eigentlich häufiger, egal, ob Winter oder Sommer?

Allgemein sind ungünstige Schlafbedingungen schuld an dem Nachtschweiß. Eine zu warme Decke, ein zu scharfes Essen vor dem Schlafengehen oder auch hormonelle Veränderungen wie die Wechseljahre können das Problem des Schwitzens auslösen. Im Sommer kommt dann natürlich noch die Hitze dazu, die einen schier fertigmacht.

Kühles Bett gegen heiße Tage & Nächte

Je höher die Temperaturen klettern, desto weniger Schlaf bekommt man. Man dreht sich umher, stößt die Decke weg, liegt wie ein Seestern, alle Viere von sich gestreckt mitten auf dem Bett und fragt sich, warum der Schlaf nicht einsetzen will. Aber das wird bald der Vergangenheit angehören mit unseren Tipps, wie der gemütlichste Ort der Welt, aka dein Bett schön kühl bleibt.

1. Wadenwickel

Heiße Beine sind einer der Faktoren, die die Hitze in unserem Körper beinahe unerträglich machen. Eine Bettdecke, selbst eine ganz dünne, macht Menschen mit heißen Beinen besonders verrückt. Um deine Beine abzukühlen, gibt es aber durchaus Möglichkeiten: Nimm dir zwei Spültücher und feuchte sie mit eiskaltem Leitungswasser an. Danach wringst du sie über der Spüle aus und wickelst sie dir um die Beine und die Füße. Es ist nicht schlimm, wenn sie noch ein wenig tropfen und dein Bett nass machen. Dein warmer Körper wird es sehr schnell wieder trocknen.

2. Weg mit dem Fernseher!

So schwer es dir auch fällt, tu dir selbst den Gefallen und schalte sämtliche elektronische Geräte wie Fernseher, Glühlampen und Spielekonsolen aus. Auch wenn deine Geräte nur auf Standby geschaltet sind, produzieren sie trotzdem sehr viel Wärme und geben diese an ihre Umgebung, in diesem Fall dein Schlafzimmer, ab.

Frau mit Fernbedienung
Auch das Ausschalten des Fernsehers kann dir helfen, dass dein Bett im Endeffekt kühl ist. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

3. Kühles Bett mit wenig Aufwand

Auch wenn es vielleicht zuerst zu offensichtlich erscheint, ist es dennoch ein äußerst wirksamer Tipp. Denn du kannst deine gewöhnliche Wärmflasche auch ganz einfach zu einer Kühlflasche umfunktionieren. Wie geht das? Ganz einfach. Du befüllst deine Wärmflasche mit kaltem Wasser und legst sie dann ca. 3-4 Stunden bevor du schlafen gehst in den Kühlschrank. Und wenn du ins Bett gehst, hast du direkt eine erfrischende Abkühlung, die garantiert solange kalt bleibt, bis du eingeschlafen bist.

4. Bezüge aus leichten Materialen

Vorbereitung ist alles. Vor dem Schlafengehen solltest du also schon dafür sorgen, dass dein Bettbezug und deine Lacken aus leichten Materialien wie Leinen oder dünner Baumwolle sind. Seide ist ebenfalls ein Material, das kühlt und tut als Kopfkissenbezug auch noch deinen Haaren gut. Unter synthetischen Fasern wie Polyester staut sich die Hitze dagegen zusätzlich. Wenn das nicht reicht: Weg mit dem Innenfutter und nur mit Bezug oder Laken schlafen.

Tipp: Nicht nur deine Bettwäsche sollte aus einem leichten Stoff sein, sondern auch die Kleidung, in der du schläfst. Hier gilt: weniger ist mehr. Also probiere doch auch mal einen Schlafanzug aus Leinen aus.

5. Zu kühl, um wahr zu sein

Nicht nur dein Bettbezug sollte aus kühlenden Materialien bestehen, sondern auch deine Bettdecke. Und ja, die gibt es wirklich. Denn mit einer Bettdecke aus Kohlefasergewebe und einer Mikrofaser-Füllung ist die nächtliche Abkühlung garantiert. Und wenn dir die Bettdecke mal zu warm ist, gibt es immer noch kühlende Kuscheldecken bestehend aus einer Kombination aus Bambusfaser, Nylon und Polyester, die dazu beiträgt deine Körpertemperatur schneller zu senken. So sind du und dein Bett die ganze Nacht lang ideal gekühlt.

Frau mit Bettlaken
Du möchtest ein kühles Bett? Dann schlaf vielleicht nur mit einem Laken! Foto: IMAGO / Westend61

6. Ab ins Gefrierfach!

Ein Trip in das Gefrierfach kann auch nie schaden. Natürlich nicht für dich selbst, sondern für deine Decke. Lege diese etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Schlafengehen in den Kühlschrank und beziehe anschließend dein Bett erneut – Erfrischung garantiert! Der Effekt hält nämlich auch bis zu 45 Minuten an, sodass du genug Zeit hast, um dich ins Land der Träume zu begeben.

7. So spät wie möglich lüften

Je später es wird, desto mehr sinkt die Temperatur und verschafft automatisch Erleichterung. Das ist dann die perfekte Zeit, um alle Fenster in deiner Wohnung aufzureißen (die du am Tag besser die gesamte Zeit geschlossen hältst) und richtig gut durchzulüften – davon profitiert nämlich auch dein Bettzeug.

8. Mal auf dem Boden schlafen

Hitze steigt bekanntlich nach oben. Wenn keiner der bisher genannten Tipps hilft, könntest du dein Nachtlager auch einmal an einen anderen Ort verlagern und so dein heißes Bett verlassen. Verfrachte also dein Bettzeug auf den Boden oder gleich direkt in den hauseigenen Keller, wenn dieser nicht allzu gruselig sein sollte.

Frau auf dem Boden in Unterwäsche. Bett kühlen
Auf dem Boden zu schlafen kann im Sommer auch mal ganz angenehm sein. Foto: IMAGO / Westend61

9. Serviere deinem Ventilator Eis

Ventilatoren reichen dir nicht oder wirbeln nur heiße Luft auf? Dann ist der nächste Hack definitiv etwas für dich. Positioniere einfach Eiswürfel in einem Gefäß vor deinem Ventilator (welcher am Besten so nahe wie möglich an deinem Bett steht) und lass die Magie passieren. Während das Eis schmilzt und der Ventilator seinen Job macht, weht durch den Verdunstungseffekt eine erfrischende Brise direkt zu dir ins Bett.

10. Frag deinen Hund nach seiner Kühlmatte

Zum Schluss möchten wir dir unseren absoluten Geheimtipp nicht vorenthalten. Schaff dir eine Hundekühlmatte mit Gelfüllung an. Diese sind eigentlich für unsere Vierbeiner geeignet, funktionieren aber wie ein Kühlakku, welches erst nach drei bis vier Stunden warm wird! Bei Berührung vollbringt die Matte ihr kleines Wunder und wird kühl. Also auch wenn du keinen Hund hast, lohnt sich ein Besuch bei Fressnapf für ein kühles Bett.

Hundepfoten
Ja, Hundepfoten können auch mal müffeln! Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

11. Überlege dir, ob ein Wasserbett für dich die Lösung sein könnte

Wenn du das ganze Jahr über an Hitzewallungen kurz vorm Einschlafen leidest, könnte ein Wasserbett dir die erlösende Erleichterung verschaffen. Im Sommer fühlt sich dieses nämlich herrlich kühl und im Winter angenehm warm an. Die Mindesttemperatur beträgt für die meisten Modelle um die 24 Grad Celsius.

Bei einer niedrigen Temperatur kühlt dein Körper im Schlaf allerdings stark aus und muss Energie aufwenden, um die Körpertemperatur zu regulieren. Deswegen empfehlen Expert:innen, das Wasserbett im Sommer auf 26 Grad Celsius aufzuheizen. So kann dein Wasserbett deine Transpirationsfeuchtigkeit verdampfen lassen und du kannst dem Nachtschweiß für immer auf Wiedersehen sagen!

Das Bett zu kühlen kann so einfach sein

Natürlich sind diese Punkte keine Garantie, dass du deinen Sommer ohne eine einzige schlaflose Nacht überstehst. Aber mit kleinen Tricks und Dingen, die man meist schon zu Hause hat, kann man sich für eine kurze Zeit wenigstens Erleichterung verschaffen. Und wenn dir das noch nicht reicht: Wir haben noch zehn weitere Tipps, wie du bei Hitze besser schlafen kannst.

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