Slow Living: Langsamer leben, wie geht das eigentlich? In einer Welt, in der wir uns oft überfordert fühlen von den vielen Reizen, die auf uns einprasseln, ist es sinnvoll, mal einen Gang runterzuschalten. Wie das geht, erklärt uns der Trend des Slow-Livings. 

Was ist Slow-Living?  

Slow living ist laut Definition ein Lebensstil, der zu einer langsameren Herangehensweise an das tägliche Leben ermutigt. Die Ursprünge dieses Lebensstils sind mit der italienischen Slow-Food-Bewegung verbunden, die als Reaktion auf die zunehmende Beliebtheit von Fast Food in den 80er und 90er Jahren den Schwerpunkt auf traditionelle Lebensmittelproduktionstechniken legte.  

Eine Woche langsamer leben 

Studien belegen, dass vor allem der Mental Load von Frauen, die konstant eine nahezu unsichtbare Familienarbeit leisten, immer höher wird. Auch durch die Digitalisierung und eine zunehmend digitalere Welt und Lebensweise beweisen Forscher:innen immer wieder: Social Media ist zeitgleich ein riesen Stressor und Stressabbau in unserem Leben. Aber “einfach mal runterschrauben” ist gar nicht so einfach wie gedacht. Was musst du also laut Expert:innen und Erfahrungsberichten tun, um langsamer zu leben? Ein Erfahrungsbericht gibt uns die perfekte Grundlage fürs langsame Leben. 

Frau mit Blumen im Haar
In der Natur fühlen wir uns mental besser. Foto: Pexels / Eugene

Tag 1: Raus in die Natur

Meist wir die Natur unterschätzt. So leben wir den ganzen Tag in der Großstadt umgeben von einer Reizüberflutung. Gönn dir deshalb mal eine Auszeit in der Natur und gibt vor allem mehr acht auf die kleinen Dinge. Unternimm einen großen Spaziergang und nimm danach ein Bad. Der erste Tag eignet sich wunderbar, um etwas runterzukommen. 

Tag 2: Ernährung

Auch die Ernährung leidet häufig unter großem Stress. Gerade da der Slow Living-Trend eben auch vom Slow Eating kommt, ist es wichtig, dass du deiner Ernährung wieder einen größeren Stellenwert im Leben einräumst. Achte darauf, deine Mahlzeiten zu planen und frischer zu kochen. 

Tag 3: Bewegung

Bewegung ist auch fürs Slow Living essentiell. Doch gerade dabei solltest du auf Sportarten achten, die dir Energie geben und dich zeitgleich ausgleichen. So kannst du am besten Yoga praktizieren. Auch Atemübungen haben große Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. 

Tag 4: Konsumverhalten

Konsum runterschrauben. Dabei geht es weniger um Minimalismus, als darum bedachter zu leben und zu konsumieren. Trenne dich von altem Ballast, der bei dir zu Hause rumliegt und eigentlich nur darauf wartet, ein neues zu Hause zu finden. Denn du kannst besser in einer aufgeräumten Umgebung leben, die es dir ermöglicht, nicht so viel emotionalen Ballast zu haben. 

Frau macht Tee
Langsamer Leben: Slow living ist ein absoluter Trend. Foto: Pexels / Melike Benli

Tag 5: Fast Fashion

Am letzten Tag heißt es Bye Bye Fast Fashion. Dank des Aufstiegs der TikTok-Trends der Secondhand-Kleidung können wir heutzutage besser auf nachhaltige Kleidungs-Optionen setzen. Denn zu einem langsameren Lebensstil gehört auch, unseren Kleidungskonsum zu überdenken. Müssen wir jedem neuen Fashion-Trend folgen? Besser ist es sich nachhaltiger und dauerhafter zu kleiden. 

TikTok-Trend: Slow Living 

Auch auf digitalen, schnellen Social Media Plattformen wie TikTok gewinnt der Slow Living trennt an Bedeutung. So geben dir verschiedene Accounts Tipps dazu, wie du langsamer leben kannst. Kleine Dinge wie den Geschmack deines Kaffees wahrnehmen, jeden Tag ein paar Seiten zu lesen oder auch den Raum, in dem man sich befindet wahrzunehmen, soll dabei helfen, langsamer zu leben. Denn so nehmen wir viele Dinge wahr, die im Alltagsstress manchmal einfach untergehen. Denk daran, dass auch Slow-Living ein Prozess ist. So kannst du nicht von heute auf morgen auf einmal langsamer leben. Versuch demnach Schritt für Schritt eine langsamere Lebensweise in deinen Alltag zu integrieren. 

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