Die Feiertage sind die beste Zeit, um endlich mal Balkon oder Fensterbrett zu begrünen. Aber wusstest du, dass du eine Menge falsch machen kannst beim Samen einpflanzen? Wir zeigen dir, wie es richtig geht.

Samen pflanzen
Beim Pflanzen von Samen kann viel schiefgehen.(Photo: darrya)

Samen richtig einpflanzen: Do’s

Natürlich ist nicht jede Pflanze gleich, aber bei den meisten klappt die Fortpflanzung in der Natur so: Die Mutterpflanze wirft die Samen ab, die Landen auf der Erde, werden vielleicht noch etwas eingetreten von Tieren und machen von da aus selbst weiter. 

Das heißt für uns: weniger zu tun, denn tatsächlich reicht es bei vielen Samen, sie einfach nur auf Erde zu platzieren, anzufeuchten und in der Sonne zu platzieren. Generell gilt Folgendes zu beachten:

  1. Nur Samen kaufen, wenn der Standort die Bedingungen für die fertige Pflanze klimatisch erfüllt.
  2. Zur richtigen Jahreszeit pflanzen. Frühling ist für viele Pflanzen perfekt. Schaue dafür aber immer auf der Verpackung nach.
  3. Samen brauchen keine nährstoffreiche Erde, denn das haben sie alles selbst gespeichert. Also nimm Anzuchterde oder Substrate.
  4. Dann wird die Erde ordentlich angefeuchtet.
  5. Alle Samen sollten einen Abstand von 1,5 cm – 2 cm haben.
  6. Schaue auf die Verpackung, wie tief die Samen eingepflanzt werden sollen, meistens zwischen 0,7 cm – 1,3 cm. Du musst sie also mit dem Finger nur leicht eindrücken.
  7. Stelle sie an einen warmen, feuchten Ort mit Sonne.
  8. Sorge dafür, dass die Erde immer feucht ist. Dafür kannst du sie auch mit Folie oder einer Plastikschale abdecken und so eine kleine Biosphäre erschaffen.
  9. Wenn der Setzling gewurzelt hat und mindestens 4 cm groß ist, kannst du ihn umpflanzen.
  10. Wenn es für die Pflanzen nach draußen geht, solltest du sie zwei Tage im Zuchtbehälter draußen stehen lassen, bevor du sie dort neu eintopfst, damit sie sich an die Temperaturen gewöhnen können.
  11. Anschließend kannst du sie draußen neu eintopfen.

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Mach dir über die Ostertage einen kleinen Dschungel zu Hause.(Photo: Milan_Jovic)

Samen richtig einpflanzen: Dont’s

Man kann viel falsch machen beim Sameneinpflanzen. Damit dein grüner Daumen dieses Jahr was zu tun hat, solltest du Folgendes vermeiden:

  • Samen übergießen. Sie dürfen nicht schwimmen, aber sollten immer schön feucht sein.
  • Zu früh ins Freie stellen. Bitte schaut auf die Verpackung und warte noch etwas, wenn es bei euch nachts noch unter die Nullgrade geht.
  • Zu wenig Licht in deiner Wohnung. Vielleicht kannst du dir ein Pflanzenlicht kaufen? Die besten Pflanzen für wenig Licht, zeigen wir dir hier.
  • Samen in Blumenerde anziehen. Die Pflanze wächst schnell, geht dann aber oft ein.
  • Zu viele Setzlinge anziehen. Hast du Platz für alle?
  • Altes Saatgut: Womöglich sind die Samen schon vertrocknet. Wenn du selbst Saat herstellst durch Gemüsesamen, gilt: Je frischer, desto besser keimt er.
  • Junge Pflanzen überdüngen. Das brauchen sie nicht. 
  • Zu viele Keimlinge nebeneinander. Sie nehmen sich gegenseitig Wasser, die Sonne und Nährstoffe weg.
  • Zu kalt oder zu warm. Keimlinge mögen es meistens warm. Die genaue Temperatur steht immer auf der Packung.
  • Zu tief einpflanzen. Es gibt Licht- und Dunkelsaat. Einige brauchen also Licht zum Keimen, andere die Erde. Sie sollten allerdings nie zu tief eingepflanzt werden, da sie sonst nicht den Weg nach oben schaffen.

Zeit für mehr Grün!

Nutze deine Freizeit, um deine Wohnung so gemütlich wie möglich zu gestalten und einen kleinen Dschungel daraus zu machen. Wenn du nicht die Geduld hast, Samen zu pflanzen und zu warten bis diese groß sind, kannst du auch Ableger von deinen liebsten Pflanzen machen.

Wie wäre es ansonsten noch mit einem Frühjahrsputz mit der Konmari-Methode, oder willst du lieber mit der FlyLady-Methode arbeiten?