In deinem privaten und in deinem professionellen Leben hapert es hier und da an deiner nicht vorhandenen Ordentlichkeit? Oder bist du diejenige, die immer weiß, wo du etwas abgelegt hast? Liebst du es, das Chaos zu beherrschen, oder hat alles in deiner Wohnung seinen festen Platz? Die Menschen sind in Puncto Aufräumen grundverschieden. Die Redaktion des Magazins Organisation und Zeitmanagement hat genau vier verschiedene Aufräumtypen voneinander abgespalten. Die meisten Menschen können sich in einem dieser Typen wiederfinden. Welcher Aufräumtyp bist du und wie lernst du, richtig aufzuräumen?

Der Test der Aufräumtypen

In dem Buch „The Clutter Connection“ von Cassandra Aarssen geht es um den Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitstypen der Menschen und ihrer Art und Weise aufzuräumen und zu sortieren. Im Buch beschreibt die Autorin die vier verschiedenen Menschentypen und ihre Art des Aufräumens: Schmetterlinge, Bienen, Grillen und Marienkäfer. Mit einem einfachen Frage-Test kann jeder Mensch herausfinden, welcher Typ er oder sie ist.

1. Was ist deine größte Herausforderung beim Aufräumen?

  • (G) Papierkram und andere wichtige Unterlagen.
  • (S) Überall liegt Zeug herum.
  • (B) Ich kann einfach nichts wegwerfen.
  • (M) Das Innere von Schränken und Schubladen ist total durcheinander.

2. Wie wirkt dein Zuhause normalerweise?

  • (B) Es wirkt richtig aufgeräumt, da die Dinge, die ich öfter brauche, griffbereit liegen.
  • (M) Es ist sehr sauber und ordentlich, aber in den Schränken und hinter Türen kann sich das reinste Chaos verbergen.
  • (S) Es ist ein bisschen unordentlich, da ich die Dinge, die mir an Herz gewachsen sind, offen herumstehen lasse.
  • (G) Alles ist ordentlich. Doch wenn ich im Stress bin, dann wird es hier und da siffig.

3. Was fällt dir besonders schwer herzugeben oder wegzuwerfen?

  • (S) Alles, was ich schön finde.
  • (M) Andenken.
  • (B) Werkzeuge und andere Dinge, die ich theoretisch noch mal gebrauchen könnte.
  • (G) Dinge, die mal teuer waren oder noch in gutem Zustand sind.

4. Wie sauber ist es bei dir?

  • (M) Mein Zuhause ist recht sauber.
  • (G) Mein Zuhause ist normalerweise sauber und ordentlich.
  • (B) Es ist sauber, aber es steht viel Zeug herum.
  • (S) Putzen ist schwierig, denn dafür müsste man erst einmal gründlich aufräumen.

5. Was tust du, wenn sich überraschend Besuch ankündigt und du nur noch 10 Minuten Zeit hast?

  • (M) Ich putze das Klo und die Arbeitsfläche in der Küche. Das Durcheinander stopfe ich in irgendeinen Schrank.
  • (G) Ich räume hier und da noch eine Kleinigkeit auf.
  • (S) Ich räume hektisch so viel Zeug weg, das ich zu fassen bekomme. Es sieht trotzdem noch unordentlich aus.
  • (B) Ich mache in aller Ruhe das fertig, was ich gerade tue.

6. Wo bringst du die Dinge, die du täglich nutzt, am liebsten unter? Beispiel: Die Küchenschere

  • (S) Dort, wo ich sie sehen und mit einem Griff nehmen kann.
  • (M) Im Schrank, aber trotzdem leicht zu finden.
  • (B) An einem bestimmten Platz auf der Arbeitsfläche.
  • (G) An einem festen Platz im Schrank.

7. Wie sieht dein ideales Zuhause aus?

  • (B) Offene Regale anstelle von Schränken.
  • (M) Einladend und minimalistisch.
  • (G) Übersichtlich und funktional, neutrale Farben.
  • (S) Hell und heiter, viele Bilder und Deko-Gegenstände, starke Farben.

8. Was liest du gern?

  • (S) Zeitschriften mit vielen Bildern.
  • (G) Sachbücher.
  • (M) Romane.
  • (B) Zeitungen, Ratgeber.

9. Wie lernst du am besten? Beispiel: die Bedienung der neuen Kaffeemaschine im Büro

  • (G) Indem ich den Text der Gebrauchsanleitung lese.
  • (B) Durch Ausprobieren.
  • (M) Indem es mir jemand zeigt.
  • (S) Indem ich eine bebilderte Anleitung studiere.

10. In welchem Satz erkennst du dich wieder?

  • (S) Wenn ich etwas benutzt habe, lasse ich es häufig einfach liegen.
  • (B) Ich mag funktionale Räume, in denen ich optimal arbeiten bzw. meinen Freizeitbeschäftigungen nachgehen kann.
  • (M) Bei mir sieht alles top aus – solange man keinen Schrank öffnet.
  • (G) Ich kann es nicht leiden, wenn etwas herumliegt.

Richtig aufräumen nach Aarssen: Das sind die Aufräumtypen

Nun kommen wir zur Auswertung. Nach Cassandra Aarssen sind die Antworten, die die Proband:innen auf diese Fragen geben, ausschlaggebend dafür, welche Aufräum-Typen sie sind. Im Folgenden erfährst du, was es bedeutet, wenn du ein S = Typ Schmetterling, G = Typ Grille,  B = Typ Biene, oder M = Typ Marienkäfer bist.

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Bist du der Schmetterlingstyp beim Aufräumen? Foto: Gettyimages: Igolkin / WatercolourApStudios via Canva

Du bist ein Schmetterling

Du bist ein wenig flatterhaft und kannst dir nicht immer merken, welche Dinge du an welchem Ort verstaut hast. Deswegen brauchst du ein sehr einfaches Ordnungssystem. Dein Problem ist, dass du sehr schnell alles wieder vergisst, was du nicht sehen kannst.

So sollte dein Ordnungssystem aussehen: Alles sollte seinen festen Platz haben, aber nicht allzu sehr versteckt sein. Du solltest alles innerhalb von ein paar Sekunden finden können. Du brauchst keine Schranktüren und abgeschlossene Kommoden. Du solltest am besten alles offenlassen, sodass du schnell und einfach rankommst.

Redaktionstipp: Dein Aufräumverhalten sollte sich dir anpassen und nicht andersherum. Wenn du deine Wäsche immer in die gleiche Ecke deines Zimmers pfefferst, dann stelle genau dort deinen Wäschekorb auf. Du solltest dich nicht dazu zwingen, die Wäsche an eine andere Stelle zu räumen. Das wird doch eh nichts.

biene aufräumen
Bist du der Aufräumtyp „Biene“?

Du bist eine Biene

Dein Leben hat System und läuft nach einer ganz bestimmten Ordnung ab. Allerdings schaffst du es nicht immer, alles perfekt zu ordnen und zu planen, denn dein Leben ist kompliziert und komplex. Aufgrund deines Perfektionismus bleibst du deswegen oft in der Planungsphase stecken. Du willst nichts aufgeben und das hälst dich hin und wieder zurück.

So sollte dein Ordnungssystem aussehen: Du bist ein:e gute:r Organisator:in. Das solltest du nutzen! Doch um überhaupt erst einmal in den Genuss deines eigenen Planungstalentes zu kommen, solltest du dich von einigem Gerümpel trennen. Du brauchst Platz, um Ordnung zu schaffen. Werde alte Klamotten los, die du nicht mehr brauchst und trenn‘ dich von Büchern, die nur einstauben und Platz wegnehmen.

Du bist ein Marienkäfer

Du wirkst gerne perfekt auf andere. Am liebsten wirst du für deine gute Organisation und Professionalität gelobt. Allerdings kannst auch du nicht immer perfekt sein und deswegen musst du manchmal eine Fassade aufrechterhalten, auch wenn es darunter etwas anders aussieht. So wie der Marienkäfer, der seine Flügel unter seinem Kleid versteckt, versteckst auch du dich manchmal unter einer hübschen Haube.

So sollte dein Ordnungssystem aussehen: Dein System sollte einfach, aber effizient sein. Aufräumen bedeutet für dich, dass alles gut aussieht und nichts herumliegt. Du gehst nicht in Details auf, sondern lässt gerne mal ein paar Klamotten hinter der Schranktür verschwinden und versteckst Zeug in der Rumpelkammer.

Redaktionstipp: Aus den Augen ist oft auch aus dem Sinn. Du solltest darauf achten, dass du manche Dinge, wie beispielsweise Briefe und ähnliches, nicht einfach in einer Kiste verstaust und dann nach kurzer Zeit wieder vergessen hast. Kümmere dich stattdessen direkt um diese Dinge.

grille wohnung
Bist du der Typ „Grille“ beim Aufräumen?

Du bist eine Grille

Bei der Grille wird die Nacht zum Tag, denn sie ist ein nachtaktives Tier. Genau wie die Grille brauchst auch du nicht viel, um glücklich und zufrieden zu sein. Deine Wohnung ist ohnehin nicht besonders voll und deswegen brauchst du oft auch nicht aufzuräumen. Allerdings verleitet dich gerade das dazu, das Putzen schleifen zu lassen. Denn auch wenn du nicht viel Zeug hast, wird die Wohnung trotzdem staubig und dreckig.

So sollte dein Ordnungssystem aussehen: Dein Ordnungssystem ist bereits sehr ausgefeilt. Vielleicht sogar zu ausgefeilt. Hinterfrage hin und wieder, ob du wirklich deine Schuhe und Kleider nach Farben ordnen musst. Viel eher solltest du dir einen Putzplan zulegen oder bestimmte Zeiten, an denen du Staub wischst oder das Bad in Ordnung bringst.

Hier ist das Buch von Cassandra Aarssen zum Nachlesen:

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