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No-Gos für den Winterspaziergang mit Hund: Darum ist ihm zu kalt

Du willst einen Winterspaziergang mit Hund machen? Dann solltest du einige Dinge beachten, die du nicht tun solltest.

Frau beim Winterspaziergang mit Hund
Beim Winterspaziergang mit Hund muss man einige Dinge beachten. Welche dies sind, erfährst du hier. Foto: IMAGO Images / Westend61 via canva

Ein Winterspaziergang mit Hund kann regelrecht magisch sein. Vor allem, wenn es schneit und der Vierbeiner fröhlich im Schnee tollt. Doch genau wie bei vielen Dingen solltest du auch hier einige Dinge beachten, die du nicht tun solltest, wenn du mit deinem Hund einen Ausflug in die Kälte machst. Wir erklären dir, welche No-Go’s es gibt und warum deinem Vierbeiner bei deinem Winterspaziergang zu kalt sein könnte.

Anika ist selbst Hundemama. Foto: Anika Jany

Unsere Autorin Anika ist mit ihrem Hund Sherlock das Dream-Team schlechthin. Alle Tipps und Tricks, die Anika in ihren Artikeln gibt, sind deshalb Hunde-approved und vorher gemeinsam mit Sherlock ausprobiert worden.

Winterspaziergang mit Hund: Diese 5 Fehler solltest du nicht machen

Genauso wie im Sommer gibt es auch im tiefsten Winter einige Dinge, die du beim Gassigehen mit deinem Hund beachten solltest. Schließlich sprechen wir hier auch von extremen Temperaturen, welche nicht jede Rasse gewöhnt ist. Wir verraten dir, welche fünf Fehler du nicht machen solltest und wie es besser gehen kann.

1. Du ziehst deinem Hund keinen Mantel an

Vielleicht bist du einer der Menschen, der darüber, dass ein Hund einen Wintermantel tragen soll, die Nase rümpft. Ich gehörte auch mit zu dieser Gruppe, denn warum braucht ein Tier eine Jacke? In der Wildnis haben die Tiere doch auch keine Klamotten an, richtig? Allerdings sind viele Hunderassen weit entfernt von ihren Vorfahren, den Wölfen und brauchen dementsprechend bei niedrigen Temperaturen etwas Nachhilfe.

Frau mit Hund im Wintermantel
Beim Winterspaziergang mit Hund sollten vor allem kleine Rassen einen warmen Mantel tragen. Foto: IMAGO Images / Westend61

Vor allem Hunderassen, die keine Unterwolle haben, frieren sehr schnell bei niedrigen Temperaturen. Hunderassen, die das kalte Klima gewöhnt sind, wie Huskeys, müssen natürlich nicht unbedingt einen Mantel tragen. Doch bei fast allen anderen Hunderassen würde ich ab einer Temperatur im zweistelligen Minus-Bereich empfehlen, einen Wintermantel anzuziehen. Bei kleinen Hunderassen gehört schon eine Jacke angezogen, wenn die Temperaturen unter fünf Grad gehen.

2. Du cremst die Pfoten deines Hundes nicht ein

Die Pfotenpflege deines Vierbeiners ist vor allem im Winter sehr wichtig. Denn hier sind die kleinen, nackten Pfoten schwierigen Bedingungen ausgesetzt wie gestreutes Salz oder einfach eisig-kaltem Boden. Die Pfoten deines Vierbeiners können in den kalten Jahreszeiten sehr schnell rau und ausgetrocknet sein, weshalb es wichtig ist, diese immer schön einzucremen – am besten mit Produkten, die extra dafür gemacht sind oder mit Kokosöl. So bleiben die Pfoten geschmeidig und werden vor Witterungseinflüssen geschützt.

3. Du bist zu lange mit deinem Hund draußen

Ein Winterspaziergang mit Hund ist sehr schön und man kann schnell die Zeit vergessen. Allerdings bist du vermutlich noch immer wärmer eingepackt als dein Hund, weswegen du die Zeit nicht aus dem Blick lassen solltest. Dehne den Spaziergang nicht zu lang aus, bleibe nicht so oft stehen und versuche, deinen Hund immer in Bewegung zu halten, damit er nicht auskühlt.

4. Du trocknest deinen Hund nach dem Winterspaziergang nicht ordentlich ab

Wenn du mehrere Stunden im Schnee unterwegs warst, wird dein Hund nicht nur komplett fertig, sondern auch ziemlich nass sein. Deshalb ist es umso wichtiger, deinen Vierbeiner gründlich abzutrocknen, damit er sich nicht verkühlt. Wenn das Fell deines Hundes zu dick ist, solltest du den Trocknungsprozess auch mit einem Föhn beschleunigen – und deinen Vierbeiner vorsichtig an dieses laute Gebläse heranführen.

Ein No-Go ist weiterhin, dass dein Hund sich mit nassem Fell ins Hundebett legt – die Feuchtigkeit ist nämlich nicht leicht aus dem Bett herauszubekommen und kann schnell Erkältungen herbeiführen.

Hund im Schnee
Beim Winterspaziergang mit Hund kann es gut möglich sein, dass dein Vierbeiner komplett nass wird durch den Schnee. Foto: IMAGO Images / Westend61

5. Du lässt deinen Hund Schnee fressen

Dein Vierbeiner wird Schnee vermutlich sehr interessant werden und versuchen, diesen zu fressen. An sich ist es ja nur Wasser, oder? Allerdings solltest du diesen Snack unterbinden. Denn der kalte Schnell kann die Magenschleimhäute reizen und zu einer Gastritis führen. Typische Symptome hierfür sind Erbrechen und Durchfall. Wenn dein Hund Durst haben sollte, gib ihm lieber etwas von deinem mitgebrachten Wasser, anstatt ihn Schnee essen (oder trinken) zu lassen.

Was ist eine Gastritis? Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Magenschleimhaut, die durch die Schädigung des Schutzmantels der Magenwand entsteht. Dadurch kommt die Säure des Magens direkt in Kontakt mit der Magenschleimhaut und schädigt die Schleimhautzellen.

Winterspaziergang mit Hund: Mit den richtigen Tipps zu einem schönen Erlebnis

Winterspaziergänge mit Hunden gehören mit zu den liebsten Aktivitäten eines Hundebesitzers oder einer Hundebesitzerin in der kalten Jahreszeit. Bevor du einen Ausflug in die Natur planst, solltest du dir allerdings sicher sein, dass du alle Voraussetzungen für einen angenehmen Spaziergang getroffen hast. Dazu zählt das Einpacken von Wasser für den Hund, eines Wintermantels und einem Handtuch. So kann dir nichts passieren und dein Vierbeiner wird auch Spaß haben!