Kokosöl ist für viele von uns Menschen ein Standard in der Beauty-Routine oder beim Kochen. Doch wusstest du, dass dieses Mittel nicht nur für Menschen geeignet ist, sondern auch für deinen Vierbeiner? Wir zeigen dir, welche Anwendungsmöglichkeiten bei Kokosöl für Hunden besteht und wie dieses kleine Mittel das Leben deines Hundes auf natürliche Weise und ohne viel Chemie verbessern kann.

Kokosöl für Hunde: So positiv kann es sich auf deinen Hund auswirken

Kokosöl ist ein Naturprodukt und hat deshalb so viele Fans im Beauty-Bereich, vor allem im Bereich der Hautpflegeprodukte. Das Öl enthält dabei nicht nur mittelkettige Fettsäuren, sondern auch Antioxidantien, die das Immunsystem kräftigen können.

Das Beste am Kokosöl für Hunde: Es enthält keine schädlichen Substanzen und kann deshalb von deinem Vierbeiner unbedenklich auch mal abgeleckt werden. Allerdings solltest du die Dosierung dieses Wundermittels immer klein halten – egal, in welchem Bereich du es anwendest.

Hund mit einer Kokosnuss
Die Kokosnüsse schmecken Hunden nicht nur, das daraus gewonnen Öl kann bei deinem Vierbeiner auch Wunder wirken. Foto: Iren_Key / getty images

6 Möglichkeiten, wie Kokosöl für Hunde angewendet werden kann

Kokosöl ist also nicht nur für uns Menschen ein kleines Wundermittel, sondern auch für unsere Fellfreunde. Die darin enthaltene Laurinsäure ist antibakteriell, antiviral, antimykotisch (gegen Pilze) und besitzt eine entzündungshemmende, schmerzlindernde und antipyretischen (gegen Fieber wirkende) Wirkung. Wir haben für dich sechs Anwendungsmöglichkeiten herausgesucht, die deinem Hund und auch dir als Besitzer:in sicherlich gefallen werden – immerhin ist bei der Anwendung alles natürlich!

1. Kokosöl für Fell & Pfoten

Die Pfoten deines Hundes sind sehr empfindlich, weshalb sie vor allem im Winter einiges zu erleiden haben. Durch Streusalz können sie schnell rissig werden. Im Sommer zieht die Hitze des Asphalts die kleinen Pfoten deines Vierbeiners in Mitleidenschaft.

Das Kokosöl kann hier Abhilfe schaffen. Es schützt vor Witterungseinflüssen, beugt Verletzungen vor und hält die Pfoten geschmeidig. Verreibe dafür einfach eine etwa haselnussgroße Menge des Öls auf deinen Händen und massiere das Ganze dann in die Pfoten deines Hundes.

Hundepfoten
Kokosöl kann deinem Hund weichere und gesündere Pfoten verschaffen. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Kokosöl hilft deinem Hund außerdem bei trockener und schuppiger Haut und kann das Fell schön weich, glänzend und geschmeidig mache. Dadurch wird es leichter kämmbar und riecht auch noch angenehm nach Kokos. Eine tolle Alternative zu Hundeparfums.

2. Kokosöl als natürlicher Schutz gegen Parasiten

Das Kokosöl kann nicht nur pflegen, es kann auch schützen – vor Zecken, Milben und auch Flöhen. In Indien ist diese Anwendung schon lange der Hit und erste Studien an Menschen zeigen sogar schon Erfolge.

Kokosöl ist frei von giftigen Zusatzstoffen, sodass auch keine Nebenwirkungen bisher bekannt sind. Den Schutz ermöglicht die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure. Dieser Fettsäurekomplex wirkt auch bei bereits befallenen Tieren, die die Säure den Chitinpanzer der Schädlinge angreift. Natürlich wirkt das Öl auch vorbeugend.

Zu Beginn der Anwendung reibst du deinen Hund einfach vor jedem Spaziergang mit einer kleinen Menge Kokosöl ein. Dabei solltest du besonders auf das Gesicht, die Ohren und den Bauch achten, da Zecken und Co. sich dort sehr gerne einnisten.

3. Schutz gegen innere Parasiten

Das Kokosöl hilft nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Wenn dein Vierbeiner mit Wurmbefall zu kämpfen hat, kann es hilfreich sein, dein Tier mit Kokosöl zu unterstützen. Das Öl wirkt nämlich wurmabtreibend, wenn der Befall nicht bereits zu weit fortgeschritten ist.

Frau legt ihre Stirn an einen Hundekopf
Wenn es deinem Hund nicht so gut geht, kann Kokosöl in vielen Fällen Linderung schaffen. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Dadurch wird ein wurmwidriges Darmklima geschaffen, in dem sich die Parasiten nicht wohlfühlen. Die antiparasitäre Wirkung wird verstärkt, indem es die Darmflora unterstützt. Und dadurch werden die eigenen Abwehrkräfte des Hundes mobilisiert. Das Kokosöl eignet sich dementsprechend, um erste Symptome zu behandeln und zur prophylaktischen Anwendung.

Bei medikamentösen Kuren wird der Organismus des Tieres aus dem Gleichgewicht gebracht, was bei der Anwendung von Kokosöl nicht passiert. Dadurch kann es über längere Zeit angewendet werden. Das Öl gibst du dieses Mal dem Essen hinzu, je nach Größe des Hundes mit etwa 1/2 bis 1 Esslöffel.

4. Kokosöl zur Behandlung von Verletzungen

Kokosöl kann deinem Vierbeiner auch bei Verletzungen helfen. Die Fettschicht des Wundermittels versorgt die Haut und kann die Wunden wie eine Schutzschicht vor äußeren Einflüssen bewahren. Die Wunde sollte vor der Anwendung trocken sein, damit es nicht zu zusätzlichen Keimen kommen kann.

Das Öl kann außerdem den Juckreiz lindern und verringert die Narbenbildung. Wenn dein Hund die Fettschicht ableckt, ist das gar kein Problem aufgrund der rein natürlichen Substanzen. Auch Mundgeruch kann sich mit Kokosöl behandeln lassen!

5. Für mehr Vitalität & ein starkes Immunsystem

Wenn du deinem Hund Kokosöl als Nahrungsergänzungsmittel gibst, kann das besonders bei älteren Hunden zu mehr Vitalität und Lebensfreude führen. Außerdem stärkt das Wundermittel die Immunabwehr, wie wir in den vorherigen Punkten angesprochen haben. Ein Win-Win für alle also!

Hund spielt am Strand
Das Kokosöl für Hunde kann auch die Vitalität deines Vierbeiners verstärken. Foto: IMAGO Images / Westend61

6. Für starke Gelenke

Die Fettsäuren, die Kokosöl enthält, können die Mikroorganismen abtöten, die für die Gelenkbeschwerden wie Arthritis und Arthrose verantwortlich sind. Wenn dein Hund also mit Gelenkschmerzen zu kämpfen hat, kannst du für mindestens vier Wochen eine Kokosöl-Kur durchführen!

Beginne mit einer kleinen Menge, die du unters Futter mischst und steigere die Dosierung je nach Verträglichkeit. Die Faustregel hier: täglich 10 ml Kokosöl je 10 kg Körpergewicht. Wenn dein Hund mit Durchfall auf diese Kur reagiert, solltest du die Ölmenge in jedem Fall reduzieren!

Kokosöl für Hunde: Ein ‚Allheilmittel‘

Wie du siehst, ist Kokosöl für Hunde nicht nur in einem Bereich gut. Das haben die Hundefutter-Produzenten mittlerweile auch herausgefunden. In immer mehr Produkten findet sich deshalb Kokosöl als einer der natürlichen Inhaltsstoffe. Und das ist kein Wunder, bedenkt man, welche Wunder das Öl bewirken kann! Wenn der Tierarzt-Besuch erst in ein paar Tagen ansteht, könntest du es ab heute mit etwas Kokosöl versuchen, die Beschwerden deines Hundes zu lindern – oder einfach nur sein Fell schön zu pflegen!

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