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Neue Studie: Frauen arbeiten jede Woche 21 Stunden umsonst

Eine Studie ergab, dass Frauen jede Woche 21 Stunden lang umsonst arbeiten. Das liegt an einem Fehler, den sie machen.

Frau Laptop
Auf der Arbeit Sex zu haben bedeutet, dass man Privates während der Arbeitszeit verrichtet. Das ist ein Kündigungsgrund. Foto: IMAGO / Addictive Stock

Wir leben in einer modernen progressiven Gesellschaft, in der Mann und Frau gleichgestellt sind. Das muss man sich nur oft genug sagen und dann ist es vielleicht auch wahr. Spaß beiseite.

Denn auch wenn wir in einer modernen Gesellschaft leben, gibt es noch immer große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Beispielsweise ist die Hausarbeit und alles, was dazugehört noch immer eher Frauen- als Männersache. Das hat eine neue Studie gezeigt, die die Erwerbs- und die unbezahlte Arbeit von Männern und Frauen gegeneinanderstellte und analysierte.

Dabei stellte sich heraus, dass Frauen noch immer sehr viel mehr unbezahlte Arbeit leisten als Männer. Eine Überraschung ist das nicht – Was aber sehr wohl eine Überraschung ist, ist die Frage nach dem „Wie viel mehr?“ Gehen wir doch einmal in die Studie hinein, die von der Universität Melbourne im Jahr 2021 durchgeführt wurde.

Studie zu unbezahlter Arbeit: So schlecht schnitten Frauen ab

Die Studie unter 17.500 Menschen in insgesamt 9.500 Haushalten beschäftigte sich mit der alten Frage: Wer macht die Arbeit bei euch zu Hause?

Die meisten Frauen gaben an, dass auch bei ihnen zu Hause noch immer archaische Strukturen herrschen und sie den größten Teil der Hausarbeit selbst machen. Die Männer arbeiten weitaus weniger daran, die Wohnung oder das Haus reinlich zu halten.

Für die meisten Frauen ist eine Aufteilung, in der sie mehr vom Haushalt übernehmen, sogar in Ordnung. Problematisch wird es erst dann, wenn man sich anschaut, wie viel mehr Arbeit Frauen im Gegensatz zu Männern machen: 21 Stunden in der Woche sollen Frauen den Ergebnissen nach mit Hausarbeit verbringen. Zudem weisen sie ein höheres Stresslevel auf, auch schon vor dem Jahr 2020, als die Pandemie startete.

Eine andere Studie von September 2021 zeigte zudem, dass Frauen nicht nur den Löwenanteil an der Hausarbeit übernehmen, sondern ganze 54% sogar den kompletten Haushalt schmeißen, ohne Hilfe zu bekommen. Das ist sogar ein echter Beziehungskiller: 22% der Befragten gaben damals an, dass sie sich wegen dieses Themas viel streiten und sogar die Beziehung auf dem Spiel stünde.

Diese Frauen sind am meisten betroffen

Unbezahlte Arbeit wird vor allem von den Frauen mit einem stressigen Haushalt gemacht. Dieser besteht beispielsweise, wenn man sich um Verwandte kümmern muss, die im Haus wohnen. Das können Frauen sein, die kleine Kinder haben oder sich um ältere Familienmitglieder kümmern müssen.

Zudem sind Frauen in heterosexuellen Beziehungen viel mehr davon betroffen als in homosexuellen Beziehungen.

Diese Arbeiten zählen zum Haushalt für Frauen

Es ist nicht ganz einfach abzugrenzen, welche Arbeit unbezahlte Hausarbeit ist und welche nicht. Die folgenden Arbeiten gehören vor allem zu den Zeitfressern einer jeden Frau:

  • Kinder treiben direkt nach der Geburt die Hausarbeit von Frauen weit nach oben.
  • Putzen
  • Kochen
  • Einkaufen
  • Alles, was sonst im Haus ansteht

Ein großes Problem ist für Frauen vor allem das Stresslevel, das sie mit ihrer Hausarbeit verbinden. 38% der Frauen sagen, dass sie oft oder fast immer gestresst sind. Das sind weit mehr als Männer.

Frauen machen einen großen Fehler?

Studien wie diese sind besonders wichtig, um uns aufzuzeigen, wie weit fortgeschritten oder rückschrittig unsere Gesellschaft ist. Noch immer machen Frauen den Löwenanteil der Hausarbeit. Dass sie durchschnittlich insgesamt 21 Stunden an der Hausarbeit und den Kindern sitzen, ist nicht das Problem. Viele Frauen (wie auch Männer) lieben die Haus- und Kinderarbeit. Allerdings sollte diese Arbeit – genau wie eine Erwerbstätigkeit – ent- oder wenigstens belohnt werden.

Sei es durch Dankbarkeit oder durch Auszahlung: 21 Stunden in der Woche sollten nicht unbezahlt, sondern gehuldigt werden.

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