Die Techniker Krankenkasse hat am Mittwoch eine Studie mit dem Titel „Entspann dich, Deutschland!“ vorgestellt, in der das allgemeine Stresslevel in der Bevölkerung abgefragt wurde. Das Ergebnis: Immer mehr Menschen fühlen sich dauerhaft gestresst. Doch woran liegt das? Die Studie liefert auch zu den Ursachen von Stress Antworten…

Die TK-Studie zeigt, dass sich ein Viertel der Menschen dauerhaft gestresst fühlt

Basis für die Studie der Techniker Krankenkasse ist eine repräsentative Forsa-Umfrage, für die 1.000 Menschen ab 18 Jahren nach ihrem subjektiven Stressempfinden befragt wurden. 64 % der Befragten gaben an, sich manchmal gestresst zu fühlen. 26 % gaben an, sich sogar dauerhaft gestresst zu sein.

Der Vorsitzende der TK Jens Baas ordnet diese Zahlen ein: „Es zeigt sich, dass der subjektiv empfundene Stress bei den Menschen in den vergangenen Jahren noch einmal signifikant zugenommen hat.“ Dabei bezieht er sich auf eine frühere Studie und ergänzt: „Im Vergleich zu unserer ersten Studie von 2013 verzeichnen wir bei den häufig Gestressten einen Anstieg um 30 Prozent.“

Das sind die Ursachen für den Dauerstress

Die Ursachen für den Stress sind vielfältig. Angefangen mit der Coronapandemie, welche eine starke Auswirkung auf das Stressempfinden hat. Rund die Hälfte der Befragten (47 %) bejahten die Frage danach, ob ihr Leben seit der Pandemie stressiger geworden wäre. Vor allem Familien mit Kindern fühlen sich seither besonders gestresst (60 %). Bei Haushalten ohne Kinder sind es ‚nur‘ 43 %. Am höchsten fällt der Stress bei Alleinerziehenden im Homeoffice aus (64 %).

Daneben gibt es aber auch Ursachen für den Stress, die seit jeher vorherrschen: der Job, die Uni oder die Schule. Ganze 47 % gaben diese als Stressursache an. Auch der eigene Perfektionismus bzw. Anspruch an sich selbst wird als Stressauslöser angebracht (46 %). Streitigkeiten mit Freund:innen, der Familie oder der:dem Partner:in stressen 26 % der Befragten. Nicht zuletzt wird auch die ständige Erreichbarkeit mit 25 % als Ursache für Stress genannt.

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Das Problem mit dem Dauerstress

Mal eine stressige Phase zu haben, ist nicht weiter wild. Wer jedoch im Dauerstress verweilt, schadet auf Dauer seiner Gesundheit. Erste Anzeichen dafür zeigt auch die Studie der TK. Baas meint: „Neben körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden kann Dauerstress auch auf die Psyche gehen“.

Von den Befragten, die sich dauerhaft gestresst fühlen, geben 80 % an, sich erschöpft zu fühlen. 52 % klagen über Schlafstörungen, 40 % über Kopfschmerzen und Migräne. Weitere 34 % berichten von Gefühlen der Niedergeschlagenheit bis hin zur Depression.

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