Viele Katzenhalter:innen lieben es, ihren Schützlingen Katzenminze zu geben. Schließlich reagieren einige Katzen auf die Pflanze wie eine Droge. Sie wälzen sich darin, als wäre es das schönste der Welt. Tatsächlich hat das Verhalten aber seinen Zweck, wenn es nach verschiedenen Studien geht.

Katzenminze: So wirkt die Pflanze auf deine Mieze

Überall im Internet findet man Videos von Katzen, die auf Katzenminze stark reagieren. Einigen Katzen bekommen vom Geruch der Pflanze einen Energie-Schub, auf andere Katzen wirkt das Mittel sogar sehr beruhigend. Da kommen Katzen-Halter:innen schnell in die Versuchung, das bei der eigenen Samtpfote auszuprobieren.

Es gibt laut dem Online-Händler VTG Tiergesundheit zwei Stoffe, die für die Wirkung verantwortlich sind: Actinidin und Nepetalacton. Die sind den Pheromonen ähnlich, die zu den Sexuallockstoffen gehören. Pheromone werden von rolligen Katzen ausgeschüttet.

Viele Katzen reagieren aber auch gar nicht auf die Pflanze. Alte Katzen sind zum Beispiel gegen die Wirkung komplett immun. Sie wirkt also nicht bei jeder Katze.

Katzenminze Katze
Einige Katzen sehen regelrecht high aus, wenn sie Katzenminze bekommen. Foto: David Johnson / Getty Images via Canva

Studie zeigt: Die Pflanze ist ein natürliches Insektenschutzmittel

Der im Katzenminze enthaltene Wirkstoff Nepalacton hat einen Funktion, die für uns Menschen sehr hilfreich ist. Laut Wissenschaft Aktuell sorgt er dafür, dass die Schmerzrezeptoren bei Insekten aktiviert werden. Deswegen halten die sich von Katzenminze fern. Das machen sich laut einer neuen Studie Katzen zunutze.

Laut einer neuen Studie, die auf der Plattform iScience publiziert wurde, nutzen Katzen die Wirkung von Nepalacton, um sich vor Insekten zu schützen. Dafür rollen sie sich in der Minze, lecken und zerkauen sie, das behauptet der Wissenschaftler Masao Miyazaki der Iwate University in Japan.

Die Forscher:innen haben dabei herausgefunden, dass das Lecken und Zerkauen der Pflanzen einen spezifischen Zweck hat. Die Blätter brechen durch das Kauen, weswegen Katzen den Stoff besser aufnehmen können und so noch besser vor Insekten geschützt sind. Zudem ist die Ausschüttung von Nepalecton höher.

Darauf musst du bei der Verwendung achten

Gerade, wenn deine Katze regelmäßig alleine um die Häuser zieht oder sie generell viel draußen ist, kannst du ihr Katzenminze anbieten. So schützt du sie z. B. vor nervigen Zeckenstichen. Du musst aber einige Dinge beachten:

  • Gebe deiner Katze keine Katzenminze, bevor sie nicht mindestens ein halbes Jahr alt ist.
  • Nimm ihr die Katzenminze sofort ab, wenn sie aggressiv wird.
  • Verabreiche Katzenminze nicht täglich und nur in einer kleinen Dosis, damit es bewusst eingesetzt werden kann. Wende es lieber ein bis zweimal die Woche an.

Katzenminze für Menschen: Was kann die Pflanze für uns tun?

Tatsächlich wird Katzenminze auch für Menschen als Insektenschutzmittel benutzt. Jedoch braucht man dafür das extrahierte Öl, da das höher konzentriert ist und somit das Nepalecton stärker wirkt.

Zudem können wir Katzenminze auch als Tee trinken, so wirkt er beruhigend und krampflösend.

Hoffentlich bleibt deine Katze so vor Insekten geschützt und hat auch noch Spaß dabei!

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