Beim Zu-Bett-Gehen hat jeder Mensch seine ganz persönliche Routine. Wie in jedem anderen Bereich des Alltags gibt es auch hier Gewohnheiten, die sich einschleichen. Manche davon sind gute Gewohnheiten, andere sind schlechte Gewohnheiten. Es ist also beim Zubettgehen durchaus möglich, dass sich kleine Fehlerchen einschleichen, die ungesund für Körper und Geist sein können.

Schlafanzug oder kein Schlafanzug: Das ist hier die Frage

Sich bettfertig zu machen ist für viele ein heiliges Ritual: Zähneputzen, Gesicht waschen, Haare kämmen und Schlafanzug an. Aber Moment: Schlafanzug an? Laut der Medizinerin Nishi Bhobal, die mit dem Magazin mgb sprach, kann ein Schlafanzug durchaus gesundheitliche Nachteile bergen.

Es gibt keine allgemeingültige Formel für das perfekte Outfit in der Nacht. Jeder Mensch empfindet unterschiedlich. So ist es für manche besonders angenehm, in einem dicken Flannel-Pyjama zu nächtigen. Andere haben lieber ein gutes Lüftchen untenrum und schlafen deshalb nackt. Beides ist richtig, wenn es sich gut anfühlt.

Frau im Bett bei offener Schlafzimmertür
Dein Schlafrhythmus wird ein bisschen unter der Zeitumstellung leiden. Aber nicht, wenn du diese Tipps befolgst. Credit: IMAGO / Addictive Stock

Im Schlafanzug schlafen: Vor- und Nachteile

Allerdings halten beide Entscheidungen auch ihre Tücken bereit. Wer dich dick einpackt und in einer dicken Decke schläft, der oder die wird in der Nacht wahrscheinlich besonders viel schwitzen. Menschen, die besonders gerne in dicken Schlafanzügen schlafen, sollten diese also regelmäßig waschen – ansonsten könnte es unhygienisch werden.

Nackt schlafen: Vor- und Nachteile

Nackt zu schlafen kann seine Vorteile haben. Dabei schwitzen die Schlafenden viel weniger. Allerdings kann das Nacktsein ebenfalls Nachteile bergen. Der Grund ist, dass der Körper während es Schlafens herunterkühlt. Durch das entspannen der Muskeln verlieren wir bis zu 1,5 Grad Körpertemperatur. Das merken wir im Schlaf aber nicht. So kann der Körper auskühlen, ohne dass wir es mitbekommen.

Um den Nachteilen beim Schlafen mit oder ohne Pyjama vorzubeugen, sollten wir also auf unsere eigene und die Außentemperatur achten. Wer unbedingt nackt schlafen will, der oder die tut gut daran, das Schlafzimmer auf mindestens 20 Grad zu heizen.

Wer gerne mit Pyjama schläft, der oder die sollte die richtigen Stoffe für die Nacht tragen. Laut der Expertin Nishi Bhobal sind das vor allem leichte und natürliche Stoffe wie:

  • Naturfasern (Baumwolle)
  • Hanf
  • Leinen
  • Bambus
  • Merinowolle

Noch ein Expert:innentipp: Gerade Naturfasern sind besonders wichtig. In Kunstfasern und Polyester schwitzt man schneller als in natürlichen Stoffen.

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