Du befindest dich seit Wochen schon im Winterschlaf? Konstante Müdigkeit ist zu dieser kalten Jahreszeit keine Seltenheit. Woran das liegt? Wintermüdigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Doch du brauchst deswegen nicht zu verzweifeln, denn es gibt einige Wege, dich wieder etwas wachzurütteln…

Frau joggt im Winter
Genug Bewegung kann der Wintermüdigkeit entgegenwirken. Foto: IMAGO / Westend61

Ist Wintermüdigkeit anders als “normale” Müdigkeit? 

Wenn sich die Sonne im Winter eher von uns verabschiedet, schmeißt sie damit unser inneres Gleichgewicht durcheinander. Die Folge: ständiges Gähnen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und gelegentlich auch Konzentrationsschwäche.

Das sind Signale, die unser Körper uns sendet. Was er uns damit sagen möchte? „Hey, mir fehlen Vitamin D und Eisen!“ Fehlen diese beiden Nährstoffe, ist die häufigste Ursache von sehr großer Wintermüdigkeit gefunden. Wenn du trotz Mittagsschläfchen und gelegentlichem Supplementieren (natürlich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin abgeklärt) nicht aus deinem Winterschlaf aufwachst, gibt es sechs Tipps, an die du dich halten kannst…

6 Tipps gegen Wintermüdigkeit 

Wir kennen es alle: morgens aufstehen und am liebsten direkt wieder ins Bett. Es ist noch dunkel draußen und deine Motivation lässt zu wünschen übrig. Dabei kann dir eine gute Morgenroutine helfen, wacher in den Tag zu starten. 

1. Eine erfrischende Wechseldusche am Morgen 

So grausam eine Portion kaltes Wasser am Morgen erstmal klingt, Wechselduschen bewirken manchmal Wunder. Denn die Wechseldusche regt die Durchblutung an und sorgt dafür, dass unsere müden Gehirnzellen durch die überraschenden Reize angeregt werden. Alternativ kannst du dir auch mit kaltem Wasser das Gesicht waschen. 

2. Frische Luft hat noch niemandem geschadet 

Licht hilft uns, unseren Akku wieder aufzuladen. Dabei muss nicht mal die Sonne scheinen. Schon ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann helfen. Optimaler Weise, solltest du dich allerdings ca. eine Stunde lang an der Luft aufhalten.

Mehr Bewegung durch Joggen oder Fahrradfahren hilft dabei umso mehr. Falls du es nicht nach draußen schaffst, öffne häufig das Fenster, um frische Luft hereinzulassen, denn der Sauerstoff macht das Gehirn munter. Auch Treppensteigen kann genug Bewegung gegen Wintermüdigkeit erzeugen. 

3. Ausreichend Wasser & Kohlenhydrate 

Ausreichend trinken steht sowieso jeden Tag an der Tagesordnung. Allerdings kann eine Dehydrierung noch mehr zu den Symptomen des Schlafmangels beitragen und Kopfschmerzen verursachen. Außerdem solltest du Koffein weitestgehend vermeiden, denn auch wenn wir nach dem Genuss von Koffein kurz Superkräfte entwickeln, stürzen wir danach meist in ein noch größeres Müdigkeitstief.  

Auch solltest du darauf achten, Kohlenhydrate zu dir zu nehmen. Diese setzen in deinem Körper das Hormon Serotonin frei, welche dem Hormon Melatonin (Müdigkeitshormon) entgegenwirkt. Allerdings solltest du auch darauf achten, in deiner Mittagspause keine zu schweren Mahlzeiten zu dir zu nehmen, denn der Verdauungsprozess wird dadurch noch anstrengender und wir werden noch müder. 

4. Ein kleiner Powernap gegen Wintermüdigkeit  

Powernaps gelten als eine der effektivsten Methoden gegen Wintermüdigkeit. Dabei die goldene Regel: nicht länger als 30 Minuten schlafen! In die Tiefschlafphase zu rutschen wollen wir dabei nämlich vermeiden. Außerdem solltest du deinen Powernap nicht erst abends machen, sonst besteht die Gefahr, dass du nachts nicht mehr schlafen kannst. 

5. Starke Abwehrkräfte  

Unser Immunsystem wird im Winter durch Viren und Bakterien häufig besonders beansprucht. Deshalb ist es wichtig, dass du dein Immunsystem stärkst. Das geht am besten durch einen gesunden Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung. Vitamine, die du durch Gemüse und Obst bekommst, sind dabei besonders empfehlenswert.  

Frau schaukelt mit Kaffee
Mit Energie in den Tag starten wollen wir alle – auch im Winter. Foto: IMAGO / Westend61

6. Eine Mütze Schlaf in der Nacht 

Ausreichend Schlaf ist ausschlaggebend, um munter in den Tag zu starten. Achte also darauf, nachts sieben bis acht Stunden Schönheitsschlaf zu bekommen. Natürlich braucht jeder Mensch unterschiedlich viel Schlaf. Entscheidend ist es, zu regelmäßigen Zeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen. So beugst du einer Wintermüdigkeit mit einem gesunden Rhythmus vor. 

Fazit: Wintermüdigkeit kann bekämpft werden 

Meist bekommen wir unsere Wintermüdigkeit durch ein paar ganz einfache Tricks in unserem Alltag und einen gesunden Lebensstil in den Griff. Dabei ist es besonders wichtig, genügend frische Luft zu ergattern und auf ausreichend Bewegung und eine gute Ernährung zu setzen. Falls du trotzdem weiter an erhöhter Müdigkeit leidest, kläre dies am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin ab. 

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