Veröffentlicht inDIY & Living

Deshalb solltest du nie Schokolade aus den USA essen

Wusstest du, dass amerikanische Schokolade für die meisten Europäer:innen ungenießbar ist? Wir verraten dir, woran das liegt.

Frau Schokolade essen
Mhhh... Schokolade. In der Kombination mit Wein ist sie nur nicht mehr so lecker. Foto: Getty Images/ Chinsuwee Jetjumrat / EyeEm

Süß und aromatisch: So sollte Schokolade schmecken. Findest du auch? Dann solltest du es vermeiden, jemals in den „Genuss“ amerikanischer Schokolade zu kommen. Denn die schmeckt für europäische Gaumen alles andere als lecker! Woran das liegt und welche Süßigkeiten aus den USA das noch betrifft, erfährst du hier.

Schmeckt amerikanische Schokolade wirklich anders?

Du bist davon überzeugt, dass Schokolade überall auf der Welt gleich schmeckt? Dann solltest du ein Stück amerikanische Schokolade probieren. Doch Vorsicht: Es soll Leute geben, die sich von amerikanischer Schokolade übergeben mussten!

Tatsächlich schmeckt Schokolade aus den USA um einiges bitterer und saurer als hierzulande. Einige behaupten sogar, es schmecke nach Erbrochenem!

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von TikTok, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

An der Behauptung ist durchaus etwas dran – und der Grund ist simpel: Amerikanische Schokolade enthält manchmal Buttersäure. Dabei handelt es sich um eine Fettsäure, die auch in Erbrochenem vorkommt. Igitt!

Ob Willy Wonka aus dem Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ seiner Schokolade wohl auch Buttersäure zusetzt? Foto: IMAGO / United Archives

Darum enthält Schokolade in den USA Buttersäure

Buttersäure kommt natürlicherweise in Lebensmitteln wie Parmesankäse und Sauerkraut vor. Doch die Fettsäure wird auch als Konservierungsmittel eingesetzt. In einem speziellen Prozess werden dafür die Fettsäuren aus der in der Schokolade enthaltenen Milch abgebaut. Es entsteht Buttersäure. Die Schokolade ist dadurch länger haltbar – hat aber ein, zumindest für europäische Geschmacksnerven, ungewöhnliches Aroma.

Um den Geschmack zu überdecken, werden noch mehr Zucker und Süßungsmittel wie Maissirup hinzugefügt. Das betrifft übrigens viele andere Süßigkeiten in den USA, zum Beispiel Nutella. Auch deshalb sind viele Süßigkeiten aus den USA für uns ungenießbar.

Deshalb schmeckt uns amerikanische Schokolade nicht

In Deutschland, bzw. der EU, herrschen deutlich höhere Qualitätsstandards für Schokolade. Hier darf größtenteils nur echte Kakaobutter für die Herstellung unserer Lieblingssüßigkeit benutzt werden, anstatt billigere Fette. Zusätzlich wird in großen Teilen Europas auf eine ausgeprägte Chocolatier- und Zuckerbäckertradition zurückgeblickt, die es so in den USA nicht gibt.

Durch diese besonders konzernfreundliche Regulierung kann die USA sehr viel billigere Schokolade herstellen. Da das dort auch jeder tut, gibt es keinen Konkurrenzdruck unter den einzelnen Schokoladen-Hersteller:innen und der Geschmack wird etwas vernachlässigt oder nicht unbedingt verbessert. Wir sind aber Qualität gewohnt, denn viele Nationen in der EU sind Exportmeister in Sachen Schokolade. Genau deshalb erscheint uns dann die amerikanische Schokolade als ziemlich eklig.