(Frauenfeindliche) Werbung nervt. Egal, ob im Fernsehen, auf Instagram, oder an der Bahnstation, denn sie will nur eins: verkaufen. Und wie machen schlaue Marketingmenschen das? Man tut so, als wäre es logisch, dass der Erwerb eines beliebigen Produkts, genau das ist, was die Person gerade braucht.

Its a (wo)man´s world

In den 1950er und 1960er Jahren war es logisch, dass Frauen in der Küche standen und Männer das Geld nach Hause brachten. Und demnach waren die Männer auch die einzigen, die sich etwas kaufen konnten. Ja, die Logik der 50er hat einen Namen: derber Sexismus.

Der Fotograf Eli Rezkhalla nahm sich das zum Anlass, damalige Werbungen in die heutige Zeit zu transportieren und die Ergebnisse sind grandios.

Der zornige Kaktus: Der Negativpreis für frauenfeindliche Werbung

Auch heute gibt es noch sehr viel sexistische Werbung und das Schlimmste daran ist, dass uns vielen überhaupt nicht mehr auffällt. Deswegen gibt es dafür nun eigene Organisationen.

Der „Zornige Kaktus“ ist ähnlich wie die „Goldene Himbeere” oder der „Goldene Windbeutel“ ein Negativpreis, der alljährlich verliehen wird. Seit 2014 stellt Terre des Femmes eine Auswahl sexistischer Werbeanzeigen aus Deutschland zur Wahl. Mithilfe einer Jury und einer Online-Abstimmung wird aus diesen unglaublichen Fails die Werbung gewählt, die sich besonders stark sexistischer Klischees bedient – oder schlichtweg frauenverachtend ist.

Werbung kann Frauen- und Männerfeindlich sein

Für Verkaufszwecke, macht die Werbung vor keinem Geschlecht halt. Manchmal scheint es absurd, wie viele Klischees in einer Werbung untergebracht werden können. Der Tik Tok Kanal von @smypathisch, hat da einige aus der heutigen Zeit zusammengetragen:

Frauenfeindliche Werbung: „Sex sells“ sollte nicht mehr gelten

Mit der Aktion will Terre des Femmes darauf aufmerksam machen, dass Sexismus in unserem Alltag allgegenwärtig ist. Zudem sollen Unternehmen wach gerüttelt werden: Der alte Werber-Slogan „Sex sells“ gelte heutzutage nicht mehr. Verbraucher:innen seien heutzutage kritischer geworden und reagierten häufig mit Kritik auf geschmacklose Werbung.