Ich bin kein Everybodys Darling. Und das ist vollkommen okay. Man kann nicht von allen Menschen gemocht werden, erst recht nicht, wenn man eine eigene Meinung und Agenda hat, die man verfolgt. Trotz dieses Selbstverständnisses frage ich mich regelmäßig, was andere Menschen wohl von mir halten und wünsche mir insgeheim, dass sie mich sympathisch finden. Ich wette, dass es dir damit ganz ähnlich geht! Denn sind wir mal ehrlich: Möchte nicht jeder zumindest ein wenig beliebt sein? In diesem Artikel erkläre ich dir, auf welche Verhaltensweisen man verzichten sollte, um nicht wie ein unsympathischer Mensch rüberzukommen.

Kennst du schon den Wein & Weiber- Podcast vom wmn-Magazin? In dieser Folge sprechen Mona & Lisa über Spleens und ausgewachsene Zwangsstörungen.

Was macht sympathische Menschen aus?

Zu sympathischen Menschen fühlen wir uns hingezogen und wir verbinden Wohlwollen mit ihnen. In der Psychologie wird auch von harmonischer Resonanz gesprochen, wenn wir auf Menschen treffen, die uns ein Gefühl von Verbundenheit vermitteln.

Es wird im Leben immer Menschen geben, die wir sympathischer finden als andere – einfach, weil man sich mit ihnen gut unterhalten kann oder gleiche Werte und Ansichten teilt.

Hinzu kommt, dass sympathische Menschen meist eine grundpositive Aura umgibt, die von ihrem ständigen Lächeln getoppt wird. In der Forschung ist man sich allerdings weitestgehend einig, dass Sympathie nicht nur angeboren ist, sondern auch erlernt werden kann. Wie du sympathischer wirken kannst, verraten wir dir hier.

Übrigens: Das Gegenteil zur Sympathie ist die sogenannte Antipathie, welche die Abneigung zu einem Menschen bezeichnet.

Was macht unsympathische Menschen aus?

Genauso wie es Menschen gibt, zu denen wir uns besonders hingezogen fühlen, gibt es auch unsympathische Menschen, mit denen wir so wenig wie möglich zu tun haben wollen. Woran das liegt?

Das kann viele Gründe haben, begonnen von ihrem Aussehen, das uns nicht zusagt. Oder es liegt an unseren Erfahrungen, weil wir diesen Menschen zum Beispiel schnell als toxisch einschätzen. Aber auch Neid kann ein Grund dafür sein, dass wir jemanden als unsympathischen Menschen einschätzen.

Frau
Sympathie entsteht häufig, weil man gleiche Ansichten oder Werte teilt. Finden wir keine Übereinstimmungen, kann das beeinflussen, ob wir jemanden sympathisch finden… Credit: imago images/Addictive Stock

Diese 5 Verhaltensweisen legen unsympathische Menschen an den Tag

Genauso wie es Verhaltensweisen gibt, die sympathischer wirken lassen, gibt es auch solche, die in der Regel unsympathisch wirken. Du fragst dich häufiger, ob du zu den unsympathischen Menschen dieser Welt zählst? Dann wirst du dich mit Sicherheit dieser Verhaltensweisen bedienen…

1. Schlechtgelaunt & nörglerisch

Das Leben ist hart. Das allerdings jederzeit zu kommunizieren, kann aus dir einen unsympathischen Menschen machen. Überleg doch mal: Würdest du dich mit jemanden anfreunden wollen, der ständig nörgelt, kritisiert und flucht?

Mit Sicherheit nicht. Was nicht heißen soll, dass diese Emotionen abgestellt werden sollten. Keineswegs. Sie sollten nur nicht ständig vor anderen Menschen ausgelebt werden. Denn schlechte Laune steckt an und sorgt auf Dauer dafür, dass man eher gemieden wird.

Frau Stinkefinger
Alles immer scheiße? Das kann sein. Aber wer diese Haltung nach außen trägt, macht sich wenig Freunde. Credit: imago images/Addictive Stock

2. Empathielos & unsensibel

Die wichtigste Verhaltensweise, um sympathisch zu wirken, ist, jemanden Empathie entgegenzubringen. Das schafft man, indem man richtig zuhört, nachfragt und sich Zeit nimmt.

Unsympathische Menschen sind dagegen frei von Empathie und hören sich am liebsten selbst reden. Hinzu kommt, dass sie häufig unsensibel sind und in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten treten –zum Beispiel aufgrund von unangebrachten Witzen oder weil sie die Emotionen ihres Gegenübers ignorieren und einfach weiterplappern.

Weiterlesen: Du möchtest Empathie erlernen? Wir zeigen dir, wie das klappen kann.

3. Pedantisch & perfekt

Wie heißt es so schön? Nobody is perfect. Von diesem Spruch haben die unsympathischen Menschen dieser Welt bisher wenig gehört. Denn sie versuchen, wo sie nur können, Perfektion an den Tag zu legen – oft in einer fast schon pedantischen Manier.

Doof nur, dass Menschen mit Ecken, Kanten und Fehlern häufig sehr viel sympathischer wirken. Eben, weil sie nahbarer sind und man sich eher bei ihnen wiederentdecken kann.

Weiterlesen: Du hast deinen Perfektionismus satt? So kannst du ihn ablegen.

Frau Maske
Niemand ist perfekt und es zu versuchen wirkt obendrein nicht sonderlich sympathisch… Credit: imago images/Westend61

4. Egoistisch & geizig

Egoistische Menschen denken nur an sich. Zu Teilen kann das enorm positiv sein und einen weit bringen im Leben, wenn man stets auf das eigene Ziel fokussiert ist. Wer jedoch mit Scheuklappen durchs Leben geht, kann nicht erwarten, zum:r Sympathieträger:in auserkoren zu werden.

Auch Geiz wird als typische Eigenschaft unsympathischer Menschen verstanden. Denn wer nicht gerne teilt, macht deutlich, dass ihm die Gemeinschaft und das Wohlergehen der anderen herzlich egal sind.

Weiterlesen: Du möchtest wissen, wie egoistisch du bist? Das verraten wir dir in diesem Artikel.

5. Besserwisserisch & angeberisch

Besserwisser:innen meinen es nur gut. Sie wollen immerhin ihr enormes Wissen teilen. Andere immerzu zu belehren, kann auf Dauer allerdings ganz schön nerven und dafür sorgen, dass andere in einem einen echten Unsympath entdecken.

Wer sich dann auch noch mit seinen Erfolgen schmückt und mit all seinen Errungenschaften angeben muss, ist häufig völlig untendurch. Natürlich darf man stolz auf sich sein, man muss es sogar zwecks eines gesunden Selbstwertes sein, doch ein wenig Bescheidenheit ist der Sympathie äußerst zuträglich.

Weiterlesen: Mehr darüber, warum wir Besserwisser anstrengend finden, liest du hier.

Und? Gehörst du zu den unsympathischen Menschen dieser Welt?

Keine Sorge, falls ja. Sei dir nur bewusst darüber, dass Sympathie ein wahrer Türöffner in der Welt ist: Beziehungen und Jobs finden sich so viel leichter. Was natürlich keineswegs heißt, dass du dich und deine Art aufgeben und komplett umkrempeln sollst.

Es kann lediglich helfen, die ein oder andere Eigenschaft, um sympathischer wirken, in das eigene Leben einzubauen: aufrichtiges Zuhören und Komplimente machen zum Beispiel.

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