Wie viel Zeit verbringst du auf Instagram? Die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Person am Tag beträgt in Deutschland 30 Minuten. Dabei kannst du frei entscheiden welchen Konten du folgen möchtest und welchen nicht. Warum wir Social Media manchmal anstrengend finden und wie Mental Health auf Instagram stattfindet, erfährst du hier. 

Mental Health und Instagram: Wie geht das zusammen? 

Dass Social Media keinen guten Einfluss auf die Psyche haben kann, ist bei weitem kein Geheimnis mehr. Laut verschiedenen Studien kann eine vermehrte Nutzung von Social Media und vor allem Instagram, gerade bei jungen Menschen depressive Symptome hervorrufen. Das kommt nicht zuletzt durch einen konstanten Vergleich mit anderen Menschen. 

Was also tun, wenn du merkst, dass dich Instagram gerade unglücklicher macht, als dich zu inspirieren? Der erste Tipp ist natürlich, deine Instagram-Zeit etwas zu reduzieren. In der App kannst du dir ein Limit setzen, welches dich daran erinnert, die App nach Abkauf der Zeit nicht mehr zu benutzen. 

Ein anderer Punkt sind Mental Health-Accounts auf Instagram. Diese beschäftigen sich nämlich genau mit der Enttabuisierung von Mental Health-Themen jeglicher Art. Sie können dir dabei helfen, bestimmte Themen besser zu verstehen und nicht in der perfekt scheinenden Instagram-Welt gefangen zu sein. Im Folgenden stellen wir dir neun dieser Accounts vor. 

1. Sadgirlsclub 

Sadgirlsclub bezeichnet sich selbst als Organisation, die die mentale Gesundheit von einer Stigmatisierung befreien möchte. Dabei sprechen sie vor allem GenZ, Frauen, Mädchen und weibliche Personen of Colour an. 

2. Theblurtfoundation 

Theblurtfoundation beschäftigt sich generell mit einer Enttabuisierung des Themas Depressionen. Dabei werden verschiedene Phänomene und Symptome erklärt und ab und zu friendly reminder in Form von Zitaten gegeben. 

Frau fotografiert ihre Blumen
Von Zeit zu Zeit kann es helfen, den Social Media-Gebrauch runterzuschrauben. Foto: Pexels / Ron Lach

3. Theofficialsadghostclub 

Auf dem Profil von Theofficialsadghostclub findest du positive Mental Health-Nachrichten in Form von Comics rundum ein kleines Gespenst. Das Ziel ist es, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema mentale Gesundheit zu lenken. 

4. Millenial.therapist 

Mittlerweile gibt es viele Psychotherapeut:innen, die Plattformen wie Instagram oder TikTok benutzen, um auf das Thema mentale Gesundheit aufmerksam zu machen oder bestimmte Situationen zu erklären. Eine davon ist Sara Kuburic. Auf ihrem Account findest du vor allem Informationen über verschiedene Beziehungssituationen. Denk bei den Accounts allerdings immer daran, dass du beim Thema Selbstdiagnose vorsichtig sein solltest und sprich bei akuten Problemen lieber mit  Therapeut:innen im realen Leben. 

5. Hi.ur.beautiful 

Die geballte Body Positivity findest du auf dem Account Hi.ur.beautiful. Hier dreht sich alles um verschiedene Körper und die Besonderheit eines jeden einzelnen. 

6. Freudmich 

Ein weiterer Account diesmal von einer deutschsprachigen Therapeutin, ist der von Lena. Sie postet Zitate zum Thema Mental Health und Videos zur Selbstfürsorge. 

7. Edrecoveryblog 

Auf Edrecoveryblog findest du alles rund um das Thema Erholung nach einer Essstörung. Dazu gibt es Tipps und positive Affirmationen. 

8. Selfcareisvoreveryone  

Zuletzt postete Selfcareisforeveryone ein Bild mit der Aufschrift: “Unfollow People Who Are Not Good For Your Mental Health”. Dies ist eine weitere Möglichkeit, die du anwenden kannst, wenn dir Social Media mal ein bisschen zu viel wird. Außerdem dreht sich der Account, wie im Titel bereits erkennbar, um Selfcare. 

9. Fullyfriday 

Auf Fullyfriday schafft Jillian für eine Community und Platz für Frauen in ihren 20ern. Die Anfang 30-jährige gibt uns Erfahrungsberichte und Tipps, die sie gern in ihren 20ern gewusst hätte und teilt mit uns Eindrücke, die uns weiterbringen sollen. 

Scrollen durch den Instagram Feed
Wie viel Zeit verbringen wir am Tag eigentlich auf Instagram? Foto: Pexels / Kerde Severin

Mental Health auf Instagram: Ein Safe Space für jede:n?  

Fest steht: Auf Instagram gibt es mittlerweile einen Überfluss an Mental Health Content zu jedem Thema. Wenn du also einfach mal eine Pause von dem üblichen Content brauchst, oder dich für ein bestimmtes Thema interessierst, lohnt es sich bei einem Mental Health-Profil vorbeizuschauen. So kannst du kleine Selfcare-Tipps in deinen Alltag integrieren und dir eine Auszeit nehmen. 

Achte aber dabei immer darauf, dass bestimmte Themen auch triggern können, wenn du also von einem bestimmten Symptom betroffen ist, nimm dir ebenfalls die Zeit, dich damit in Maßen zu beschäftigen. So muss uns Instagram nicht konstant auslaugen und kann uns mit positivem Input bereichern.

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